Bild: Joshua Woroniecki

Kann man heute noch anonym im Internet bezahlen?

Kryptowährungen sind seit einigen Jahren keine Neuheit mehr, denn so gut wie jeder hat schon einmal von Bitcoin gehört. Nach dem natürlich bekanntesten Bitcoin, kommt auch Ethereum, welche zwar noch nicht so viel Wert ist wie Bitcoin, jedoch durch sogenannte “Smartcontracts” weitere Anwendungsmöglichkeiten, wie wiederkehrende Zahlungen oder ähnliches anbietet. Seit 2013 gab es dann auch eine auf einem Hund basierende Kryptowährung namens “Dogecoin”, welche auf dem Doge-Meme basiert und eigentlich nur als Witz begann. Doch es gibt auch einige weitere, für so gut wie alles nutzbare Kryptos wie Monero, Polka oder Sushi, welche ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile haben. Doch der wahrscheinlich größte Punkt für viele war: Anonymität.

Bitcoin – Bekannt und sicher, doch nicht ganz so geheim

Die wohl größte und bekannteste Kryptowährung bleibt Bitcoin, welche zu Hochzeiten einen Wert von über 50 000 € pro Coin (engl.; “Münze”)hatte und somit einen, vor allem für Kryptowährungen, unvorstellbaren Wert. Wer Bitcoin gegründet hat bleibt ein Geheimnis, denn bis auf einen “Künstlernamen” hat keiner mehr Informationen zum Gründer. Jedoch die Idee, welcher die Person hatte, als sie Bitcoin erstellt hat, kennt man: Dezentralisierte Währungen und mehr Anonymität. Lange war Bitcoin auch eine der gängigsten Arten Online zu bezahlen, wenn man seine Anonymität bewahren wollte. Jedoch gibt es da ein Problem, welches mit der grundlegenden Faser zu tun, auf der Bitcoin basiert: der Blockchain. In jener sind alle Transaktionen, welche jemals durchgeführt wurden zu finden. Und das öffentlich. Dementsprechend ist es also nur eine Frage der Zeit und des Aufwands, Verkäufer und Käufer ausfindig zu machen.

Monero – Sicherheit geht nun mal vor

Die meisten kennen Bitcoin als die Zahlungsmethode für das Darknet, einem Ort außerhalb des öffentlichen Internets, in welchem auch oft Shops zu finden sind, die auch gerne mal illegal sein können. Doch auch wenn man nur allgemein auf Privatsphäre setzt, ohne gleich sein Geld für illegales auszugeben, können solche Kryptos interessant werden. So mancher neuer Millionär oder gar Milliardär kam durch Kryptowährungen zu seinem Vermögen, durch Investitionen zum richtigen Zeitpunkt oder auch Spekulationen. Doch wer an so etwas teilhaben will, braucht natürlich auch einen Ort, wie die eigene Geldbörse für echtes Schein- und Münzgeld, um es aufzubewahren: Eine sogenannte Wallet. Die besten Monero-Wallets im Vergleich haben wir euch natürlich schon mal herausgesucht. Bei Monero, besteht im Vergleich zu Bitcoin, keine Möglichkeit anhand der Blockchain zu erfahren, wer Käufer und Verkäufer sind – hier steht Anonymität ganz oben.

Nicht jeder möchte seine Daten im Netz preisgeben, den schon allein mit Cookies und den dementsprechenden personalisierten Werbeanzeigen, können Seiten so ziemlich alles über einen herausfinden, was zumindest mit Onlineaktivitäten zu tun hat. Bei Bezahlvorgängen ist die Sensibilität jener Daten noch größer und sollte dementsprechend auch mit mehr Vorsicht gehandhabt werden. Gut das Kryptos mittlerweile immer beliebter werden und allgemeiner nutzbar werden, indem immer mehr Geschäfte – Online als auch im physischen – Kryptos annehmen. Viele bezahlen ja eh schon kontaktlos mit dem Handy, warum also das nächste Mal nicht mit Ethereum oder Monero, anstatt mit Euro und Dollar.