Bild: Eposmaker & PE

Epomaker TH85 im Test: Kompakt, flexibel und preisgünstig

Wer auf der Suche nach einer kompakten, vielseitigen und vor allem preisgünstigen mechanischen Tastatur ist, wird beim Keyboard- und Maus-Spezialisten Epomaker garantiert fündig. Das riesige Sortiment wirkt auf den ersten Blick fast schon überwältigend, doch es findet sich garantiert genau das Modell, das den individuellen Ansprüchen entspricht – und das nicht nur in Bezug auf die verbaute Technik oder das Tastenlayout, sondern auch bei der Farbauswahl, die nahezu jede Kombination ermöglicht. Wir haben uns das aktuelle 75%-TKL-Keyboard Epomaker TH85 mit Hot-Swap-Support, Triple-Mode-Verbindung und PBT-Keycaps mit Cherry-Profil genauer angeschaut und verraten euch, ob sich eine Investition von knapp 70 Euro lohnt.

Epomaker TH85 im Überblick:

  • 75% Layout, 84 Tasten, ANSI US-Layout
  • Hot-Swap-Support für mechanische Switches
  • Verbindung: USB, 2,4-GHz, Bluetooth 5.0
  • Robustes PBT-Keycap-Set, Cherry-Profil
  • Fünf Schichten Dämmung für leisen Betrieb
  • N-Key Rollover mit bis zu 1000 Hz Polling Rate
  • Akku: 4000 mAh
  • Individuelle RGB-Beleuchtung mittels VIA-Software

Lieferumfang & Ersteindruck

Schon beim Auspacken macht die Epomaker TH85 einen sehr guten Eindruck. Das Keyboard im 75%-Formfaktor mit 84 Tasten ohne Nummernblock ist mit einer Länge von rund 35 cm, einer Breite von 14 cm und einer Höhe von 4,2 cm kompakt gehalten und wiegt etwas über 900 Gramm. Auf der Webseite von Epomaker ist an einigen Stellen im Text als Größe 80% angeben, was wir nicht ganz nachvollziehen können, da dann in der Regeln mit 88 Tasten gearbeitet wird. Aber die TKL-Verwirrung stellt jetzt natürlich kein KO-Kriterium dar. Die Verarbeitung ist sehr gut, das Kunststoffgehäuse robust und die PBT-Keycaps im Cherry-Profil bieten eine angenehme Haptik und dank doppelt gegossener Fertigung Langlebigkeit. Ein Metallgehäuse für verbesserte Stabilität sollte man bei diesem Preis allerdings nicht erwarten.

Neben der Tastatur sind im Lieferumfang ein hochwertiges USB-A-auf-USB-C-Kabel, ein 2,4-GHz-Dongle, ein kombinierter Keycap- und Switch-Abzieher, zwei Reserveschalter, eine sehr knapp gehaltene Anleitung sowie erfreulicherweise eine Plastik-Staubschutzhaube mit Epomaker-Branding enthalten. Die Aufsteller an der Unterseite ermöglichen eine zweifache Verstellung des Neigungswinkels. Apropos Aufsteller: Der 2,4-GHz-Transmitter ist gut verstaut unterhalb des rechten Aufstellers (von der Rückseite aus betrachtet) und kann leicht übersehen werden, da sich in der beiliegenden Anleitung kein Hinweis auf dessen Standort befindet. Am besten lädt man sich das komplette Handbuch von der Epomaker-Website herunter, um sich mit allen Feinheiten der Hardware vertraut zu machen.

Beim Kauf sollte jedoch beachtet werden, dass die Tastatur über ein amerikanisches QWERTY-Layout verfügt. Dies hat zur Folge, dass nicht nur die Z- und Y-Taste vertauscht sind, sondern sich auch die meisten Sonderzeichen nicht an der gewohnten Stelle befinden. Selbstverständlich lässt sich die TH85 unter Windows einwandfrei nutzen und mit einem Satz passender Keycaps lässt sich zudem das gewohnte QWERZ-Layout herstellen.

Technik, Setup & Software

Die Epomaker TH85 zeigt sich von Haus aus anschlussfreudig: Neben dem kabelgebundenen Betrieb kann das Keyboard auch per Bluetooth 5.0 oder 2,4 GHz-Funk mit einem PC, Mac, einer Konsole oder einem Smartphone verbunden werden. Wichtig für Gamer: Der Hersteller gibt die Latenz – also die Verzögerung zwischen Tastatureingabe und Ausführung – für den kabelgebundenen Betrieb mit 2 ms an. Bei einer Funkverbindung erhöht sie sich auf ebenfalls kaum wahrnehmbare 5 ms, bei Bluetooth-Betrieb auf 11 ms. Wenn es um schnelle Reaktionen geht, beispielsweise bei Online-Shootern, sollte dann schon das USB-Kabel genutzt werden. Das N-Key-Rollover sorgt dafür, dass auch bei vielen gleichzeitigen Tastenanschlägen keine Eingabe verloren geht.

Das Hot-Swap-Support-System ermöglicht den einfachen und schnellen Austausch der Switches im MX-kompatiblen 5-Pin-System ohne einen Lötkolben benutzen zu müssen. In unserem Testmodell waren die linearen Epomaker Creamy Jade Switches verbaut. Sie benötigen sehr wenig Kraft und geben bei der Betätigung ein gedämpftes Klickgeräusch ab. Wer mag, kann aber auch optische Switches oder besonders leise Sets wie die Silent Blue nutzen – die Auswahl ist groß und der Austausch kinderleicht.

Bekanntlich tippt das Auge ja mit und so ist die TH85 auch mit einer individuell anpassbaren RGB-Beleuchtung ausgestattet. Die LEDs befinden sich nicht nur unterhalb der Keycaps, sondern auch in einem Band rund um das Gehäuse, was für einen schicken Farbeffekt sorgt. Um die Lichteffekte und weitere Funktionen der Tastatur vollständig nutzen und nach den eigenen Wünschen anpassen zu können, wird eine Software benötigt.

Hier bietet Epomaker keine eigene proprietäre Lösung an, sondern greift auf das Open-Source-Tool VIA (Virtual Keyboard Interface) zurück. Um dieses mit der TH85 nutzen zu können, muss zudem eine Datei im JSON-JavaScript-Format heruntergeladen werden. Diese findet sich zusammen mit dem VIA-Tool selbst bequem zum Download auf der Website von Epomaker. Die Lösung funktioniert, erscheint uns aber etwas umständlich. Wir würden uns wünschen, dass der Hersteller in Zukunft eine eigene Applikation zur Verfügung stellt.

Fazit

Die Epomaker TH85 ist eine vielseitige, kompakte und hochwertige Tastatur, die sowohl Gamer als auch Vielschreiber überzeugt. Die Hot-Swap-Funktion, die gleich drei Verbindungsarten mit geringer Latenz und das angenehme Schreibgefühl machen die Tastatur zu einem echten Allrounder, die sich für den täglichen Office-Gebrauch und dank der präzisen Eingabe und dem einfachen Austausch der Switches auch für Gaming bestens eignet. Beachtlich ist auch die Akkulaufzeit, die für mehrere Tage Arbeiten oder Spielen ausreicht, sofern die RGB-Beleuchtung nicht dauerhaft eingeschaltet ist. Für den fairen Preis von aktuell knapp 70 Euro bekommt ihr ein rundum gelungenes Produkt, das mit seiner Vielseitigkeit und hohen Verarbeitungsqualität überzeugt – egal, ob ihr es am PC, an der Konsole oder unterwegs am Notebook verwendet.

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... wenn es einen Stecker hat, dann wird es getestet. Spielt aktuell die meiste Zeit Destiny 2 auf PS5 oder Gunhed auf der guten alten PC Engine.