Hyper, Hyper, HYPERBOOM – Der größte „Ultimate Ears“ Bluetooth-Lautsprecher im Test

In der heutigen Zeit rückt der musikalische Genuss immer mehr in den Mittelpunkt, da gute Laune im Lockdown schwer auf einem Level zu halten ist. Wer gerne auf ein Konzert gegangen ist oder eine Party daheim schmeißen will, dem werden gerade viele Steine in den Weg gelegt. So etablieren sich verschiedene Streaming-Anbieter, die uns unseren Lieblingskünstler nach Hause bringen oder mit einer ausgewählten Playlist den Hauch einer stimmungsvollen Party vermitteln können. Dabei erleben Bluetooth-Lautsprecher ein regelrechtes Hoch, denn sie können den Klang und Sound würdevoll wiedergeben ohne nach einer „billigen“ Dose zu klingen.

Nachdem wir uns im vergangenen Jahr die kleinen Wonderboom 2 Bluetooth-Lautsprecher zu Gemüte geführt haben, schauten wir uns das neuste Teil von Ultimate Ears an, welches zugleich als Flaggschiff gesehen werden kann. Der HYPERBOOM ist erst Anfang Februar auf dem Markt erschienen und für eine UVP von 399,- Euro erhältlich.

Werbe-Video von Ultimate Ears

Ausstattung & Erscheinen

Nicht für die Hosentasche gemacht

Der Hyperboom ist gegenüber seinen zahlreichen Brüdern und Schwestern nicht für die Hosentasche gemacht, denn mit seinen Abmessungen von H 364 mm x T 190 mm x B 190 mm reiht er sich mehr in die Richtung Party-Lautsprecher ein. Das merkten wir auch schon beim Auspacken, denn er bringt auch ordentlich Gewicht mit sich. Satte 5,9 Kilogramm sprechen hier für sich und lassen und schon dessen Power vermuten.

Einmal ausgepackt, entpuppt sich der Hyperboom als wahres „Monster“ unter den Bluetooth-Lautsprechern, denn mit seinen Dimensionen übertrifft er jegliche mobilen Lautsprecher seiner Art. Obwohl das Design relativ schlicht gestaltet wurde, kann er im Detail mit vielen Nuancen aufwarten und unterstreicht damit auch seine Zugehörigkeit zur Ultimate Ears Familie. Dazu gehört sicherlich das typisch und bekannte Plus und Minus auf der Oberseite – Für die Lautstärken-Regulierung. Neben der Lautstärke finden wir noch zweite weitere Bedienfelder vor, welche zum Einschalten und zur Wahl der Eingangsquelle fungieren.

Wendet man sich dem Lautsprecher rückseitig zu, so entspringt ein weißes Design-Element an dem ein äußerst robuster Tragegriff aus Gummi für den Transport in Erscheinung tritt, der zudem noch mit dem Ultimate Ears Logo geziert wurde. Dieser Trageriemen lässt sich an das Gehäuse legen und bei Bedarf herausziehen. Etwas weiter unten, hinter einem wetterfesten Abschluss der IPX4 Schutzklasse, offenbaren sich die Anschlüsse des Hyperboom. Neben einem Ladeanschluss finden wir hier einen Service-Port, einen Toslink (optischer Anschluss), 3,5 mm Aux und ein USB-A-Anschluss vor. Letzteres übernimmt die Aufgabe als Powerbank mit 5 Volt bei 1 Ampere. Für den optimalen und rutschfesten Stand spendierte man dem Hyperboom gleich 4 gummierte Füsse. Fast vergessen, da sehr unscheinbar auf der Oberseite eingebracht, ist das Mikrofon, denn wer den Lautsprecher mit seinem Smartphone koppelt, kann damit auch Anrufe tätigen. Ob das hier aber im Vordergrund steht, lässt so vorab nicht sagen.

Wie es sich für einen guten Lautsprecher gehört, liegt natürlich auch ein Ladekabel bei. Dessen Erscheinung erinnert uns ein wenig an die externen Netzteile von Laptops und Notebooks. Wer zudem gerne in das Ausland reist, kann hier zwischen den beiden Stecker-Varianten wählen. So können wir den Hyperboom auf der ganzen Welt mit neuem „Saft“ versorgen. Selbstverständlich liegt neben dem Ladekabel auch eine Bedienungsanleitung und weiterer Papierkram bei, denn auch Neueinsteigern soll die Bedienung gut bebildert nähergebracht werden. So haben wir auch in Erfahrung bringen können, dass sich der verbaute Akku austauschen lässt, denn dieser stellt bei häufiger Nutzung immer den Schwachpunkt dar – Großer Pluspunkt hier!

Technik & Klangbild 

Mögen die Nachbarn den Bass erdulden

Nachdem wir uns nun an der Erscheinung des Hyperboom genug ergötzt haben, wollen wir natürlich auch dessen Herz schlagen hören. Die Verbindung mit einer Quelle kann über Bluetooth erfolgen – Hier können sogar gleich zwei Geräte gekoppelt werden. Mit dem AUX-Anschluss und dem Toslink stehen weitere Möglichkeiten zur Auswahl. Die Bluetooth-Verbindung steht hier aber sicherlich im Fokus, denn jedes Smartphone, ob nun Android oder iOS, lässt sich ohne Probleme binnen weniger Sekunden koppeln. Angaben zu den Bluetooth-Codecs macht Ultimate Ears leider nicht, aber mit Bluetooth 5.0 und dem A2DP-Profil ist man bestens gerüstet. In unserem Test erreichten wir Klangqualitäten von 24 bit/ 96 kHz – Das kann sich mehr als nur hören lassen!

Für eine ausgereizte Nutzung stellt uns Ultimate Ears eine BOOM-App zur Seite, welche über Google Play und App-Store heruntergeladen werden kann. Hier können wir die gesamte Geräte-Familie zusammenführen, am Klangbild über einen Equalizer schrauben, Firmware-Updates für den Hyperboom beziehen oder gar den Raumklang in Form des Adaptives EQ aktivieren oder deaktivieren. In dieser App können wir sogar unseren beliebten Musik-Streaming-Dienst integrieren, damit wir nur noch über diese eine App alles steuern können – Ein Wechsel zwischen Musik-App und Boom-App ersparen wir uns auf diese Weise. Ein ganz nettes Feature der Boom-App ist die Weckerfunktion, die uns mit Musik aus dem Schlaf weckt.

Im Inneren befinden sich zwei 114 mm Woofer, zwei 25 mm Hochtöner und zwei passive 89 mm x 190 mm Spulen. Alle wurden paarweise in einem Winkel von 45 Grad angeordnet, um einen beeindruckenden Raumklang erzeugen zu können. Mit einem verfügbaren Frequenzbereich von 45 Hz bis 20.000 Hz ist der Hyperboom breit aufgestellt und ermöglicht einen maximalen Schalldruckpegel von 100 dBC – Hier können Nachbarn ruhig mitfeiern.

Beim Klangbild offenbart sich ein volumenreicher und bassbetontes Bild, das einem sprichwörtlich die Socken auszieht. Gläser sollten in der Vitrine angeklebt werden, denn diese fangen schnell das Mittanzen an. Obwohl der Hyperboom stark basslastig ausgelegt wurde, kann er dennoch sämtliche Genre an Musik bedienen. – Egal ob Schlager, Techno, Rap, Jazz oder was es sonst noch so gibt. Zu jeder Zeit kommt wahre Party-Stimmung auf, die auch andere mit in ihren Bann ziehen wird. Der Druck, der vom Hyperboom ausgeht, ist extrem kraftvoll und zeigt keine Schwächen auf. Mit seinem verfügbaren Toslink-Anschluss kann der Hyperboom sogar an Fernseh-Geräten ein wahres actionreiches Kinofeeling erzeugen, gerade wenn ein „Rambo“ oder „Terminator“ durch die Gegend ballern oder die „Bad Boys“ einmal mehr die Bösen in einer wilden Verfolgungsjagd den Garaus machen – Da steht jede Soundbar ganz verdutzt dar und möchte ihren Subwoofer mit der Peitsche antreiben. Bei allem bleibt dennoch eine Klarheit vorhanden und Dialoge sowie Podcasts können gut verstanden werden. Die Mischung zwischen Bass und Höhen ist sehr ausgewogen und im Gesamtbild für einen mobilen Bluetooth-Lautsprecher herausragend.

Fazit 

Mehr als nur ein mobiler Lautsprecher

Mit dem HYPERBOOM bringt Ultimate Ears einen wahren Alleskönner auf den Markt, der gerade mit seinem gigantischen Sound und seinen extrem brachialen Bässen Partystimmung aufkommen lässt. Dank seiner zahlreichen Anschlüsse macht er Musik mobil – Fehlt nur noch der Frühling – oder spielt seine stärken gar im Heimkino auf. Mit einer Akkulaufzeit von bis zu 24 Stunden wird er wohl weniger die nächstgelegene Steckdose suchen und kann sogar mit seinem IPX4-Schutz einem Regenschauer im Garten trotzen. Wer schon immer auf der Suche nach einer mobilen Musikbox mit viel Kraft gesucht hat, die er überall mit hinnehmen kann, dem können wir den Ultimate Ears Hyperboom nur an das Herz legen, denn selbst wenn der Akku am Smartphone mal schlapp macht, mit dem Hyperboom geht die Stimmung einfach weiter.

Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973