Als das erste Aquanox-Spiel im Jahr 2001 erschien, war es keineswegs das erste Spiel, in dem man mit U-Booten in einer futuristischen Unterwasserwelt um sich ballerte. Vorher machte das Spiel Schleichfahrt von sich reden und so blicken wir eigentlich sogar bis ins Jahr 1996 zurück, in dem diese wirklich grandiose Spielreihe ihren richtigen Anfang nahm. Nach nun mehr als 20 Jahren erscheint am 16. Oktober 2020 also endlich ein Sequel der beliebten Unterwasser-Ballerei, die wir für euch bereits in der Betaversion getestet haben.

Digital Arrow ist ein unabhängiges Spieleentwicklungsunternehmen mit Sitz in Novi Sad, Serbien. Das Team produziert Spiele der nächsten Generation für PC- und Konsolenplattformen. Das Unternehmen wurde von Ferenc Giric und Norbert Varga gegründet, nachdem sie erkannt hatten, dass ihre lebenslange Freundschaft auf ihrem gemeinsamen Interesse an Spielen beruhte. Das Unternehmen expandierte, als viele talentierte Profis zum Team stießen und mit der Arbeit an einem neuen Spiel begannen, Aquanox Deep Descent, einem Fahrzeug-Action-Shooter-Spiel. 


Aquanox: Deep Descent

Was lange wärt…

In Aquanox: Deep Descent folgt die Geschichte wie in den bisherigen Titeln der Serie auch derselben Grundidee. Wir sind der Kapitän eines bewaffneten U-Bootes in einer Welt, die nur noch aus den Tiefen der Ozeane besteht. In „Aqua“, so heißt diese Welt, herrschen Clans, Organisationen und Konzerne. Jeder folgt dabei anderen Interessen und wir sind mittendrin in dieser dystopischen Welt. Der letzte Teil der Serie, Aquanox 2: Revelation erschien im Jahr 2002 und so freuten sich die Fans der Reihe um so mehr als  2015 eine Kickstarter-Kampagne an den Start ging, die viele wirklich tolle Dinge versprach und grandiose Szenen eines Prototyps zeigte. Nachdem die Zielfinanzierung erreicht wurde, nahm sich Publisher THQ-Nordic der Sache an und finanzierte die restliche Entwicklung. Alles wartete voller Sehnsucht auf ein neues Aquanox, welche für ein Release im Jahr 2019 angekündigt war. Und dann kam im August 2019 die Meldung der Entwickler, dass das Spiel fertig sei. Danach folgte Stille – das Studio und der Publisher gingen quasi auf Schleichfahrt. Bis Anfang 20020 endlich aufgeklärt wurde, was wohl auch am Aufschrei der Unterstützer lag. Man wollte doch mehr Feedback ins Spiel einfließen lassen und noch Anpassungen vornehmen und so verschob sich die Veröffentlichung bis hin zum Oktober 2020. Endlich ist es also fertig und so testen wir das neue Aquanox: Deep Descent für euch pünktlich zum Release in einer Betaversion.

Ersteindruck

Wie man Aquanox kennt

In Aquanox: Deep Descent laufen alle Dialoge in Multiple-Choice Texten ab. Die Sprecher machen einen guten Job

Direkt nach der Installation der 26 Gigabyte großen Review-Version des Spiels, starten wir in ein Tutorial, in dem wir lernen unser U-Boot zu manövrieren und die Waffen zu bedienen. Die Steuerung geht dabei sehr einfach und intuitiv von der Hand und funktioniert sowohl mit Maus und Tastatur, als auch mit einem Gamepad grandios. Sofort sind wir drin in der Bedienung der Waffensysteme, zwischen denen wir auch umschalten können, um das beste Setup für jede Situation zu haben. Dazu aber später mehr. Im Tutorial lernen wir außerdem, dass wir auch nach Ressourcen in Form von Wracks und Transportkisten Ausschau halten sollen. Auch feindliche, von uns abgeschossene Schiffe, hinterlassen regelmäßig Schildladungen und Reparaturkits, mit denen wir unser U-Boot dicht halten. Nachdem wir das Tutorial abgeschlossen haben, können wir im Hauptmenü diverse Dinge einstellen. Die Grafikoptionen sind dabei eher überschaubar gehalten. Hier können wir keine besonderen Effekte aktivieren oder gar Raytracing auswählen. Eventuell bietet die fertige Version des Spiels weitere Optionen. Im Hauptmenü sticht und aber der „Online“- Button ins Auge. Das neue Aquanox bietet nämlich nicht nur eine Singleplayer-Kampagne, sondern auch einen Gefechtsmodus in dem wir gegen andere Spieler antreten und einen Koop-Modus, in dem wir mit drei anderen Spielern die Kampagne durchspielen können. Auch dazu kommen wir später noch.

Manchmal kann uns das Spiel aber doch optisch überraschen

Starten wir eine neue Kampagne, wird uns die Vorgeschichte in gezeichneten und einfach animierten Grafiken gezeigt. Die Welt der Menschen wurde von ihnen selbst zerstört und so zog sich der Rest der Menschheit in die Ozeane zurück wo viele von ihnen nur in Kälteschlaf überlebten, während sich die anderen weiterhin bekriegen und versuchen mit den wenigen Ressourcen zu überleben. Wir gehören offenbar zu einem Team von vier Söldnern, die ebenfalls in einer Kryostase schliefen und nun von einem alten Mann namens Ismael aufgeweckt wurden, um irgendetwas zu tun… Genau das ist also die Geschichte. Wir sollen herausfinden was hier eigentlich los ist und warum wir dabei sein sollen. SSo sitzen wir im Cockpit unseres U-Bootes und folgen dem alten Mann durch ein Höhlensystem, in dem wir auch von Piraten und ihren Schiffen angegriffen werden. So kommen wir direkt in die Aktion von Aquanox: Deep Descent und können uns in Manövern und der Waffenbedienung üben. Das Gunplay mit dem U-Boot geht dabei gut von der Hand und wenn wir Schilde und Reparaturen sinnvol einsetzen, kommen wir gut aus jedem Kampf heraus. Die Gegner sind dabei meist einfach zu besiegen und stellen, noch, keine große Gefahr dar. Schauen wir uns die Grafik und die Effekte an, sind wir jedoch etwas enttäuscht.


Grafik und Sound

Da geht aber mehr…

Optische Highlights wie dieses Sprungtor sieht man leider selten

Die Grafik von Aquanox:Deep Descent will uns jedoch nicht so ganz überzeugen. Sitzen wir in unserem U-Boot sehen wir natürlich durch ein Fenster hinaus in den trüben Ozean in dem nur allmählich Felsen, Pflanzen und Strukturen auftauchen. Das Cockpit selbst ist eher grob gehalten. Die Darstellung der Karte ist nicht dreidimensional wie noch beim Vorgänger, bei der man Gebäude, Höhenzüge und Schluchten gut erkennen konnte. Auch das gesamte Design und die Texturen des Cockpits wirken eher grob und wie „gemalt“. Das lässt uns zum ersten Mal den Ausdruck „altbacken“ benutzen. Moderne Texturen und ein paar Details mehr würden uns besser gefallen. Die U-Boote selbst wirken von außen leider ebenso simpel auf uns. Weder die Details noch die Texturen können uns wirklich vom Hocker reißen. Die Cockpits sind nicht einsehbar, man kann den Piloten von Außen nicht in seiner Kanzel sitzen sehen und das Cockpit ist merkwürdig glühend beleuchtet als wäre es eine Glühlampe. Schade eigentlich. Zu schön wäre es gewesen, andere Kapitäne bei der Arbeit im Cockpit zu sehen. Auch unsere Crew, in Koop-Modus von Freunden in anderen Schiffen dargestellt ist nicht sichtbar. Aber auch das wäre nur ein Detail. Grundsätzlich ist das Spiel optisch eher grob gehalten, was man auch am Levelaufbau und den Texturen erkennen kann. Zu oft gleicht ein Level dem anderen, sieht ein Felsen aus wie der andere. Unterschiede werden oft nur in der farblichen Grundstimmung der einzelnen Abschnitte sichtbar. Wo in einem Teil des Ozeans blaue Bojen für eine blaue Lichtstimmung sorgen, sind es einem anderen Level dann gelbe oder grüne Bojen. Überhaupt ist dem Spiel die Unreal Enginbe kaum anzusehen. Licht und Schatten scheinen kaum wirklich genutzt zu sein und so fahren wir oft in dunklen, trüben Gewässern ohne wirliche optische Highlights. Leider sind diese einzelnen Abschnitte des Ozeans nur mit Sprungtoren erreichbar. Es gibt also keine offene Unterwasserwelt, sondern einzelne Abschnitte, bei denen die Tore eine kurze Ladepause darstellen. Die Abschnitte sind dabei meist Schlauchförmig aufgebaut, bieten aber durch Höhlensysteme und Abkürzungen diverse Freiheiten was die Passage angeht. Einige Level können uns dann aber doch ein Entzücken entlocken, wohl weil es hier Lavaflüsse und viele schöne Felsstrukturen gibt. Wenn dann da nicht wieder ein altes Wrack eines Atom-Ubootes wäre, dem man ansieht, dass der Designer noch nie ein solches Uboot gesehen hat. Hier fehlen Details und ein realistisch wirkendes 3D-Modell. Cool sind auch die oft vorhandenen Strömungen, in die wir mit unserem Boot hineinfahren und uns durchs Level treiben lassen können. Auch die Flora und Fauna in Aquanox: Deep Descent konnte uns bisher noch nicht begeistern. Es gibt leuchtende Pflanzen in unterschiedlichen Farben und ein paar Korallen aber wirklich lebendig wirkt der Ozean damit nicht. Die Fauna spielt aber im neuen Aquanox eine größere Rolle, denn die gibt in gleich zwei Sorten. Es gibt zum Beispiel Fische, die sehen aus wie Dorsche und scheinen die einzige Art von „normalen“ Fischen zu sein. Oft treten sie in Massen auf, spawnen aus dem Nichts, in das sie auch ebenso plötzlich wieder verschwinden und bewegen sich eher nicht wie man es von Fischen erwarten würde. Dass mal ein schöner Ammenhai, ein Rochen oder ein Fischschwarm vorbei zieht, ist uns noch nicht aufgefallen. Immer nur diese merkwürdigen Fische, die alle gleich aussehen. Krabben gibts auch nicht, Kraken auch nicht. Die zweite Sorte Fauna ist die verstrahlte Nano-Fauna. Das sind zum einen dicke weiße Haie die grün leuchten und oft in Rudeln auftreten. Zum anderen kommen im späteren Spielverlauf auch grüne Quallen, Wale, Rochen und andere Tiere hinzu. Diese mutierten Tiere greifen uns an und können unser Schiff erheblich beschädigen. Dank diverser Waffen können wir uns aber gut gegen diese fiesen Viecher verteidigen. Gerade bei den zerplatzenden Quallen schaut das sogar richtig gut aus. Die Haie jedoch ploppen einfach weg…

Zu selten gibt es solche Momente in Aquanox: Deep Descent
Das UI im Hangar wirkt altbacken und wenig zeitgemäß

Ploppen ist überhaupt das Stichwort. Die Explosionen in Aquanox: Deep Descent scheinen alle mit denselben Partikeln ausgestattet zu sein. Wo im Gameplaytrailer coole Implosionseffekte und Druckwellen zu sehen sind, gibt es in der Review-Version nicht viel zu bestaunen. Schiffe und Strukturen die wir zerstören, explodieren eher unspektakulär und grundsätzlich würden wir uns von der Unreal-Engine ein schöneres Effekt-Feuerwerk wünschen. Legen wir mit unserem Schiff auf unserem Basiskreuzer „Tupilaq“ oder einer anderen Basis an, finden wir uns in einem Hangar wieder. Hier passen wir unser Schiff mit neuen Waffen und anderer Ausrüstung an, lackieren es neu und kaufen oder verkaufen eingesammelte Ressourcen. Hier können wir aber weder die Kamera, noch uns frei bewegen. Der Hangar ist gezeichnet und in grafische Ebenen aufgeteilt, die teilweise animiert sind. Es gibt aber nur diese Ansicht und je nach Basis einen optisch veränderten Hangar. Das Bild ansich wirkt aber auch nicht modern oder gar optisch schön gezeichnet. Die Grafiken aus dem Kampagnen-Video gefielen uns besser. Hier können wir nun mit anderen Charakteren der Story reden. Diese sind wie unsere Crew aber auch nur gezeichnet und nicht animiert. Wir sprechen also mit Standbildern in einem statischen Umfeld. Wir können uns nicht frei bewegen und wie aus modernen Spielen bekannt diverse NPCs ansprechen. Und das ist wirklich schade und, da ist dieses Wort wieder, „altbacken“. Warum kann ich mich in der Basis, auf der Tupilaq nicht in Räumen bewegen und die Charaktere dort ansprechen? Zumindest würden wir dies bei einem Spieel im Jahr 2020 erwarten. Und wenn man das Konzept verfolgt mit gezeichneten Charakteren zu arbeiten, warum sind diese dann nicht animiert? Warum dann nicht Filmsequenzen oder Animationen produzieren, um das Spiel zumindest technisch modern zu gestalten? Nichts von alledem bietet uns Aquanox:Deep Descent. Das finden wir schade. Natürlich wird man so die Fans der alten Aquanox Teile ansprechen, ein junges Publikum wird man jedoch damit nicht begeistern. Schade auch, dass die Dinge, die man noch im Video zur Kickstarter-Kampagne sehen konnte, nicht mehr vorhanden sind. Ja, da gab es einen driedimensionalen Hangar, mit drehbarer Kamerapersepektive um das Schiff zu inspizieren und umzubauen. Und es gab richtig modern aussehende Schiffe im Kickstarter-Video zu sehen. Keine Ahnung was damit passiert ist oder warum man dieses moderne Design verworfen hat. Abschließend will ich einen freund zitieren mit dem ich den Koop-Modus getestet habe: „Aquanox:Deep Descent wirkt wie für die Playstation 3 entworfen.“ Leider…


Gameplay und Story

Gemeinsam gegen fiese Feinde und verseuchte Viecher

Die Nano-Fauna, hier verseuchte Haie, greift uns regelmäßig an und tritt später vermehrt auf

Das Gameplay in Aquanox: Deep Descent gleicht dem Schema der Vorgänger oder ähnlichen Spielen, in den wir von verschiedenen Auftraggebern unsere Missionen erhalten, die wir dann abarbeiten. Sind wir anfangs für Okabe und sein Schiff Tupilaq tätig, arbeiten wir später für Kopfgeldjäger und andere Organisationen. Dabei wird uns immer klarer welche Konflikte in der Welt von Aqua diese Parteien untereinander ausfechten und was wir damit überhaupt zu tun haben. Auf der Suche nach einem Typen namens Nemo, der uns erklären kann was es mit unserem Team und dem geheimnisvollen Projekt Nammu auf sich hat, lernen wir neue Verbündete kennen und erleben auch die ein oder andere Überaschung in der Story. Da aber alle Dialoge ohne bewegte Bilder ablaufen wird es vielen Spielern vielleicht schwer fallen einen wirklichen Bezug zu finden oder gar wirkliches Interesse dafür aufzubauen. Leider plätschert die Story so vor sich hin und wir schließen unsere Missionen ab. Die bieten zwar einige Abwechslung aber im Grunde geht es entweder darum ein bestimmtes Ziel auszuschalten, ein Schiff zu eskortieren oder Dinge zu finden. Das ist nach einer Weile nicht gerade sehr motivierend und so kann es sein, dass Aquanox: Deep Descent nach ein paar Missioen etwas langweilig wird. Wohlgemerkt nur dem der die Geschichte nicht verfolgt und so die Zusammenhänge mitstrickt. Für erfolgreiche Abschüsse, erfüllte Missionen und durch das Sammeln von Ressourcen kommen wir zu Geld, mit dem wir im Spielverlauf bessere Schiffe, neue Waffensysteme oder Upgrades für Schilde und Geschütztürme kaufen können. Damit können wir unser Schiff zu einem ziemlich starken Kampfgefährt ausrüsten und schlagen so einige Kämpfe deutlich leichter. Die KI der Gegner hält sich dabei glücklicherweise in Grenzen und so gelingt es uns ein ums andere Mal, die feindlichen Subs auszumanövrieren. leider greifen die auch fast immer nur frontal an und so hat man mit einigen Manövern schnell die KI überlistet. Echte Dogfights gibt es nicht. Dennoch kann eine Eskortmission als Einzelspieler schonmal in Stress ausarten, wenn wir etwa ein Abbauschiff von einer angreifenden Gruppe Feindschiffe schützen sollen, die schon alle ihre Torpedos auf den Weg geschickt haben. Doof ist nur, dass abgeschossene Schiffe wie aus dem Nichts nachspawnen bis wir alle Wellen abgeschossen haben. Mit einer guten Taktik klappt das aber ganz gut. Auch die Kämpfe gegen die verseuchte Nano-Fauna sind meist gut auszufechten. Dennoch kann es auch bei einer größeren Menge dieser verseuchten Viecher schnell mal brenzlig werden. Nicht selten gibt uns ein grüner Rochen den Rest und lässt die Hülle unseres Schiffen bersten.  Es ist also wichtig immer Schild und Hülle im Auge zu behalten und bei schweren Kämpfen auch mal den Rückzug anzutreten um sich zu reparieren.

Einige Waffeneffekte sind ganz schön gemacht. Die Kämpfe werden damit aber nicht spannender

Reichlich Aktion wird also definitiv geboten und der Spaß wird umso größer, wenn wir diese Missionen, ja sogar die gesamte Einzelspielerkampagne mit Freunden im kooperativen Modus spielen können. Das ist unserer Meinung nach sogar eines der Kernfeatures von Aquanox: Deep Descent, denn leider sind gute Koop-Titel fast schon an einer Hand abzählbar. Der Koop-Modus funktioniert dabei sogar ziemlich simpel. Wir oder eine Freund agiert als Host der Session, der wir und unsere Freune mit einem Passwort beitreten können. In wenigen Minuten sind wir als Team unterwegs und können so sehr agil und schlagkräftig in den Kämpfen agieren. Die Anzahl der Gegener stieg im Test dabei nicht und auch ein höherer Schwierigkeitsgrad fiel uns nicht auf. Allgemein ist aber zu bemerken, dass im späteren Spielverlauf die Gegner deutlich schwerer zu besiegen sind und wir es oft auch mit starken Schiffen aufnehmen müssen. Zu wird die Aktion nicht weniger und die Kämpfe fordern uns stets. Der einzige bisher nutzbare Multiplayer-Modus nennt sich Gefecht. Hier können wir gegen andere Spieler in einem begrenzten Level  antreten und unser Schiff und unsere Taktiken und Steuerküste unter Beweis stellen. Leider war es in der Review-Version des Spiels nur einmal möglich eine Runde gegen menschliche Gegner zu spielen, weil simpel gesagt einfach eine gewisse Masse an Spielern fehlte. So kann man zwar fhelende Spieler gegen Bots austauschen aber das nennt sich ddann wohl kaum Multiplayer. Wir würden uns aber weitere Spielmodi wünschen und hoffen auf zusätzlichen Content zum Release des Spiels


Fazit

Viel Potenzial verschenkt

Für unser Fazit zu Aquanox: Deep Descent sind wir etwas zweigespalten. Einerseits freuen wir uns auf ein neues Spiel dieser grandiosen Spielereihe, die so lange nichts von sich sehen und hören ließ. Andererseits sind wir etwas enttäuscht weil man vielleicht viel Potenzial verschenkt hat, wenn man das Spiel mit den Ankündigungen und Bildern der Kickstarter-Kampagne vergleicht. Nach dieser erfolgreichen Kampagne und der weiteren Finanzierung durch Publisher THQ, gab es Verzögerungen in der Entwicklung, bei der sich die Fans und Unterstützer zu Recht erbost zeigten. Begründet wurde die Verschiebung des Releases mit weiteren Arbeiten und Verbesserungen am Spiel. Nun erscheint Aquanox: Deep Descent und so stellen wir die Frage was aus den schönen modernen Schiffen und der Grafik des Prototypen aus dem Video der Kampagne wurde. Was ist passiert? Warum sehen viele Modelle im Spiel so einfach und wenig zeitgemäß aus? Warum sind Objekte oft so lieblos texturiert und grob modeliert? Wo ist die Grafikpracht mit modernen Texturen und Shadern, mit Assets die der Unreal Engine phänomenale Bilder entlocken können? Aquanox: Deep Descent könnte so viel mehr sein als nur eine Fortsetzung der Spiele-Reihe. Es könnte gar ein Prestigeobjekt für Studio und Publisher sein. Ein würdiger Nachfolger einer einst grandiosen Spielidee. Ja, gemalte Charaktere und die Erzählstruktur der Story sind nett und stehen für Aquanox. Aber zeitgemäß sind sie nicht und das hätten wir uns von einem neuen Aquanox gewünscht. Und wenn man schon auf gezeichnete Inhalte setzt, warum es dann nicht richtig gut machen und diese animiert in Szene setzen? Ja, Aquanox: Deep Descent wird viele Fans der alten Spielreihe begeistern und sicher auch einige junge, neue Fans finden. Die Zielgruppe der Shooter-, Simulations- oder Weltraum-Fans wird man aber nur schwerlich begeistern können. Dafür wird die Story zu beiläufig in simplen Dialogen dargeboten. Auch wenn die deutschen Sprecher grandiose Arbeite leisten, entsteht zu wenig Spannung und die gemalten Bilder der Charaktere wecken kaum Interesse an dem was im Spiel passiert. Auch das Gameplay, das zwar im kooperativen Modus mit Freunden fetzt aber dann doch zu selten wirkliche Highlights birgt, kann sicher nicht jeden Spieler wirklich überzeugen. Dafür sind die Missionen oft zu eintönig und bieten nur geringe Abwechslung. Dennoch sind wir positiv gestimmt, weil Aquanox: Deep Descent eben eine sehr geliebte Spielserie neu starten möchte und vielleicht durch zukünftige Updates noch wachsen kann. Immerhin ist auch ein Support für Modifikationen aus der Community angekündigt worden und auch das Studio wird sicher nicht die Füße auf den Tisch legen um sich auszuruhen.

Aquanox Deep Descent
  • Fight - actiongeladene fahrzeug-shooter-schlachten, die viele spieltaktiken ermöglichen
  • Co-op - 4-spieler-koop mit Schnelleinstieg und vier einzigartigen Piloten, die alle in die Story des Spiels eingebunden sind
  • customize - Erstelle dein Schiff aus einer großen Auswahl an schiffsteilen und diversen anpassungsoptionen