Unser PC kann noch so schön sein – ohne Strom bleibt er nur Deko.
Darum schauen wir uns das XPG Pymcore SFX mit 750W einmal genauer an.
Wer einen SFF-Build plant, bekommt damit Platz, Ruhe und Zukunftssicherheit zugleich und findet hier vielleicht den neuen Lieblingswürfel.
Wer wissen will, was dieser kleine Kraftblock kann, liest weiter!
Lieferumfang und Verarbeitung
Mehr drin, als die Größe vermuten lässt.
Das XPG Pymcore SFX 750, im Text nur kurz Pymcore genannt, erreicht uns in einem knallroten Karton, der auch schon etwas auf die Maße des Netzteils schließen lässt. Im Lieferumfang des kleinen modularen Stromkastens mit den kompakten Maßen von 125 x 100 x 63,5 mm finden sich natürlich allerlei Kabel und Montagematerial, welches wir euch der Vollständigkeit halber natürlich aufzählen. Natürlich darf das Netzkabel, mit Kaltgerätestecker, nicht fehlen. Weiterhin finden sich ein Anschlusskabel für das Mainboard, ein 2×8-Pin CPU-Stromkabel, ein 600W 12+4-Pin GPU-Kabel, zwei PCI-E-Kabel, sowie zwei SATA-Stromkabel mit jeweils drei SATA und einem Molex-Anschluss. Neben einem Quickstartguide, liegen dem Pymcore außerdem noch ein Montagerahmen für größere Einbauschächte, sowie ein paar Schrauben für dessen Montage bei.

Wie schon eingangs erwähnt, ist das Pymcore ein modulares Netzteil. So können sind wir anschlussseitig nicht mit einem dicken Kabelbaum belastet und können zur Personalisierung sogar Kabel von Drittanbietern verwenden. Das Anschlusspanel ist übersichtlich und bietet, passend zu den aufgezählten Kabeln, deren beschriftetes Gegenstück. Das Gehäuse ist vollständig aus pulverbeschichtetem Metall gefertigt und weist keinerlei Verarbeitungsfehler auf. Die Abdeckung für den putzigen
92mm-Lüfter ist in das Gehäuse geprägt und gibt ihm ein markantes optisches Highlight. Im Gesamteindruck wirkt die Verarbeitung hochwertig, lediglich die Kabel wirken, mit ihrer schnöden Kunststoff-Isolierung, wirken etwas altbacken. Das ist aber natürlich immer eine Frage des Preises.

Leistungsdaten & technische Details
Watt mit Verstand – Leistung, die hält, was sie verspricht.
Das XPG Pymcore SFX 750 liefert solide 750 W Gesamtleistung und richtet sich klar an moderne, kompakte Systeme. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist die 80 PLUS-Gold-Zertifizierung von Cybenetics. Sie bestätigt eine hohe Energieeffizienz, bedeutet also weniger Stromverlust, weniger Abwärme und damit einen leiseren, kühleren Betrieb. Für SFF-Gehäuse wie das XPG VALOR MESH NANO ist das ein echter Vorteil. Auf der 12-Volt-Schiene – dem Herzstück für CPU und Grafikkarte – stellt das Netzteil fast die gesamte Leistung stabil bereit. Damit ist es für aktuelle GPUs interessant, denn auch Lastspitzen werden sauber abgefangen. Prüfstellen wie Cybenetics bescheinigen dem Pymcore zudem sehr geringe Welligkeit (Ripple) und hohe Spannungsstabilität. Wichtig für den Alltag sind die Schutzfunktionen, und das Pymcore bringt praktisch alles mit, was man sich wünschen kann. Überlastschutz (OPP), Überspannungsschutz (OVP), Unterspannungsschutz (UVP), Kurzschlussschutz (SCP), Überhitzungsschutz (OTP) und weitere Sicherheitsmechanismen. Diese sorgen dafür, dass im Falle eines Defekts nicht gleich das ganze System in Mitleidenschaft gezogen wird.

Für die Datenfans unter euch sind hier die Tabellen mit allen Werten:
Herstellerangaben
- Nennleistung: 750 W.
- Effizienzzertifizierung: 80 PLUS GOLD.
- Weitere Zertifizierung laut Herstellerseite: Cybenetics PLATINUM.
- Formfaktor / Abmessungen: 125 × 100 × 63,5 mm (L × B × H) für das 750 W-Modell.
- Betriebsspannung / Eingangsbereich: 100-240 V AC, 50-60 Hz, Stromaufnahme 10 A.
- Leistungsdichte & Gehäusegröße: laut Hersteller „56 % kleiner als ein reguläres ATX-Netzteil“, „128 % höhere Leistungsdichte“.
- Lüftergröße / Lagerung: 92 mm Lüfter mit FDB (Fluid Dynamic Bearing). Drehzahl im 750 W-Modell bis 2300 ± 10 RPM.
- Schutzfunktionen: OVP, OPP, SCP, UVP, OTP, NLO, SIP (je nach Spezifikation).
Leistungsdaten laut Prüfstelle (Cybenetics)
- Durchschnittliche Effizienz (>1450 Lastkombinationen): 89.838 % bei 115 V Eingang.
- Effizienz bei 230 V Eingang: 91.826 %.
- Leistungsfaktor (Power Factor): ca. 0,989 bei 115 V, ca. 0,944 bei 230 V Eingang.
- Ripple + Rauschwerte (bei voller Last): 12 V-Schiene: ca. 39,91 mV bei 115 V Eingang; 5 V: ca. 18,59 mV; 3,3 V: ca. 19,14 mV.
- Haltezeit (Hold-Up Time): 13,90 ms.
- Inrush Current: 49,73 A (115 V Eingang).
Fazit
Kompakt gedacht, stark gebaut.

Das XPG Pymcore SFX 750 zeigt im Test, wie viel moderne Technik in ein überraschend kleines Gehäuse passen kann. Der Lieferumfang ist vollständig, die Verarbeitung hochwertig, und gerade das modulare Konzept erleichtert den Einbau in kompakten Systemen enorm. Der Montagerahmen für größere Gehäuse, das übersichtliche Anschlussfeld und die stabile Metallkonstruktion hinterlassen einen durchweg positiven Eindruck. Einzig die einfachen Kunststoffkabel wirken etwas altmodisch, was sich aber in dieser Preisklasse verschmerzen lässt. Technisch liefert das Pymcore genau das, was man sich von einem SFX-Netzteil im Jahr 2025 wünscht. Stabile 750 Watt, eine starke 12-Volt-Schiene und eine Effizienz, die dank 80 PLUS Gold und der Cybenetics-Zertifizierung nicht nur auf dem Papier gut aussieht, sondern sich im Alltag spürbar auszahlt. Mit OVP, OPP, UVP, SCP, OTP und weiteren Sicherheitsfunktionen ist das Pymcore bestens gewappnet, um teure Hardware zuverlässig abzusichern. Genau das möchte man hören, wenn moderne GPUs mit hohen Lastspitzen im System stecken. Unterm Strich ist das Pymcore 750 ein rundes, leistungsstarkes und äußerst kompaktes Netzteil, das vor allem in kleinen Builds glänzt. Wer ein zuverlässiges SFX-Netzteil mit moderner Ausstattung sucht, findet hier einen starken, zukunftssicheren Begleiter. Im regulären Retail ist das XPG Pymcore SFX 750 derzeit nur vereinzelt gelistet. Gefundene Preise liegen je nach Händler grob bei rund 110 Euro, eine breite Verfügbarkeit im deutschsprachigen Handel ist aktuell noch nicht gegeben.






