Nach der erfolgreichen Kickstarter-Kampagne zu Beginn des Jahres geht es bei Indiegogo in die zweite Runde

Das Potsdamer Unternehmen Feelbelt hat heute eine Indiegogo-Kampagne für ihr gleichnamiges Haptic Feedback-Gadget gelauncht. Mit der Kampagne soll an den Erfolg der Kickstarter-Kampagne angeknüpft werden, die von April bis Juni 2020 lief und über 300% des im Vorfeld festgesetzten Fundingziels erreichte. Die Gründer gehen nun einen Schritt weiter und starten eine „InDemand“ Kampagne auf der weltweit aktiven Crowdfunding-Plattform Indiegogo. Der Feelbelt ist zu einem limitierten Vorbestellungspreis von 219€ verfügbar. Der spätere Retail-Preis wird bei 329€ liegen, die Kampagne gewährt somit einen Rabatt von über 33%. Das Gadget findet Anwendung in den Bereichen Gaming, VR, Musik und Film und basiert auf einem patentierten Verfahren, welches haptisches Feedback synchron zu jeder Soundfrequenz erzeugt.

Der Feelbelt ermöglicht seinen Nutzern das Fühlen des gesamten Frequenzspektrums. Er wird um die Hüfte getragen und überträgt alle Audiofrequenzen von 1-20,000Hz direkt auf die Haut und eröffnet Gamern und Musikliebhabern eine neue Dimension der Wahrnehmung von Multimedia-Inhalten. Die patentierte Technologie nutzt zehn Impulsgeber, um ein komplexes Feedback aus allen Richtungen zu erzeugen. Im Gegensatz zum Feelbelt verfügen vergleichbare Produkte über nur einen Impulsgeber und übertragen ausschließlich Bass.

„Unsere Vision ist es, einen besonderen Entertainment-Faktor zu schaffen. Im Bereich Gaming bieten wir einen extremen Mehrwert – sowohl für professionelle Gamer, denen der Feelbelt einen taktischen Vorteil bietet, als auch für Hobby-Gamer, die ihre Games noch realistischer und intensiver erleben.“, sagt Geschäftsführer und Co-Founder Benjamin Heese. „Neben dem Entertainment Faktor schaffen wir speziell für Menschen mit Höreinschränkungen und für taube Menschen einen Zugang zum Immersions-Erlebnis, da erstmals alle Frequenzen des Inhalts spürbar werden. Somit können sie auch die emotionale Situation in Gaming, Film und Musik unterscheiden, was für uns normal Hörende selbstverständlich ist.“, erklärt Benjamin Heese.

Mit der bis Oktober angesetzten Indiegogoampagne verfolgt das Startup das Ziel, die Bekanntheit ihrer Produktinnovation weltweit unter den Early Adaptern der Tech- und Gaming-Szene sowie im Inklusionsbereich zu steigern. Wie bei der vorangegangenen Kickstarter-Kampagne können die Projektunterstützer den Feelbelt vorbestellen und erhalten diesen nach Beendigung der ersten Produktionsphase.

„Insbesondere für Start-Ups wie uns, die vor ihrer ersten Produktionswelle stehen, ist nun auch Indiegogo eine gute Möglichkeit, um die zu produzierende Stückzahl unserer ersten großen Produktionswelle mit dem finalen Produkt gut einschätzen zu können.“, meint CEO Benjamin Heese hinzu. Auch wenn das junge Unternehmen schon seit Ende 2018 in der Entwicklung und Produktion erfolgreich mit lokalen Partnern aus Berlin zusammenarbeitet, ist die erneute Kampagne ein wichtiger Schritt für die Finanzierung der ersten Produktionswelle und für die Etablierung am Markt.

Mit dem haptischen Feedback des Gadgets wird das klassische Gaming-Erlebnis um eine neue Dimension der Wahrnehmung ergänzt. Nutzer können ihr volles Potenzial in den beiden Welten Gaming und VR ausschöpfen und noch tiefer in virtuelle Abenteuer abtauchen. Die emotionalere und realistischere Wahrnehmung von Games durch den Feelbelt führt zu besseren Leistungen durch eine erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit. Auch für Musik- und Filmliebhaber ermöglicht der Feelbelt eine neue Erfahrung, denn das haptische Feedback schafft die Atmosphäre von Konzerten nachzubilden und Handlungen noch realistischer darzustellen.

Derzeit sind mit Neuroscience und Healing zwei neue Anwendungsbereiche des Feelbelt in der Entwicklung. Inwiefern der Feelbelt mit Hirnfrequenzen zusammenhängt, die Hirnaktivitäten steigern und unterbewusste Emotionen aktivieren kann, wird aktuell mit einer groß angelegten Studie eines neurowissenschaftlichen Instituts in Deutschland untersucht. Die ersten Probanden-Ergebnisse zeigen bereits jetzt eine sehr interessante Prognose auf.

 

Yasmine Moreau
Account-Managerin und Redakteurin, liebt die Schweizer Alpen und deren Schokolade, zockt auch gerne hin und wieder mal