In diesem Jahr wurde die gamescom, aufgrund der Coronapandemie, sowie weitere Messen weltweit abgesagt. Doch die Lage scheint sich nun zu beruhigen. Nachdem Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. August untersagt worden, gibt es nun eine neue Regel, in der Messen nicht mehr als Großveranstaltungen gelten und in der Entscheidungskraft der einzelnen Bundesländer liegen. Damit könnte die Durchführung unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln selbst für die gamescom möglich werden. Aktuell ist die Kölnmesse aber damit beschäftigt, erworbene Tickets und Wildcard zu erstatten und das soll in den kommenden Wochen geschehen. Es ist daher wohl eher unwahrscheinlich, dass die weltgrößte Spielemesse doch noch stattfinden wird – auch wäre der Zeitraum zur Vorbereitung viel zu kurz. Vielleicht meldet sich der Veranstalter noch mit einem Statement, auch wenn das nur ein Hauch von Hoffnung für die Gamer ist. Unterstürzt werden die Hoffnungen durch das Auftreten des  Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Armin Laschet, der vermehrt für mehr Lockerungen und eine Rückkehr in die Normalität plädiert.

Der Geschäftsführer vom Verband der Deutschen Messewirtschaft (AUMA) Jörn Holtmeier sagt dazu im Börsenblatt: „Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Neustart der Messewirtschaft, denn Messen werden als Innovations- und Kooperationsplattformen für die Erholung der deutschen Wirtschaft kurz- und mittelfristig wichtige Impulse geben.“

Nachdem nun die gamescom, E3, Paris Game Week und Tokio Game Show abgesagt wurden und vereinzelt nur digital stattfinden, könnte die EGX in Berlin mehr und mehr in den Fokus rücken. Die Messe ist für den Zeitraum vom 30. Oktober bis zum 1. November geplant und liegt damit kurz vor dem Erscheinen der beiden neuen Next-Gen-Konsolen von Sony und Microsoft. Ein öffentlicher Auftritt beider Unternehmen würde zudem die PlayStation 5 und Xbox Series X den Gamern nochmals hautnah vor Ort näher führen. Ob aber die Räumlichkeiten einem so starken Ansturm gewachsen ist, bleibt fraglich. Machbar wäre auf jeden Fall ein öffentlicher Auftritt für alle Publisher.

Yasmine Moreau
Account-Managerin und Redakteurin, liebt die Schweizer Alpen und deren Schokolade, zockt auch gerne hin und wieder mal