Bild: FIFINE & PE

FIFINE Ampligame A8 – preiswertes USB-Mikrofon im Test

Wir haben ja nun schon so einige Mikrofon getestet und so finden auch Geräte weniger bekannter Hersteller ihren Weg in den europäischen Markt. Das freut uns natürlich sehr, den Konkurrenz belebt das Geschäft und so manche Innovation kam erst so zu einem großen Erfolg. FIFINE, ein chinesischer Hersteller, der bereits seit 2009 am asiatischen Markt Headsets, Mikrofone und Webcams vertreibt, hat uns gebeten eines seiner USB-Mikrofone zu testen und vorzustellen.

Lieferumfang und Verarbeitung

Mit Licht und Spinne

Mit Standfuß und Spinne – Fifine Ampligame A8

Der kompakte Pappkarton hatte einen weiten Weg direkt aus China zu uns und das kann man ihm leider ansehen. Nichtsdestotrotz hat es der Inhalt unbeschadet zu uns geschafft. Der ist glücklicherweise überschaubar, denn so gibt es weniger Zubehör zu verbummeln. Im Karton finden sich neben dem Mikrofon, zu dem wir gleich kommen, es abnehmbarer Popfilter aus feinem Metallblech, ein Standfuß aus Kunststoff, ein 2 Meter langes Kabel und ein Montageadapter für die Befestigung an einem Schwenkarm oder Stativ. All diese Teile bieten im ersten Eindruck ein hochwertiges Gesamtbild. Das Mikrofon ist in drei Farben erhältlich, die uns vorliegende schwarze Version, eine weiße Version und eine pinke Variante. Der Standfuß ist zwar aus Plastik, hat aber im Fuß eine gummierte Metallplatte, die ihm einen festen Stand verleiht. Das Kabel bietet eine Verbindung von USB-C auf USB-A. Es ist lang genug, um das Mikrofon variabel einzusetzen. Der Popfilter aus Metallblech hat uns etwas überrascht, findet man solche Exemplare doch heute nur bei der teuren Konkurrenz. Wie gut er funktioniert, wird sich später zeigen – oder hören. Das Logo des Herstellers FIFINE, ein Grinsegesicht, ist darauf ganz zaghaft lackiert. Der Schriftzug des Herstellers ist auf der Halterung zu lesen.

Das Zubehör der Ampligame A8 ist überschaubar

Das Mikrofon steckt in einer sogenannten Spinne und ist damit beweglich und entkoppelt aufgehängt. Auch dies ist ein Feature, dass wir nicht erwartet hätten. Diese Montage ist sinnvoll, weil so Vibrationen und Erschütterungen nicht an die Mikrofonkapsel gelangen. Gerade bei einem Standfuß, bei dem das Mikrofon sich vor uns auf dem Tisch befindet, macht das Sinn. Hut ab! Die Spinne ist ebenfalls aus Kunststoff und macht wie alle übrigen Komponenten einen robusten Eindruck. Auch das etwa 15 Zentimeter lange, und im Durchmesser 5,5 Zentimeter messende Gehäuse des Mikrofons, ist aus Kunststoff. Ein Ausschnitt mit einem feinen Kunststoffgeflecht und weißem Schaumstoff verdeckt die Mikrofonkapsel. An der Oberseite ist ein Touch-Button verbaut, mit dem wir es still schalten können. An der Unterseite befinden sich der USB-C-Anschluss und ein 3,5 Millimeter Klinkenausgang fürs mithören per Kopfhörer. Zudem gibt es einen Drehregler für die Empfindlichkeit und einen Touch-Button für die Wahl der RGB-Beleuchtung an der Rückseite. Waaaas?! Das Mikrofon hat RGB? Natürlich, immerhin ist das heute modern und offensichtlich so beliebt, dass es selbst bei Mikrofonen nicht fehlen darf. Das gesamte Design ist funktional, praktisch und bedient sich mit einigen Elementen bei ähnlichen Produkten. Grundsätzlich wirkt alles gut durchdacht und modern.

Montage und Betrieb

Plug & Play ohne Schnickschnack

Freundlicherweise ist das Mikrofon an seinem Standfuß schon vormontiert, weswegen wir eigentlich nur das Kabel einstecken müssen, um es in Betrieb zu nehmen. Es ist also ein reines Plug & Play Gerät. So ist also auch keine Softwareinstallation nötig. Um das Fifine Ampligame A8 an einem Stativ oder Schwenkarm zu montieren, nutzen wir den beiliegenden Montageadapter. Auch das ist für jeden Laien, dank der gut bebilderten Anleitung, einfach zu bewerkstelligen.

Per USB-C und Klinke stellen wir Kontakt her

Nachdem wir eine Verbindung zu unserem Rechner hergestellt haben, ist auf den ersten Blick schon die RGB-Beleuchtung zu sehen. Diese verfügt über verschiedene Modi, wobei der Modus mit einem Farbverlauf voreingestellt ist. Dieser sieht auf Anhieb sogar richtig schick aus. Hierbei sind immer zwei zueinander passende Farben in einem Farbverlauf von oben nach unten zu sehen. Die Farben wechseln in einem kurzen Zeitintervall. Mit einem Druck auf die Taste an der Rückseite schalten wir zum nächsten Beleuchtungsmodus um. Bei diesem sind die Farben über das gesamte Mikrofon zu sehen und wechseln in einem kurzen Zeitintervall ineinander. Ein erneuter Druck auf die Taste wechselt zum nächsten Effekt, bei dem der Farbwechsel durch einen Atemeffekt erfolgt. Weiteres Drücken schaltet dann lediglich die 8 Hauptfarben. Hält man die Taste länger gedrückt, schaltet man die Beleuchtung aus, oder wieder ein. So kann man das Mikrofon in einem gewissen Rahmen an das eigene RGB-Setup anpassen.

Die Beleuchtung lässt sich mehrfach variieren

Für den audiotechnischen Betrieb, wählen wir das Mikrofon im Betriebssystem als Soundquelle aus, können es dann mit einem angeschlossenen Kopfhörer als Soundkarte verwenden und unsere Stimmaufnahme live abhören. Die Einstellungen lassen uns aber leider keinen Spielraum was die Abtastraten angeht. Für die Aufnahme und die Wiedergabe stehen entweder 44100 Hz oder 48000 Hz bei maximal 16 Bit zur Verfügung. Das reicht jedoch für die meisten Anwendungen absolut aus. Die Empfindlichkeit verändern wir mit dem kleinen Drehregler an der unteren Rückseite. Um das Mikrofon stumm zu schalten, berühren wir an der Oberseite einen Touch-Schalter. Das wars dann auch schon. Einfache Bedienung und Plug & Play.

Der Sound

Stark im Bassbereich

Das Fifine Ampligame A8 ist ein Kondensator-Mikrofon. Das bedeutet, dass die Kapsel recht empfindlich ist und meist auch viele Nebengeräusche mitnimmt. Daher sollte man sich intensiv mit den Einstellungen befassen. Die Kapsel arbeitet in Nierencharakteristik, in einem Frequenzbereich von 50 Hz bis 20.000 Hz. Im Test konnten wir bei unseren Aufnahmen den Pegel und die Empfindlichkeit stark zurücknehmen, das Mikrofon kann also wirklich sehr empfindlich eingestellt werden. Allgemein können wir dem Ampligame A8 einen recht guten und warmen Klang bescheinigen, allerdings fiel uns auf, dass das Mikrofon die Bassfrequenzen sehr dominant abbildet. Gerade im Nahbereich, wird der Bass in der Stimme fast schon zu stark betont. Eine Software mit eigenem Equalizer könnte Abhilfe schaffen. Auch die Mitten werden gut abgebildet, leider fehlt es aber etwas bei den höheren Frequenzen. Hier würden wir uns mehr Betonung wünschen. Steht das Mikrofon aber auf dem Tisch, ist der Abstand perfekt, um eine ausgewogene Aufnahme zu bieten. Die Aufhängung in einer Spinne ist nützlich, aber bedauerlicherweise nicht perfekt. Sie entkoppelt ungünstigerweise nicht in dem Umfang von Vibrationen, wie es zu erwarten wäre. Der Popfilter macht seine Sache gut, obwohl es sicher auch noch besser geht. Hier könnt ihr eine Testaufnahme des Mikrofons hören.

Eine Testaufnahme mit dem Fifine Ampligame A8
Die Frequenzanalyse mit weißem Rauschen zeigt die deutliche Bassausprägung

Fazit

Top Leistung für den Preis

Das Fifine Ampligame A8 macht in puncto Verarbeitung und Design einen robusten und funktionellen Eindruck. Alle Einzelteile sind sauber verarbeitet und das Design orientiert sich an den üblichen Merkmalen eines USB-Mikrofons. Die RGB-Beleuchtung ist schick und bietet viele Variationsmöglichkeiten. Sie lässt das Mikrofon aber auch weniger professionell erscheinen. Es ist aber auch klar auf einen bestimmten Kundenbereich ausgerichtet. Das Mikrofon kann als idealer Einstieg in das Livestreaming von Gamingcontent betrachtet werden. Die Inbetriebnahme ist einfach und selbst die Montage an einem Stativ durch einen beiliegenden Adapter möglich. Die Entkoppelung durch die Spinne ist sinnvoll, aber nicht perfekt gelöst. Leider schirmt sie nicht alle Vibrationen ab. Der praktische Popfilter erfüllt seinen Zweck sehr gut. Der Sound ist warm und etwas basslastig, was aber durch die bevorzugte Besprechungsentfernung von mindesten 30 Zentimeter gut ausgeglichen wird. Die Empfindlichkeit ist hervorragend und so hat man eine Menge Spielraum für die Aufnahmen. Für einen aktuellen Preis von 65 Euro können wir das Fifine Ampligame A8 als USB-Mikrofon wärmstens empfehlen. Hier bekommt man eine sehr gute Leistung für sein Geld.

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  • 【Verschiedene und Steuerbare RGB】Drei Beleuchtungsmodi zeigen Ihnen bis zu 9 Arten von RGB-Lichtfarben. Die RGB-Steuerungstaste bietet Ihnen eine einfache Möglichkeit, den Modus oder die Farbe auszuwählen, um einen Unterschied zu Gaming-Szenen zu machen. Seine Ästhetik passt gut zu Ihrem Gamer-Setup oder LED-Geräten, um Pop und visuell angenehm zu präsentieren.
  • 【Intuitive Mikrofonsteuerung】Über die 3,5-mm-Kopfhörerbuchse können Sie überwachen, ob Ihr Ton beim Streaming oder bei YouTube-Videos zu leise oder zu rau ist. Mit Echtzeit-Feedback können Sie den Eingangsverstärkungsregler anstelle von Hotkeys bedienen, um die Mikrofonlautstärke anzupassen. Sie können das Mikrofon mit einem Fingertipp stumm schalten, um zu vermeiden, dass man Sie im Chatraum eines Spiels niesen hört.
  • 【Klare Klangqualität】Die Kondensatorkapsel sorgt für einen gleichmäßigen Klang mit höherer Empfindlichkeit und erfasst die Stimme auch bei leisen Tönen sehr gut. Cardioid Pickup-Muster reduziert die meisten Lüfter oder Lüftungsgeräusche von Ihrem PC-Turm. Es hält offensichtlich verbesserte Klangqualität und genaue Chatten mit Gaming-Teamkollegen auf Discord oder Twitch.