Bild: Onkyo

Japanischer Heimkino-Spezialist ONKYO meldet Insolvenz an

Der bekannte Anbieter von Unterhaltungselektronik ONKYO meldete Konkurs an, da das 1946 in Osaka gegründete Unternehmen einen Schuldenberg von 23 Millionen angehäuft hat. Ob der Elektronikhersteller nun gerettet werden kann, ist bisher ungewiss.

Im Jahr 2012 erwarb der amerikanische Musikinstrumentenhersteller Gibson Anteile an der Onkyo Corporation, musste aber 2018 Insolvenz anmelden. Onkyo erwarb 2014 die Mehrheit der Home-Electronics-Sparte von Pioneer. 2019 hegte Sound United (Denon, Marantz) schon Interesse an einer Übernahme von Onkyo, die aber nicht erfolgte. Im Sommer 2021 wurde bekannt, dass VOXX International (Klipsch, Magnat, Schweiger, Heco) das japanische Unternehmen in gleichen Anteilen mit Sharp übernommen haben.

Auch wir haben einige Geräte von Onkyo einst testen dürfen und waren immer sehr zufrieden. Der letzte Test erfolgte im Januar 2020 und seither wurde es ruhig um Onkyo.

Laut Wikipedia musste Onkyo zum zweiten Mal Insolvenz beantragen, denn im Jahr 2020 haben die Japaner einst schon Konkurs beantragt und zogen sich aus dem Markt zurück. 2021 wurde Onkyo von der Börse genommen und man versuchte das Unternehmen im kleinen Rahmen am Laufen zu halten. Seither gab es keine neuen Produkte von Onkyo oder gar Pioneer. Dennoch wurden auf der CES 2021 neue Produkte vorgestellt, die im Sommer 2021 auf den Markt kamen. Hier in Deutschland wurden die neuen Produkte nicht vorgestellt.

Onkyo galt neben Denon, Sony, Yamaha und Panasonic zu den größten Hersteller von Unterhaltungs- sowie Audio-Elektronik. Ihr Kerngeschäft bezog sich auf Stereo-Verstärker, Boxen, AV-Receiver und Heimkinoanlagen.

Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973