Bild: Lohkare Games Oy

Last Drop: Indie-Story aus Finnland setzt auf Chaos, Charaktere und 90er-Jahre-Flair

Das finnische Indie-Studio Lohkare Games hat neue Details zu seinem kommenden Story-Spiel Last Drop veröffentlicht. Im Fokus stehen diesmal die Handlung, zentrale Figuren sowie die besondere Atmosphäre des Titels, der Spieler in ein raues, ungeschöntes Finnland der 1990er-Jahre entführt.

Die Geschichte spielt in einer kleinen Stadt und dreht sich um drei Freunde, die ihrem bisherigen Leben entkommen wollen. Was zunächst nach einem Neuanfang klingt, entwickelt sich schnell zu einer Kette unvorhersehbarer Ereignisse. Entscheidungen haben dabei spürbare Konsequenzen – und verlaufen selten wie geplant.

Im Zentrum steht kein klassischer Heldenplot, sondern ein bewusst ungeschöntes Bild menschlicher Schwächen. Die Figuren handeln impulsiv, treffen fragwürdige Entscheidungen und müssen mit den Folgen leben. Genau dieser Ansatz verleiht dem Spiel seinen eigenständigen Ton.

Ausgangspunkt der Handlung ist Protagonist Seppo, der eigentlich nur seine Zukunft als Autor sichern will. Doch die Rückkehr seines Freundes Rahikainen aus dem Gefängnis bringt alles durcheinander. Eine spontane Idee – Auswandern in die USA und dort ein „Business“ starten – setzt eine Entwicklung in Gang, die zunehmend außer Kontrolle gerät. Während Kuikka sofort Feuer und Flamme ist, bleibt Seppo skeptisch, lässt sich aber dennoch mitreißen.

Die Charaktere bilden das Herzstück von Last Drop. Jeder von ihnen bringt eigene Motive, Eigenheiten und Probleme mit, die die Handlung aktiv beeinflussen. Neben dem Trio treffen Spieler auf weitere markante Persönlichkeiten wie den zwielichtigen Sarila oder den exzentrischen Hullu Markku, die der Spielwelt zusätzliche Tiefe verleihen.

Auch bei der Vertonung setzt das Studio auf Qualität: Bekannte finnische Schauspieler wie Tommi Korpela, Jukka Rasila oder Ilkka Koivula verleihen den Figuren ihre Stimmen und sorgen für eine authentische Inszenierung.

Spieler erkunden eine offene Welt ohne klassische Navigationshilfen wie Minimap oder Marker. Stattdessen liegt der Fokus auf entschleunigter Erkundung, Interaktion mit NPCs und direkten, oft chaotischen Konflikten. Kämpfe verlaufen nah und intensiv, Situationen eskalieren schnell.

Atmosphärisch orientiert sich Last Drop stark an realen Ereignissen und Erzählungen aus den 1990er-Jahren. Die Spielwelt basiert lose auf der Region rund um Jyväskylä und greift kulturelle Elemente dieser Zeit auf – von Fahrzeugen über Musik bis hin zum Alltag ohne moderne Technologien wie GPS oder Smartphones.

Mit seinem rohen Stil und der bewusst unperfekten Präsentation versteht sich Last Drop als Gegenentwurf zu hochpolierten Produktionen. Stattdessen setzt das Projekt auf Authentizität und erzählerische Tiefe.

Ein konkreter Release-Termin steht noch aus. Geplant ist jedoch ein Early-Access-Start für PC via Steam, bei dem Spieler die Entwicklung des Titels aktiv begleiten können.

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Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig.