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DAB+ – Niedersachsen stimmt Antrag zu: das digitale Radio abzuschalten

Der niedersächsische Landtag hat am 19. Juni 2019 einen Antrag einstimmig angenommen, der die Förderung von DAB+ beenden will. DAB+ habe sich nicht durchgesetzt und sei Geldverschwendung und lediglich eine Übergangslösung. Dazu äußerte sich  Peter Lepper, Gründer und Geschäftsführer der TechniSat Digital GmbH in einem offenen Brief:

DAB+ gibt es in der BRD fast flächendeckend. Wenn es irgendwo Lücken gibt, dann in Norddeutschland. Durch DAB+ hat Berlin eine noch größere Radiovielfalt bekommen. In Bayern ist die Radiovielfalt sogar noch viel größer dank DAB+. Die niedersächsische Landesregierung werde nun aufgefordert die Beendigung von DAB+ umzusetzen. In Deutschland höre man heute Radio noch immer zu 92% über UKW und nur etwa 10% der Rundfunkhörer nutzen DAB+ – so die Behauptung.

DAB+ hat sich eindeutig durchgesetzt in Deutschland, der Schweiz, Norwegen und anderen Ländern. Auch in Österreich hat die Einführung von DAB+ 2018 begonnen. Ebenso in Frankreich und in anderen europäischen Ländern. In Großbritannien ist DAB+ bereits seit einer Dekade ein großer Erfolg. Der Bauer Verlag aus Hamburg betreibt in England über DAB+ die meisten Privatprogramme. 5G kann kein vernünftiger Radioübertragungsstandard werden. Außerdem dauert es viele Jahre, bevor 5G flächendeckend vorhanden sein wird. Bis jetzt ist es dank der „grandiosen“ Politik noch nicht einmal gelungen LTE flächendeckend auszubreiten. Internetradio kann eine Ergänzung sein, nicht aber die Radiobasis. Das kann nur DAB+ schaffen. DAB+ sorgt für Vielfalt. Alleine auch deshalb, weil es frequenzschonend dank der Möglichkeit der Gleichwellennetze ist und so die Senderanzahl größer als über UKW sein wird.

(es wurden nur Auszüge von uns hier abgedruckt, den kompletten offenen Brief gibt es bei TechniSat)

 

 

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