ARMa Reforger

Das neue ARMA nennt sich „Reforger“ – ARMA 4 angekündigt

Seit ARMA 3 erschien, sind nun einige Jahre vergangen. Die große Community um die altgediente MilSim-Reihe, die mit dem großartigen „Operation Flashpoint“ begann, wartete heute allerdings vergeblich auf die Ankündigung des Nachfolgers ARMA 4. Obwohl es natürlich trotzdem einen Hinweis darauf gab, gibt es doch grandiose News rund um das Spiel.

Entwickler Bohemia Interactive lud heute Abend zum exklusiven Livestream und gab in stark aus den 80er Jahren wirkenden Klamotten und Kulissen einen ersten Einblick auf die Zukunft von ARMA als Militärsimulation. So gab es nach einer kurzen Ansprache des Studiobosses Marek Španěl auch einen kleinen Logo-Teaser zu ARMA 4. Die wirkliche Neuigkeit ist aber die heutige Veröffentlichung der Sandbox-Umgebung ARMA: Reforger. Damit bringt Bohemia die beliebte Karte Everon aus dem ersten Teil der Serie „Operation Flashpoint“, mit dem das Studio bereits im Jahr 2001 Maßstäbe für die Spieleindustrie setzte. Hier wurden Kämpfe auf großen Karten mit Fahr- und Flugzeugen definiert.

Feuergefechte sind prächtig und fühlen sich immersiv an

ARMA wird reformiert

All das und noch mehr will man mit ARMA: Reforger der Community bieten. Reforger bedeutet soviel wie Reformer und Reformen hat sich Bohemia wohl nach den durchwachsenen letzten Jahren mit einem verbuggten ARMA 3 und dem schleppend entwickelten DayZ SA auf die virtuellen Fahnen geschrieben. ARMA: Reforger nutzt auch schon die neue Version der Enfusion Engine, die seit dem ersten Spiel der Serie stetig weiterentwickelt wurde. Vor ein paar Wochen wurden schon einige Bilder veröffentlicht, die uns auf ein grafisches Update vorbereiteten. Auf den ersten Blick ist das Spiel schön anzusehen, aber man merkt auch, dass es eben ein ARMA ist. Eine Grafikpracht wie in aktuellen Demos der Unreal Engine suchen wir vergeblich. Dennoch – ARMA und DayZ sahen und sehen nie schlecht aus. Es gibt viele Details, realistische Texturen und eben einen ganz eigenen Grafikstil. Reforger ändert aber auch etwas an der Spielweise. So will man die Bedienung des Spiel deutlich vereinfachen und so sagte der zuständige Entwickler im Stream, dass man auf „merkwürdige und nervige Minigames in der UI“ verzichten wollte. Und das hat man unserer Meinung sehr gut erreicht. Die Bewegungen sind weniger hakelig und alle Animationen haben weiche Übergänge. Menüführungen mit Auswahl sind einfacher und übersichtlicher gestaltet. Auch die gesamte Steuerung ist nun etwas mehr in Richtung Arcade vereinfacht und deutlich angenehmer. Auch die Fahrzeuge steuern sich wirklich wunderbar und auch hier lag der Fokus auf Benutzerfreundlichkeit.

Grandiose Naturdarstellung in ARMA Reforger

Was die neue Enfusion Engine leistet

Im Editor von Workbench 2.1 können Modder ihre eigenen Szenarien erstellen

Klar wird betont, dass man ARMA: Reforger seit bereits 5 Jahren mit klarem Fokus auf die Community entwickelt hat. So bietet man Modsupport und mit dem „Gamemaster-Modus“ kehr auch der beliebte „Zeus“ wieder zurück. So können wir als Gamemaster eine Partie erstellen und direkt, wie ein Gott, in das Spiel eingreifen. Soldaten, Fahrzeuge oder Gegner spawnen oder gar Blitze einschlagen lassen. Auch Mods können mit dem umfassenden Toolset „Workbench 2.1“, ohne Drittprogramme erstellt und direkt in einem eigenen Workshop angeboten werden. So hebelt man Steam aus und bringt die Community auf der eigenen Plattform zusammen. So soll auch die Community in die Zukunft von ARMA eingebunden werden. Modding ist nun sogar für die Spieler auf Konsolen möglich. Auch Crossplay wird ein großes Thema sein. Leider ist noch kein Singleplayer, wie etwa ein Remake der Kampagne von Operation Flashpoint verfügbar, wir glauben aber, dass sich dies bald ändert.

Das Beste daran: Das neue ARMA: Reforger ist ab sofort für 29,99 Euro auf Steam verfügbar.