8BitDo im Härtetest: Zwei Controller, ein Ziel – maximale Kontrolle für Gamer

Auf der letztjährigen gamescom Messe in Köln durften wir auch den Stand von 8Bit Do näher anschauen und Kontakte knüpfen. Resultierend darauf wurden uns von Ihnen nun zwei Gamepads zugesendet die wir uns näher angeschaut haben und unsere Eindrücke gerne mit Euch teilen.

8BitDo wurde 2013 in Shenzhen gegründet und hat sich darauf spezialisiert, klassische Controller im Retro-Design mit moderner Technik zu verbinden. Die ersten Modelle erinnerten stark an alte Nintendo-Konsolen, boten aber bereits Features wie Bluetooth und plattformübergreifende Nutzung.
Was als Nischenprodukt für Retro-Fans begann, entwickelte sich schnell zu einer beliebten Marke unter Gamern weltweit. Mit neueren Serien wie Pro und Ultimate setzte 8BitDo zunehmend auch auf moderne Funktionen und höhere Qualität.
Heute steht die Firma für vielseitige Gaming-Hardware, die Nostalgie und aktuelle Technik kombiniert – und hat sich damit einen festen Platz im Zubehörmarkt gesichert.
Uns wurden zu diesem Review zwei Gamepads zugesendet, zum einen der Ultimate 2 Wireless Controller und das Pro 3 Bluetooth Gamepad.

Der Ultimate 2 Wireless Controller

All -in -One Lösung

Der 246 Gramm „schwere“ Controller wird frei von Plastik und Styropor in einem festen Karton geliefert. Dieser Karton zeigt uns schon viele, aber nicht alle Features die der Controller liefert. Befreit von all der schützenden Kartonage bekommen wir folgendes geliefert:

  • 8BitDo Ultimate 2 Wireless Controller (schwarz, es gibt ihn aber auch in 3 weiteren Farben)
  • Magnetische Ladestation in Schwarz
  • 2,4-GHz-Dongle (gut „versteckt“ in der Ladestation)
  • USB-C-Kabel (ca. 1 m)
  • Quick-Start-Guide in Englisch sowie ein Faltblatt mit einer ausführlichen Anleitung in Deutsch und weiteren Sprachen

Bevor wir zum Controller kommen, werfen wir einen Blick auf die Ladestation, diese hat auf der Rückseite einen USB-C-Anschluss für die Stromversorgung, und auf der Unterseite, gut versteckt im Innern, den 2,4-GHz-Dongle.
Die Ladestation des Ultimate 2 Wireless Controllers von 8BitDo macht im Alltag genau das, was man sich wünscht: Sie funktioniert einfach. Controller abstellen, und der Ladevorgang startet automatisch – ganz ohne Kabel. Nimmt man ihn wieder heraus, verbindet er sich direkt mit dem System.
Zusätzlich dient das Dock als Basis für die kabellose 2,4-GHz-Verbindung und sorgt so für eine stabile, latenzarme Performance. Gleichzeitig bleibt der Controller immer ordentlich verstaut und einsatzbereit.
Controller und Ladestation bieten zusammen einen Anblick „wie aus einem Guss“, hier wurde alles richtig gemacht.

Aber kommen wir nun zum Ultimate 2 Wireless Controller, dieser, sowie die Ladestation werden in 4 verschiedenen Farben angeboten (Grün, Lila, Schwarz, Weiß).
Schon beim ersten Eindruck wird deutlich: Der Ultimate 2 ist kein nostalgisches Spielzeug, sondern ein durchdachtes Werkzeug. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Ergonomie erinnert eher an moderne Konsolen-Controller als an klassische SNES-Vorbilder.Er liegt angenehm in der Hand und bietet auch bei längeren Sessions guten Komfort. Die Verarbeitung fühlt sich wertig an, nichts wirkt billig oder klapprig – genau das, was man in dieser Preisklasse erwartet.
Technisch setzt 8BitDo auf Features, die man sonst eher aus deutlich teureren Geräten kennt. Hall-Effekt-Sticks sorgen für präzisere Eingaben und reduzieren das Risiko von Drift – ein Problem, das viele Gamer nur zu gut kennen. Dazu kommen programmierbare Tasten auf der Rückseite, die vor allem in kompetitiven Spielen einen echten Vorteil bieten können.

Auch bei der Konnektivität zeigt sich der Controller flexibel: Ob kabellos am PC, an der Konsole oder per Kabel für minimale Latenz – der Ultimate 2 passt sich verschiedenen Setups problemlos an. In Kombination mit der Software lassen sich Profile erstellen, Tasten neu belegen und Empfindlichkeiten feinjustieren.

Besonders auffällig sind die kleinen Schiebeschalter direkt neben L2 und R2, mit denen sich der Trigger-Modus blitzschnell umstellen lässt. Statt umständlich durch Menüs zu navigieren, wechselst man einfach live zwischen zwei Modi: Im Linear-Modus bekommt man volle analoge Kontrolle, was vor allem bei Racing-Games oder feindosierten Bewegungen ein echter Vorteil ist. Der Klick-Modus hingegen bietet einen kurzen Hub mit klarer Auslösung und eignet sich perfekt für schnelle Reaktionen in Shootern, Jump’n’Runs oder intensiven Button-Mashing-Situationen.

Auch bei den Zusatzbuttons zeigt der Controller, dass er für ambitionierte Spieler entwickelt wurde. Neben zwei klassischen Rückseiten-Paddles (P1 und P2) gibt es zusätzlich zwei weitere Schulter-Buttons (L4 und R4), die über den Standardtasten L1 und R1 liegen. Trotz der erweiterten Ausstattung wirkt das Layout nie überladen – im Gegenteil: Die Platzierung ist so gelungen, dass Fehlbedienungen praktisch nicht vorkommen, während gleichzeitig alle Funktionen schnell erreichbar bleiben. Über die Software lassen sich die Tasten frei belegen, was zahlreiche Möglichkeiten eröffnet, etwa für Ducken, Nachladen oder individuelle Makros. Besonders praktisch ist das für spezielle Setups, zum Beispiel wenn man sich einen schnellen Screenshot-Shortcut für Emulatoren wie RetroArch einrichten möchte.

Abgerundet wird das Gesamtpaket durch durchdachte Anpassungsoptionen wie drei speicherbare Profile, zwischen denen sich direkt per Knopfdruck wechseln lässt. Das ist ideal, wenn man regelmäßig zwischen verschiedenen Spielen oder Plattformen springt und nicht jedes Mal alles neu einstellen möchte. Zusätzlich steht eine Turbo-Funktion zur Verfügung, die sich für jede Taste individuell konfigurieren lässt – inklusive optionalem Dauerfeuer. Auch wenn man diese Funktion nicht ständig nutzt, ist sie ein willkommenes Extra, das in bestimmten Situationen durchaus Vorteile bringen kann.

Rund um die analogen Sticks sind dezente RGB-Ringe verbaut, die beim Spielen aufleuchten und für einen stylischen Look sorgen – ohne zu grell oder ablenkend zu wirken.
Die RGB-Beleuchtung kann je nach Richtung der Stick-Bewegung unterschiedlich leuchten, was ein kleines, interaktives Extra ist. Per Software lassen sich Lichteffekte anpassen.

Die 8Bit Do Ultimate Software

Wichtig und richtig

Die Software bekommt man, wie schon erwähnt, über den QR-Code in der Anleitung oder unter diesem Link für Windows und macOS.

Eines der zentralen Features ist das Remapping von Tasten. Spieler können jede Taste frei belegen und eigene Profile erstellen – etwa für verschiedene Genres wie Shooter, Racing oder Fighting Games. Diese Profile lassen sich speichern und bei Bedarf schnell wechseln, was besonders praktisch ist, wenn man unterschiedliche Spiele spielt.
Die Software ermöglicht zudem eine detaillierte Anpassung von Analogsticks und Triggern. Empfindlichkeit, Deadzones und Reaktionsverhalten lassen sich so einstellen, dass der Controller genau zum eigenen Spielstil passt. Gerade bei präzisen Games kann das einen spürbaren Unterschied machen.

Ein weiteres Highlight sind Makros. Damit können komplexe Tastenkombinationen auf eine einzelne Taste gelegt werden. Das spart Zeit und kann in bestimmten Spielsituationen Vorteile bringen. Zusätzlich lassen sich Funktionen wie Vibrationsstärke oder Motion Controls konfigurieren.
Und zu guter Letzt, wie schon angesprochen, können RGB-Beleuchtungseffekte über die Software gesteuert werden. Farbe, Effekte und Helligkeit lassen sich individuell anpassen und in Profile integrieren.

Die Ultimate-Software macht 8BitDo-Controller deutlich flexibler als viele Standard-Controller. Sie richtet sich vor allem an Gamer, die mehr Kontrolle über ihr Setup wollen und ihr Spielerlebnis fein abstimmen möchten. Wer bereit ist, sich kurz mit der Software auseinanderzusetzen, erhält ein Werkzeug, das den Controller deutlich vielseitiger und persönlicher macht.

Das 8Bit Do Pro 3 Bluetooth Gamepad

Der Geschmack entscheidet


Das Gamepad wird in vier verschiedenen Farben (Grau, Orange, Lila und Classic) angeboten. Der Lieferumfang erstreckt sich auf:

  • 8BitDo Pro 3 Bluetooth-Gamepad
  • Magnetische Ladestation
  • 2,4-GHz-Dongle (gut „versteckt“ in der Ladestation, außerdem sind dort noch 4 Ersatzknöpfe,in den „typischen“ 4 Nintendofarben sowie ein kleiner Saugnapf zum problemlosen Tauschen zu finden)
  • Zwei Kugelaufsätze für die Analog-Sticks, die man anstelle der flachen Silikon-Buttons verwenden kann
  • USB-C-Kabel (ca. 1 m)
  • Faltblatt mit einer ausführlichen Anleitung in Deutsch und weiteren Sprachen

Auch hier erwartet uns ein sehr gut verarbeiteter 243 Gramm „schwerer“ Controller, der zusammen mit der Ladestation eine sehr gute Figur auf eurem Schreibtisch machen wird.
Vom Design her erinnert das Gamepad an die klassischen PlayStation-Controller. Auch hier wurde, wie beim Ultimate 2, ein 1.000-mAh-Akku verbaut, der Euch komplett geladen die nächsten 15–20 Stunden nicht verlassen wird.
Unterstützt werden neben der Switch (inklusive „Shake-to-Wake“ bei der ersten Generation) auch Windows, Android, Apple-Geräte und SteamOS. Verbunden wird wahlweise per Bluetooth, Kabel oder über den mitgelieferten 2.4G-Dongle.

Statt der bisherigen Hall-Effect-Joysticks setzt der Pro 3 nun auf moderne TMR-Technologie, die aktuell als besonders präzise und langlebig gilt. Auch bei den Triggern gibt’s ein Upgrade: Per Schieberegler kann zwischen linearem Hall-Effect-Modus und einem klickenden Micro-Switch-Modus gewechselt werden – je nach Spielstil ein echter Vorteil.
Neu sind außerdem zusätzliche L4- und R4-Buttons auf der Oberseite sowie frei belegbare Paddle-Tasten auf der Rückseite. Über die 8BitDo Ultimate Software V2 lassen sich auch hier alle Eingaben individuell anpassen.
Auf RGB-Lichtspielereien muss man bei diesem Controller aber verzichten.

Wie ihr nun bemerkt habt, haben wir beim Pro 3 den Artikel ein wenig kleiner gehalten. Das kommt aber mit Sicherheit nicht daher, dass er uns schlechter gefallen hat. Er ähnelt dem Ultimate 2 von der technischen Seite eben sehr. Ob man sich für den einen oder anderen Controller entscheidet, kann und sollte jeder für sich selbst entscheiden. Beim Pro 3 bekommt man halt noch ein wenig Zubehör dazu. Von der Verarbeitung und dem Handling kann man aber bei keinem der beiden etwas zu meckern finden.
Beide Controller haben eine gute Akkulaufzeit, die technische Umsetzung mit den Sticks, seien es nun Hall-Effect oder TMR, diese Technik ist im Third-Party-Bereich nicht überall zu finden. Davon können sich auch die großen Firmen mal eine Scheibe abschneiden.
Wir können nach langem Einsatz beider Controller nur Gutes berichten. 8Bit Do hat mit diesen Controllern mal wieder gezeigt, warum sie zu den meistbeachteten Firmen zählen.

Fazit

Zwei starke Controller mit moderner Technik und hoher Flexibilität



Mit dem Ultimate 2 Wireless Controller und dem Pro 3 Bluetooth Gamepad zeigt 8BitDo eindrucksvoll, wie gut sich modernes Gaming mit durchdachtem Design und hoher Funktionalität verbinden lässt. Beide Controller überzeugen durch eine sehr gute Verarbeitung, starke technische Features und eine hohe Anpassungsfähigkeit, die man in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich erwarten kann.
Besonders positiv hervorzuheben sind die innovativen Stick-Technologien (Hall-Effekt bzw. TMR), die flexiblen Trigger-Modi sowie die zahlreichen Zusatzbuttons, die vor allem ambitionierten Spielern echte Vorteile bieten. In Kombination mit der umfangreichen Ultimate Software entsteht ein Gesamtpaket, das sowohl für Gelegenheitsspieler als auch für anspruchsvolle Gamer interessant ist.

Der Ultimate 2 punktet vor allem als vielseitige All-in-One-Lösung mit durchdachter Ladestation und moderner Ergonomie, während der Pro 3 zusätzlich mit Zubehör und einem etwas klassischeren Design überzeugt. Technisch bewegen sich beide Controller jedoch auf einem ähnlich hohen Niveau.

Unterm Strich liefern beide Gamepads eine starke Performance und zeigen, dass sich 8BitDo längst als feste Größe im Gaming-Zubehörmarkt etabliert hat. Wer auf der Suche nach einem flexiblen, hochwertigen Controller mit vielen Anpassungsmöglichkeiten ist, kann hier bedenkenlos zugreifen.

(*) Wir verwenden Affiliate-Links von bekannten Shops und Plattformen. Wenn ihr über diese Links einkauft, bekommen wir eine kleine Provision. Für euch kostet das keinen Cent mehr, aber ihr tut uns trotzdem einen Gefallen. Links können zudem auf Seiten verweisen, die für Personen unter 18 Jahren nicht geeignet sind.