Bild: Nubert & PE

Für wahre Leinwandhelden gemacht – Nubert nuSub XW-800 slim im Test

In den 80er Jahren feierten Actionhelden regelrecht Hochkonjunktur, da sie einfach alles in die Luft sprengten und es im Kino so richtig krachen ließen. Auch wenn unserer Helden von einst schon längst in Rente gehen könnten, beweisen sie in der Trilogie The Expenables, dass sie noch längst sich für nichts zu schade sind und auch weiterhin alles imposant in die Luft sprengen können.

Gegenüber den Anfängen des Actionkinos in den 80er und 90er Jahren brauchen wir heute nicht mehr auf dumpfe Röhrenfernseher zurückgreifen. Heute verfügen wir neben großflächigen TV-Geräten für den Sound auch über eine passende Heimkinoanlage, wie sie einst nur in den flotten Kinos vorzufinden war. Angefangen haben wir einst mit den Nubert nuLine 244, die mit ihrem diskreten Auftritt Klangperfektion von feinster audiophiler Qualität liefern und dabei jederzeit neutral und ehrlich bleiben. Aufgrund von Ästhetik und dem räumlichen Angebot haben wir uns einst vom Subwoofer verabschiedet, denn die riesigen Würfel dienten letztendlich auch als Blumenhocker, der Pflanzen zum Tanzen brachte. Platz, den nicht jeder hat oder opfern kann, denn IKEA schreibt einem maßgeblich die Möblierung vor und kennt kein Herz für die Freunde des Heimkinos. Gute Tiefen und Bässe kann die nuLine-Serie liefern, was wir auch mit den nuLine 334 in einem Review lieben lernen konnten. Satte Bässe, kraftvolle Dynamik, aber für den Kick eines Chuck Norris reicht uns das noch nicht. Da kam uns die Einführung des Nubert nuSub XW-800 slim gerade recht, der mit seinen flachen Abmessungen auch einfach unter der Couch platziert werden kann – Bass kann nicht vom menschlichen Gehör geortet werden. Daher kann ein Subwoofer wahllos im Raum aufgestellt werden.

Nubert ist ein 1975 von Günther Nubert gegründetes deutsches Unternehmen aus Schwäbisch Gmünd. Seit nun vier Jahrzehnten baut Nubert Lautsprecher mit höchsten Ansprüchen an Material und Verarbeitung und setzt dabei auf durch und durch ehrliche Lautsprecher, welche den Hi-Fi-Anspruch der bestmöglichen, natürlichen Wiedergabe zu seiner Leitlinie machte. Dabei bietet Nubert ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis von Boxen und bietet neben einer breiten Produktpalette an Boxen auch Verstärker und weitere Hi-Fi-Elektronik an. 

Ersteindruck

Wohnstuben-freundliches Design

Nubert stellte den nuSub XW-800 slim im April dieses Jahres vor und bot die flache Bassflunder zugleich in den Farben Schwarz und Weiß an. Ausgeliefert wird der Subwoofer sehr neutral, denn der Karton weist bis auf den Nubert-Schriftzug keine Produktinformationen vor. Das ist auch gut so, denn Hochglanz-Verpackungen sind nicht gerade nachhaltig. Dafür liegt gut eingebettet und mit wahrer Liebe zur Sorgfalt der nuSub XW-800 slim im Karton, wobei das wenige Zubehör von Netzkabel (3 Meter), 1 x Y-Subwooferkabel (Cinch/2 x Cinch, 3 Meter, Winkelstecker) und gummierten Extra-Füßen separat beiliegt. Eine Bedienungsanleitung gibt es auch, die in mehreren Sprachen für jeden die sofortige Inbetriebnahme möglich macht.

Der Nubert nuSub XW-800 slim trumpft mit seinen flachen Abmessungen auf, die sich bei 14 cm in der Höhe, 54 cm in der Breite und 40 cm in der Tiefe zeigen. Damit kann der Subwoofer ohne Probleme unter einer Couch platziert werden oder reiht sich ästhetisch neben den ebenfalls 14 cm breiten Nubert nuLine 244 ein. Er kann auch hinter die Lautsprecher gestellt werden, hinter einer Couch positioniert werden und dabei sogar einfach an die Wand gehängt werden. Die Möglichkeiten sind gegeben, einen Subwoofer unauffällig im Raum nutzen zu können, ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen – Einfacher gesagt: Der nuSub XW-800 slim ist mit seinem flachen Konzept sehr Wohnstuben-freundlich im Design. Sogenannte Standschienen sind schon vormontiert, die sich gleich als Standfüße etablieren und auch als Wandmontage zum Tragen kommen. Wer den Subwoofer etwas anders aufstellen mag, kann auch beiliegende Füße zurückgreifen, die einfach angeklebt werden.

Nubert wäre nicht Nubert, wenn nicht auch der optische Autritt dem der einstigen Actionhelden auf dem roten Teppich gleichkommt. Die Oberfläche ist wunderbar lackiert worden und nicht einfach so kostengünstig laminiert, wie wir es von diesen teuflischen Würfeln kennen. Nubert nennt die Oberfläche Schleiflack, die weder matt noch hochglänzend in Erscheinung tritt und sich daher auch wunderbar in bestehende Nubertsysteme eingliedern lässt. Die Kanten des Chassis wurden großzügig abgerundet, was auch seinen Reiz hat und bestimmt auch akustische Gründe. Von der Konstruktion her, tritt der XW-800 als Downfire-Subwoofer auf, da sein Basslautsprecher nach unten abstrahlt, während das Bassreflexrohr die Luft seitlich abführen kann. Je nach Aufstellung lächelt einem das Nubert-Logo entgegen und einmal mehr hat uns Nubert mit ihrer makellosen Verarbeitung ins Herz geschlossen. Hier bekommen wir noch Qualität, die garantiert den deutschen Ansprüchen mehr als nur gerecht wird.

Technik

Vollgepackt mit Power

Beim nuSub XW-800 verbaute Nubert einen 224 mm Treiber mit einem extrem langen Hub, welcher mit einer breiten, flexiblen Sicke besonders weite Membranauslenkungen möglich macht. Der großzügig dimensionierte Treiber bietet einen hohen Wirkungsgrad auf und kann hohe Schalldrücke bei geringstmöglichen Verzerrungen erzeugen. Damit alles auch ohne störendes Anschlagen des Basses erfolgt, befindet sich im Inneren noch ein Signalprozessor (DSP), welcher den Subwoofer optimal ansteuert. Das verbaute Verstärkermodul, oder auch als Endstufe bekannt, stammt letztendlich aus der nuPro-Serie und bietet hier 180 Watt Nennleistung bei einer maximalen Leistung von 250 Watt – Da merken die Nachbarn auch was von!

Im Vergleich zum Nubert Subwoofer-Würfel XW-700 verfügt der flache XW-800 über weniger verbauten Raum, was auch etwas weniger Tiefe zur Folge hat. Das ist aber auch logisch, denn je größer ein Subwoofer, desto mehr Tiefe und Dynamik ist möglich. Dafür punktet die flache Bassflunder mit einem höheren Pegel gegenüber dem XW-700.

Die technische Inbetriebnahme ist eigentlich sehr einfach. Einfach das zugehörige Kaltgerätekabel verwenden, das beiliegende Y-Subwooferkabel mit dem AV-Receiver oder Verstärker verbinden – Bei uns ist das der neue Yamaha RX-V6A – Die Einmessung über den AV-Receiver vornehmen und das war es schon. Welche Einstellungen am Subwoofer dazu vorgenommen werden müssen, offenbart die beiliegende Bedienungsanleitung. Dennoch kann auf der Rück- oder Unterseite noch alle personalisiert werden, da hier ein Regler für das Level und Frequenzband eingebracht wurde. Für ein besseres Verständnis ist alles auch wunderbar beleuchtet worden.

Selbstverständlich wurde der Kabelsalat noch beseitigt und der Boden gereinigt.

Da der Bass in einem Raum nicht geortet werden kann, muss ein Subwoofer auch nicht zwingend frontseitig in einem Heimkino aufgebaut werden. Der XW-800 slim zeigt, dass er auch einfach unter die Couch geschoben werden. Da in diesem Fall eine direkte Kabelverbindung mit dem Y-Subwooferkabel sich nur schwer gestalten lässt, bietet Nubert die Möglichkeit der drahtlosen Verbindung an. Mithilfe des nuConnect trx lässt sich das schnell und unproblematisch bewerkstelligen. Durch diese technische Möglichkeit kann der Subwoofer auch in bestehende Aktiv-Boxensysteme und Soundbars integriert werden. Hierzu stellt Nubert euch die App X-Remote zur Seite, um alles auch nach Herzenswünschen personalisieren und einmessen zu können. Da wir aber diese Arbeit dem Yamaha-Receiver überlassen haben, gehen wir nicht weiter darauf ein – Obwohl, das ein ganz geiles Feature ist!

Technik-Interessierten empfehlen wir die Technik-Satt-pdf, die einem viel Aufschluss über eines der zahlreichen oder viele Fragen gibt.

Sound & Klangbild

…macht mächtig Druck!

Nubert spendierte dem nuSub XW-800 slim einen Tieftöner mit Polypropylenmembran, der einen Frequenzbereich von 36 Hertz bis 120  Hertz (-3 dB) ausspuckt. Im direkten Vergleich zum XW-700 Subwoofer, der 26 Hertz bis 120 Hertz liefert, sind hier die Möglichkeiten der Tiefen nicht so ausgeprägt, aber der Druck deutlich stärker und intensiver, obwohl nur bis 36 Hertz gearbeitet wird. Unser Gehör zog den Slim dem Würfel vor, obwohl die technischen Zahlen nicht dafürsprechen.

So ließen wir unterschiedliche Quellen laufen. Da fängt beim einfachen TV-Programm an, geht über diverse Streaming-TV-Portale bis hin zur Vollendung einer 4K UHD. Letzteres haben wir mit dem neuen Matrix Resurrections, der auch über eine deutsche Tonspur in Dolby Atmos verfügt. Gerade hier lässt es Neo so richtig krachen und den flachen Subwoofer mag man nicht mehr missen. Doch zu selten legt man sich heute noch eine Disk ein und Portale wie Netflix, Amazon Video & Co. sind am allabendlichen Couchgelage die erste Wahl. Auf guten Sound brauch man dabei nicht verzichten, denn auch hier wird bei zahlreichen Filmen Dolby Digital Plus angeboten. Ob wohl zwischen dem Subwoofer und unseren nuLine 244 gerade einmal 3 Hertz Unterschied in den Tiefen auf dem Papier stehen, macht sich der Subwoofer deutlich bemerkbar und der noch so kleine verträumte Filmabend wird zu einem Kinobesuch.

Schön und versteckt – Dezente Platzierung eines Subwoofers.

Durch die Möglichkeit, den nuSub XW-800 im Raum an den undenkbarsten Stellen platzieren zu können, sind wir dem auch nachgekommen und haben unsere Ohren auch auf Klangsuche begeben. Dabei stellt die zwar praktische und idealste Lösung unter der Couch den wohl schlechtesten Aufstellort dar, weil hier der Bass unter einer Couch etwas befangen wirken kann. Neben einem Lautsprecher platziert, bietet sicherlich das größte Spektrum, wird aber ein Opfer der Standsicherheit. Als beste Lösung scheint sich die Wandmontage in den Fokus zu stellen, da wir hier nicht nur die beste Dynamik vernommen haben, sondern auch ästhetische Eingliederung in das Wohnambiente geboten wird. Ob nun das Bassreflexrohr dabei zu Seite oder nach Oben zeigt, ist schwer zu beurteilen. Zur Seite wohl, weil hier kein Staub hineinfällt. Nach unten raten wir ab, da sonst ein zu großer Effekt mit dem Fußboden entstehen kann und das unschöne Rumsen sich zeigen kann.

Fazit

Top-Subwoofer, auch für die IKEA Stube

Mit dem nuSub XW-800 slim bietet Nubert einen Subwoofer an, der sich mit seiner flachen Abmessung in so jedes erdenkliche Stübchen integrieren lässt, ohne dabei an Kraft, Volumen und Dynamik einbüßen zu müssen. Sein Auftreten kann gerne als verdeckt oder versteckt bezeichnet werden, während er dennoch den großen Subwoofer-Würfeln schnell Paroli bieten kann. Der XW-800 slim lässt jede Explosion unserer Actionhelden gerne und wiederholt erleben, kann aber auch dezent Musik aufwerten und ein treues Gesamtbild im Heimkino abliefern. Je nach gewünschter Einstellung bläst das Bassreflexrohr die Luft heraus oder sorgt im Kern für den gewissen Bass, der die Tiefen wunderbar verstärkt. Der nuSub XW-800 slim ist der ideale Subwoofer, der fast schon ohne Konkurrenz sich im Heimkino oder bei Aktivlautsprecher einfach integriert und für eine spürbare Aufwertung sorgt. Uns ist bisher in diesem Auftritt kein vergleichbarer Subwoofer untergekommen und daher können wir ihn euch wärmsten empfehlen, denn er liefert einen herausragenden Bass bei guten Tiefen – Alles in kompakten Maßen.

Nubert nuSub XW-800 Slim Wireless Subwoofer Weiß | Lautsprecher für Bass & Effekte | Surround & Action auf höchstem Niveau | Downfiresubwoofer mit Aktiv-Technik | LFE-Box mit 36 Hz | Wandsubwoofer
1 Bewertungen
Nubert nuSub XW-800 Slim Wireless Subwoofer Weiß | Lautsprecher für Bass & Effekte | Surround & Action auf höchstem Niveau | Downfiresubwoofer mit Aktiv-Technik | LFE-Box mit 36 Hz | Wandsubwoofer
  • AUFBAU: Der Subwoofer ist speziell für das Wohnzimmer optimiert, er passt entweder flach an die Wand oder unter die Couch. Dank seines 21 cm (8 Zoll) Chassis spielt er mühelos bis 36 Hz in den Basskeller
  • FUNKTIONEN: Unsere nuSub Woofer können in Pegel und Trennfrequenz am Gerät geregelt werden. Noch mehr Funktionen stehen in der kostenfreien App Nubert X-Remote zur Verfügung. Wireless-Anschluss möglich
  • DETAILS: Einfach an einen Verstärker mit Subwooferausgang anschließen und loslegen. Der Basslautsprecher hat ein Funkmodul integriert, dass mittels optionalem nuConnect trX von jedem Gerät angesprochen werden kann
Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973