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Gaming-Monitor: Was ist zum Zocken besser? Curved oder flat?

Ihr plant die Anschaffung eines neuen Gaming-Monitors? Dann stellt sich unter anderem die Frage, ob es ein Curved oder Flat sein soll. Wir haben beide Varianten unter die Lupe genommen und geprüft, wofür sich gekrümmte Bildschirme besonders eignen und in welchen Fällen ein Flat-Monitor die bessere Wahl ist.

Die wichtigsten Features bei Curved-Monitoren

Der wichtigste Unterschied zwischen einem Flachbildschirm und einem Curved-Monitor ist schon auf den ersten Blick ersichtlich. Curved-Monitore verfügen über einen gebogenen Bildschirm. Doch was bedeutet dies in der Praxis und welche Vorteile sind damit verbunden?

Ein entscheidendes Kriterium beim Kauf eines Curved-Monitors ist der sogenannte R-Wert. Dieser gibt Auskunft, wie stark das Display gekrümmt ist. Angeboten werden die Monitore mit unterschiedlichen Krümmungsradien. Bei einem R-Wert von 1.000 beträgt der Krümmungsradius einen Meter. Bei speziellen Gaming-Monitoren haben sich 1800R, 3.000R sowie 4.000R als gängige Werte etabliert.

Durch den gekrümmten Monitor soll das Bild vom Auge als angenehmer empfunden werden. Dies hängt mit dem peripheren Sehen zusammen, bei dem das Sichtfeld einem vorwärts gewölbten Bogen folgt. Auf das Gaming bezogen, kann dies zu einer erhöhten Immersion führen. Dies gilt sowohl für Gaming an PCs und Konsolen wie auch beim Online Casinospiel.

Online Casinos setzen vermehrt auf immersive Spiele

Beim iGaming, wie man das Online Glücksspiel auch nennt, erfreuen sich vor allem Live Casinos großer Beliebtheit. Um den Spielgenuss zu erhöhen, bieten die Entwickler vermehrt immersive Spiele an.

Bestes Beispiel dafür ist das Immersive Roulette vom Spielehersteller Evolution Gaming. Im Vergleich zum europäischen Roulette unterscheidet sich diese Variante ausschließlich im Bezug auf die Technik. So können Spieler hier unter 19 verschiedenen Kameraeinstellungen in HD wählen. Dieses Erlebnis kann sich auf großen Curved-Bildschirmen besonders gut entfalten. In Kombination mit einem Online Casino Bonus ergibt sich für Roulette-Fans ein ganz spezielles Spielvergnügen.

Welche Vor- und Nachteile bringt ein Curved-Monitor beim Zocken?

Wie bereits erwähnt, sorgen gekrümmte Monitore für ein stärkeres Immersionsgefühl. Da das Bild besser an das menschliche Sichtfeld angepasst ist, wirken die Farben im Vergleich zu einem flachen Monitor realitätsgetreuer.

Da viele Curved-Monitore das Ultra-Wide-Format nutzen, kommen die Vorteile eines breiten Bildschirms voll zum Tragen. Dadurch wird insbesondere das gleichzeitige Arbeiten mit mehreren Programmen oder Fenstern auf einem Bildschirm vereinfacht. Ein weiterer Pluspunkt: Der Abstand des Auges ist zu jedem Punkt auf dem Bildschirm identisch. Dadurch werden die Augen weniger beansprucht, was bei längerem Spielen die Gefahr von Kopfschmerzen reduziert. Aufgrund der Krümmung wirken die Farben oftmals gleichmäßiger als bei flachen Bildschirmen.

Ein Nachteil von gekrümmten Displays ist die fehlende Pivot-Funktion. Sie lassen sich ausschließlich waagerecht nutzen und können nicht hochkant gestellt werden. Um die volle Wirkung des Curved-Displays zu erzielen, müsst Ihr direkt vor dem Bildschirm sitzen. Zum Arbeiten oder Spielen mit schrägem Blickwinkel sind die Monitore nicht geeignet.

Ein weiterer Nachteil ist der im Vergleich zu einem flachen Bildschirm höhere Preis. Für einen Curved-Monitor mit hoher Auflösung ist eine leistungsstarke Hardware erforderlich. So müssen bei einem 21:9-Format mit der Auflösung von 3.440×1.440 rund ein Drittel mehr Pixel berechnet werden als beim klassischen 16:9 Format mit einer 2.560×1.440 Auflösung.

Bisher kommen noch nicht alle PC-Spiele mit dem Widescreen-Format der meisten Curved-Modelle klar. Insbesondere bei Konsolenports kann es zu Problemen kommen.

Was sollte beim Kauf eines Curved-Monitors beachtet werden?

Nicht alles, was die Hersteller versprechen, wird in der Praxis auch eingehalten. Um den höheren Preis zu rechtfertigen, werden die Vorteile von Curved-Monitoren in Werbeanzeigen besonders stark hervorgehoben. Umso wichtiger ist es, dass Gamer beim Kauf auf einige Punkte achten.

Für Curved-Monitore gilt, je größer, desto besser. Zwar gibt es auch Modelle im 16:9 Format mit einer Bilddiagonale ab 24 Zoll, allerdings bringen diese nur eine geringe Verbesserung. Um in den vollen Genuss der visuellen Vorteile zu kommen, sollte der Curved-Bildschirm mindestens über eine Bildschirmdiagonale von 27 Zoll verfügen oder das Format 21:9 nutzen.

Ein 24-Zoll-Curved Monitor wie der ERAZER X52471 von Medion ist als klassischer Monitor im täglichen Einsatz brauchbar, für das Gaming bringt er jedoch keine Vorteile. Durch den vergleichsweise kleinen Bildschirm im 16:9 Format fällt der Immersions-Effekt nur sehr gering aus.

Für PC-Spiele sollte jedoch auch kein zu breiter Bildschirm gewählt werden. Ein Ultra-Wide-Seitenverhältnis von 32:9 ist für die meisten Games überdimensioniert und kann zu Problemen bei der Anzeige führen. Monitore in dieser Größe sind eher für die Arbeit geeignet, um beispielsweise mehrere Bildschirme zu ersetzen.

Beim Kauf eines Curved-Bildschirms zum Spielen stellt sich auch die Frage nach dem optimalen Radius. Hierbei kommt es vor allem darauf an, in welcher Umgebung der Monitor verwendet wird. Wie bereits beschrieben, gibt der R-Wert Auskunft über die Stärke der Krümmung. Je größer der R-Wert, desto weiter entfernt vom Bildschirm könnt Ihr sitzen. Gibt es am Schreibtisch nur wenig Platz, ist ein kleinerer Monitor mit starker Krümmung besser geeignet als ein großer Bildschirm mit geringer Krümmung.

Keinesfalls zu empfehlen ist ein großer Bildschirm mit starker Krümmung. Müsst Ihr aufgrund der hohen Krümmung nahe am Monitor sitzen, wird es bei einem Ultra-Wide-Display schnell unübersichtlich.

Folgende Werte können beim Abstand als Orientierung dienen:

  • 1800R = maximaler Abstand von 1,8 Metern
  • 2300R = maximaler Abstand von 2,3 Metern
  • 3000R = maximaler Abstand von 3,0 Metern
  • 4000R = maximaler Abstand von 4,0 Metern

Die Krümmung des Monitors sollte also immer anhand des vorhandenen Platzes ausgewählt werden.

Fazit: Lohnt sich ein Curved-Monitor für PC-Spiele?

Die Frage, ob sich ein gekrümmter Bildschirm für Gamer generell lohnt, lässt sich nicht eindeutig mit einem Ja oder Nein beantworten. Entscheidend sind hier immer, die räumlichen Gegebenheiten sowie für welchen Zweck der Monitor in erster Linie genutzt wird.

Sofern die folgenden Fragen überwiegend mit Ja beantwortet werden, kann ein Curved-Monitor durchaus in Betracht gezogen werden:

  1. Ist ausreichend Platz vorhanden, um die Vorteile eines Curved-Monitors zu nutzen?
  2. Ist es für mich kein Problem, dass die Anschaffung im Vergleich zu einem Flat-Monitor mit höheren Kosten verbunden ist?
  3. Wird der Curved-Monitor überwiegend zum Spielen genutzt?
  4. Besitzt mein PC ausreichend Leistung, um die Auflösung des Ultra-Wide-Curved-Displays flüssig wiederzugeben?

Wir hoffen, der Ratgeber hat Euch bei der Entscheidungsfindung geholfen. In jedem Fall wünschen wir Euch viel Spaß beim Zocken, ob mit oder ohne Curved-Monitor.