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Gaming: Warum spielen Gamer?

Warum spielt ein Gamer? Die Frage klingt banal und ließe sich sehr einfach mit „weil es Spaß bringt“ beantworten. Aber das wäre vielleicht dann doch zu wenig? Schließlich bliebe die Frage, was genau der jeweilige Gamingfan denn nun als spaßig am Gaming empfindet. Unterschiedliche Gamegenres bedienen hier sehr verschiedene Interessen. Ein Horrorspiel wie das neue Resident Evil Village aus 2021 birgt eine andere Art von Spannung als der „Landwirtschafts-Simulator 22“ oder das Rennspiel „F1 2021“, die ebenfalls 2021 herauskommen sollen. Ob online oder offline: Gespielt wird aus sehr individuellen Gründen. Und es kann sehr spannend sein, zu erfahren, welche Art von Gamer man selbst eigentlich ist.

Ein Blick auf mögliche Gaming-Motive

Intensiv beschäftigen sich Analysten des US-amerikanischen Unternehmens Quantic Foundry mit der Motivation von Gamerinnen und Gamern. Sie definieren dafür sechs Motivationskategorien mit jeweils zwei Motiven:

  • „Action“ mit den Motiven „Destruction“ und „Excitment,
  • „Social“ mit „Competition“ und „Community,
  • „Mastery“ mit „Challenge“ und „Strategy“,
  • „Achivement“ mit „Completion“ (Fertigstellung) und „Power“,
  • „Immersion“ (Eintauchen) mit den Motiven „Fantasy“ und „Story“
  • Creativity mit „Design” und “Discovery”

Mittlerweile liegen bei Quantic Foundry Daten von über 500.000 Gamingfans vor. Auf der Basis der oben genannten Motivationen haben die Analyse-Fachleute Gamer-Charaktere entwickelt: Akrobaten (Acrobat), Gärtner (Gardener), Töter (Slayer), Scharmützler (Skirmisher), Gladiatoren, Ninjas, Kopfgeldjäger (Bounty Hunter), Architekten und Barden, die einen Part in einer großen Geschichte spielen möchten. Sie alle mögen unterschiedliche Games. So ordnet Quantic Foundry beispielsweise dem Ninja das Game Street Fighter zu, dem Gardener Candy Crush, dem Scharmützler Call of Duty und dem Architekten Civilization VI. Wie immer gilt: Mischformen sind möglich und selbst der scharmützelnde Gärtner ist eine Option.

Eintauchen in faszinierende Welten

„Immersion“ ist eins der wichtigen Motive. Schließlich ist Gaming immer ein bisschen wie Kino, ein Eintauchen in eine fremde, faszinierende Welt. Deshalb inspirieren Filme bisweilen zur Gestaltung von Games und Filme inspirieren wiederum mitunter zu Games. Wie bei den Filmen sind die Geschmäcker auch bei Games sehr verschieden. Die Bandbreite des Gebotenen wird bereits bei einem kurzen Blick auf Games deutlich, die 2021 veröffentlicht werden. Wer Horror mag, taucht vielleicht in die Welt von Resident Evil Village ein. Wer Fantasy-Welten liebt, entscheidet sich eventuell für King’s Bounty 2. Das bereits im Januar 2021 veröffentlichte Hitman 3 bedient die Ausflügler in die Welt der Gangster und Freundinnen und Freunde des Mittelalters entscheidet sich für Games wie das Mittelalter-Actionspiel Chivalry II. Wie auch immer: Man lässt den Alltag hinter sich und genießt das Abenteuer. Jeder auf seine Weise. Mit dem Spiel, das zu ihm passt.

Der Reiz am Spiel: Hängt auch vom Spiel ab!

Offline- wie Onlinespiele erzeugen sehr unterschiedliche Reize. Als Gamer oder Gamerin weiß man irgendwann, was einen triggert und was nicht. Ist es die Forderung nach Geschick wie bei einem Jump ’n‘ Run, sind es die schnellen Reaktionen wie bei einem Shooter (z.B. Outriders), strategische Fähigkeiten wie bei Humankind oder einfach Nervenkitzel und tolle Grafiken wie beim Automatenspiel, etwa auf Cosmo Casino. Als Fan des Gamings sollte man sich bewusst machen, was einem an Games wirklich fasziniert: Wie wichtig sind herausragende Grafiken, eine gute Story, welche Genres kommen infrage und bedient dieses oder jenes Game tatsächlich meine Motivation, die mich zum Gaming gebracht haben? All das sind Fragen, mit denen man das für einen selbst passende Game findet. Und nur mit dem richtigen Game führt man ein glückliches Gamerleben. Was das richtige Game ist, entscheidet jeder und jede für sich. Und das ist auch gut so.