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Coole Beleuchtung macht den entscheidenden Unterschied beim Zocken und Streamen

Für Freunde der gepflegten Gamerleidenschaft ist ein eigenes Gamerzimmer oft eine Leidenschaft für sich. Hier wird vergleichbar dem Tuning eines Autos gebaut und geschraubt, auf dass nicht nur der Gaming-PC selbst, sondern auch das Zimmer eine individuelle Note bekommt. Schließlich soll die Lieblingsbeschäftigung in einem angemessenen Ambiente stattfinden und nicht bei der optischen Aufmachung des PCs aufhören. Hier sind beleuchtete Mäuse und Tastaturen längst Standard, genauso wie bunte Gehäuse inklusive Innenleben. Zunehmend erweitert sich das Interesse an einer Gestaltung des Ambientes auf das gesamte Zimmer, besonders, wenn eine Gamingsession gestreamt werden soll.

© John Petalcurin

Ergonomische Ausstattung

Viele Trends bei Gamern oder E-Sport-Teilnehmern gehen in Richtung ergonomisches Design. Speziell Hochleistungs-E-Sportler haben erkannt, dass durch einen ergonomischen Aufbau des „Arbeitsplatzes“ die Leistung verbessert und optimiert werden kann. Weiterhin wird der Körper möglichst wenig mit schädlichen Einflüssen belastet.

Ein Beispiel hierfür sind die sogenannten „Gamer-Stühle“ – diese sind im Prinzip ergonomische Bürostühle, die etwas aufwendiger gestylt sind, aber trotzdem sehr gut auf den Rücken aufpassen. Generell werden de facto beim Aufbau der Plätze viele Prinzipien umgesetzt, die auch für Büroarbeitsplätze gefordert sind: ergonomische Sitzhaltung, angepasste Monitorposition gegen Nackenprobleme und reflexionsfreie Beleuchtung. Diese soll dazu beitragen, dass die Augen nicht vorschnell ermüden und wehtun. Dies wird in Büros meist durch großflächige Deckenbeleuchtung oder Deckenfluter sichergestellt. Mit den heutzutage immer günstiger erhältlichen LED-Panel, beispielsweise bei Ledpanelgrosshandel, lassen sich verschiedenste Umgebungen gestalten.

Auf diese Weise erzeugen auch nicht-mattierte Monitore wenig störende Reflexionen.

Generell sollten harte bzw. große Kontrastverhältnisse vermieden werden, um das Auge nicht allzu sehr abzulenken.

Räumliche Eindrücke durch Lichtführung

Räume können durch gezielten Einsatz von Helligkeitsverläufen optisch tiefer und größer wirken. LED Einbauspots haben sich hier seit Jahren bewährt. Diese können unter anderem in abgehängten Decken oder unter Regalböden von offenen Schränken eingebaut werden bzw. Ablagen erhellen. Sehr edel sieht es aus, wenn einzelne Regale mit Artikeln wie Schachteln einer Special Edition illuminiert werden. Zu diesen Zwecken lassen sich einige Spots dreh- und schwenkbar einbauen.

Auch lässt sich mit geschickt angebrachten Spots der Bereich hinter dem Monitor aufhellen, was zur Schonung der Augen beiträgt. Je nach Farbkonzept können neuere LED Einbauspots sogar in RGB Farben leuchten. Bei Verwendung im Rahmen von nachträglichen Einbauten können Spots gekauft werden, die über eine Funksteuerung verfügen. Auf diese Weise müssen keine speziellen Steuerleitungen verlegt werden, sondern die Lichtfarbe kann ggf. sogar mit den restlichen RGB-Lichtquellen im Raum abgestimmt werden.

Einfluss von Licht aus physiologischer Sicht

Licht beeinflusst mit den jeweiligen Spektralanteilen unser Wohlbefinden. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass tageslichtähnliches Licht mit einem hohen Blauanteil anregend wirkt aufgrund vermehrter Produktion von Melatonin und Serotonin – Rotanteile im Licht (welches dann gelblich wirkt) wirken eher entspannend. Bei weißen Leuchtmitteln ist jeweils die Lichtfarbe angegeben. Hohe Werte in der Größenordnung von 6500K stehen für eher bläuliches Licht, während niedrige Werte unter 3000K ein eher gelbliches Licht vergleichbar Halogenlampen und Glühbirnen bedeuten. Die Lichtfarben sollten möglichst einheitlich sein, da sonst sogenanntes Mischlicht entsteht, welches empfindliche Personen in der Wahrnehmung irritieren kann.

Ausleuchtung für Streaming

Ganz anderen Herausforderungen muss sich ein Gamerzimmer stellen, wenn die Sessions aufgezeichnet oder sogar gestreamt werden sollen. Hier ist eine gute Ausleuchtung der Personen vor der Kamera (die meist gleichzeitig vor dem Monitor sitzen) immens wichtig. Für den Betrachter ist meist eine weiche Ausleuchtung angenehm, welche mit Punktlichtquellen wie Spots oder Leuchten mit normalen Glühbirnen nicht erreicht wird. Hier sind Flächenlichtquellen oder großzügig verlegte Lichtbänder im Vorteil, da diese wenig Schlagschatten hinterlassen – gerade unter den Augen.

Gleichzeitig muss eine gewisse Helligkeit sichergestellt werden, damit die verwendete Kamera möglichst wenig Rauschen zeigt. Dies kann man beispielsweise mit Panels oder Kacheln erreichen, die als Deckenbestandteil oder Wandmontage eingesetzt werden können. Räumliche Tiefe kann im Hintergrund des Zimmers mit einigen Spots oder gedimmten Lichtschläuchen erreicht werden.