Deutschland und das Spielautomatengesetz in 2020/21

Lange mussten die deutschen Spieler darauf warten, aber nun ist es endlich soweit. Die neue überarbeitete Ausgabe des mittlerweile vierten Glücksspielvertrages soll bis zum 1. Juli 2021 in Kraft treten. Die ersten Länder haben bereits angefangen, sich für oder gegen die einzelnen Bestimmungen auszusprechen. Was sich im Einzelnen sowohl für Online-Casinos als auch für den Spieler ändert, haben wir zusammengefasst.

Ein Vertrag mit Geschichte

Bereits 2008 erschien die erste Version des Staatsvertrages zum Glücksspielwesen in Deutschland. Damals schuf er die ersten Rahmenbedingungen für eine Veranstaltung von Glücksspiel auf deutschem Boden. Aufgrund einiger Ministerpräsidenten der jeweiligen Bundesländer wurde der Vertrag Ende Dezember 2011 jedoch wieder außer Kraft gesetzt. Zu diesem Datum hätte er nämlich verlängert werden sollen. Man sah aber höhere Vorteile für das eigene Bundesland und entschied sich daher dagegen, ein einen ganzheitlichen Staatsvertrag weiterlaufen zu lassen. Erst 2012 trat dann eine Erweiterung in Kraft, der die Missstände beheben und die Spieler stärker schützen sollte. Ein zweiter Glücksspielvertrag 2018 sollte diesen ablösen. Sein Inkrafttreten scheiterte an der fehlenden Ratifizierung einiger Bundesländer. 2020 ist das Jahr, in dem sich nun endlich alle Bundesländer einigten.

Der Vorteil deutscher Lizenzen

Ganz grundlegend ist, dass das bisher eigentlich illegale Glücksspiel im Internet erlaubt werden soll. Damit geben die Bundesländer den Forderungen vieler Bürger nach und beschließen, dass sie das erlauben, was sie sowieso nicht verhindern können. Spiele wie Online-Poker, Online-Roulett oder online Automatenspiele sind künftig offiziell erlaubt. Um dem Spieler jedoch auch genügend Schutz zu bieten, werden mit dem Glücksspielstaatsvertrag Casinos in Deutschland legalisiert und ihnen strenge Regeln zum Spielerschutz auferlegt.

Das heißt, dass Deutschland nun offiziell Lizenzen verteilt. Bisher sind die meisten Online Casinos in den Staaten Malta oder Curacao legalisiert und lizenziert. Das bedeutet, dass sie auch nur der jeweiligen Landesbehörde zur Regulierung und Kontrolle unterliegen. Auch wenn Casinos mit einer maltesischen Lizenz europäischem Recht unterstehen, so hat ein Spieler in einem von Deutschland legalisierten Online-Casino deutlich mehr Rechte. Sollte es also jemals Unstimmigkeiten bezüglich der Auszahlung oder der Spielbedingungen geben, wird das deutsche Gesetz eher zugunsten der Spieler entscheiden. Klicken Sie hier und schauen Sie sich an, was Casinos schon heute bieten können.

Auf welche Änderungen müssen sich Spieler einstellen?

Grundlegend ist, dass der maximale Spielbetrag pro Spieler auf 1000 € pro Monat beschränkt werden soll. Dies wurde so festgelegt, um Spielsucht vorzubeugen. Dieser Betrag gilt übergreifend für alle Seiten. Das bedeutet, dass der Spieler nicht einfach in einem anderen Online-Casino weitere 1000 € auf sein Kundenkonto pro Monat laden kann. Und dies zu kontrollieren, wurde eine Kontrollinstanz für Spielschutz gegründet. Alle in Deutschland lizenzierten und legalisierten Casinos müssen ihre Spieler und deren Einzahlungen an diese nationale Spielerkartei weitergeben. Sie kontrolliert, ob der Spieler auch in anderen Online-Casinos aktiv ist. Außerdem sollen Rolls auf einen Maximalbetrag von 1 € pro Spin beschränkt werden. Momentan wird noch über die Spielzeit im Casino verhandelt. Es wird überlegt, die maximale Spielzeit auf 10 Stunden pro Woche zu beschränken. Dafür sind jedoch technische Voraussetzungen nötig, die kaum ein Casino aufweist. Die Umsetzung einer solchen Spielzeitbegrenzung ist daher nicht wahrscheinlich.

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