Ladys and Gentleman: Wir heißen euch heute in der „Play Experience Arena“ willkommen und begrüßen euch zum Kampf der Mäuse für euer Gaming und da kommen auch schon unsere heutigen Gaming-Mäuse eingelaufen:

In der blauen Ecke, in einer Verpackung gehüllt ganz in Schwarz, mit einem Kampfgewicht von 105 Gramm bei einer Größe von 130 mm x 67 mm x 43 mm mit einem optischen Sensor, der eine maximale DPI von 15.000 erreicht. Ausgestattet mit 7 Tasten und einer begleitenden Software, die Trust Gaming GXT 900 Kudos RGB! In der roten Ecke der Herausforderer und Neuling, eingehüllt in einer blauen Verpackung, mit einem Kampfgewicht von 140 Gramm bei einer Größe von 120 mm x 73 mm x 39 mm, mit einem optischen Sensor, der hier eine maximale DPI von sage und schreibe 32.000 schafft. Ausgestattet mit 8 Tasten und einer begleitenden Software, die uRage Reaper 600!

Let’s get ready to rumble!

Round One
Ausstattung und Design

Die Trust Gaming GXT 900 Kudos RGB wird in einem klassischen Karton geliefert, der alle Infos über die Maus und natürlich viele Hochglanz-Bilder beinhaltet, im Karton sind außerdem noch ein GXT Aufkleber und ein Garantie-Faltzettel. So nehmen wir die Maus aus ihrer zusätzlichen Kunststoffhülle und finden am USB-Anschluss eine Verschlusskappe (nützlich für Transporte) und einen Aufkleber mit einem Hinweis auf eine Zusatzsoftware, auf die wir später noch eingehen werden. Das zusammengefaltete 1,8 m lange, mit Textilsleeve ummantelte Kabel der GXT 900 wird nicht etwa nur von einem Stück Plastikdraht zusammengehalten, hier wurde ein Klettband benutzt, sodass wir das Kabel der Maus immer wieder sauber fixiert transportieren können. Wie es sich für eine aktuelle Gamingmaus gehört, wurde sie auch mit RGB-Beleuchtung und 7 Tasten ausgestattet. Die ergonomische und nur für Rechtshänder nutzbare Form hat einen soliden PixArt PWM 3360 Sensor verbaut, der auf allen Oberflächen seinen Dienst durch seine drei auf der Unterseite verbauten Teflon-Gleiter ohne Probleme absolviert.
Die Verarbeitung der GXT 900  macht einen guten Eindruck. Alle Tasten sind gut erreichbar und können leicht betätigt werden, ohne großen Druck auszuüben. Das durchgängig schwarze Gehäuse weiß zu gefallen, einzige Farbakzente sind die zuschaltbaren, programmierbaren RGB-Bereiche im unteren Teil. Auf der Oberseite befindet sich im vorderen Teil natürlich das (gummierte) Mausrad, direkt dahinter zwei Tasten zum Anpassen der DPI-Stufe (bis zu 15.000), die Höhe der Stufen wird beim Drücken der Tasten auch direkt am Bildschirm angezeigt.

Kommen wir nun zum Neuling, der uRage Reaper 600. Auch hier verraten der Karton und die Hochglanzbilder alle Fakten der Maus. Im aufklappbaren Karton finden wir außer der Maus in ihrer Plastikverpackung noch ein Faltblatt mit einer Kurzanleitung und dem Verweis auf die Zusatzsoftware aus dem Hause Hama. Das 2 m lange textil-ummantelte Kabel der Maus wird von einem Plastikdraht zusammengehalten, eine Verschlusskappe für den USB-Anschluss wie bei der GXT 900 gibt es leider nicht. Auch die Reaper 600 ist durchgängig in schwarzem Kunststoff verarbeitet, das farbliche Highlight sind die links und rechts befindlichen RGB-Bereiche.
Die Reaper 600 hat 8 Tasten und eine RGB-Beleuchtung von bis zu 16,8 Millionen Farben in zwei Sichtfenstern unter der Mausoberfläche.  Etwas unterhalb dieses Farbenspiels befindet sich die dritte seitliche Daumentaste zur freien Programmierung. Damit diese Daumentaste nicht versehentlich gedrückt wird, liegt sie unter der Gummierung, was zudem eine bessere Haptik schafft. Auch die Hama-Maus ist aufgrund ihrer ergonomischen Form nur etwas für „Rechtsausleger“ (Rechtshänder), der integrierte Avago-Gaming-Sensor funktioniert auf allen Oberflächen ohne sichtbare Probleme, unterstützt von 3 auf der Unterseite verbauten Teflon-Gleitern. Wie auch die Trust Maus, besticht das Mausrad mit guter Griffigkeit, die zwei dahinter liegenden Tasten bestimmen die DPI-Stufe bis 32.000, eine Bildschirmanzeige beim Umstellen suchten wir vergebens.

Die Runde Eins gewinnt die uRage Reaper 600 aufgrund der höheren DPI und der zusätzlichen Taste.


Round Two
Technik und Software

Starten wir auch hier wieder mit der Trust Gaming GXT 900 Kudos RGB und gehen erst einmal auf die Zusatzsoftware ein. Diese fällt mit maximal 2,38 Megabyte wirklich klein aus, beinhaltet aber alles was der Gamer benötigt. Die in englisch gehaltene Software ist sehr übersichtlich gestaltet und sollte auch für User die der englischen Sprache nicht mächtig sind nach einer kurzen Eingewöhnung und Testphase keine Probleme machen.
Auf der linken Seite der Software lassen sich alle 7 Tasten der Kudos mit Standardkommandos, DPI-Stufen und sogar Multimedia oder Makroaufzeichnungen programmieren. Alles, was sich um das Thema RGB-Beleuchtung dreht, findet man wiederum auf der rechten Seite der Software, sowie das Einstellen der Mauszeiger und Scrollgeschwindigkeit. Selbst die USB Signalfrequenz lässt sich in 125/250/500/1000 Hz einstellen. Insgesamt kann man 12 Profile anlegen, um die Maus je nach Belieben nutzen zu können.

Von der technischen Seite der Trust Maus gibt es nur Gutes zu berichten, das gummierte, grob gerasterte Mausrad lässt sich angenehm benutzen, auch die Haupt- und Zusatztasten besitzen einen guten Druckpunkt, wobei wir feststellen konnten das der Druckpunkt der etwas erhöhten Zusatztasten höher aber trotzdem angenehm ist. Insgesamt ist die Maus sauber und gut verarbeitet. Sie liegt gut in der Hand, alle Tasten sind leicht zu erreichen, der Daumen ruht, wenn nicht benötigt, auf einem glatten Untergrund.

Der Neuling, die uRage Reaper 600, präsentiert ihre Zusatzsoftware in einem 17 Megabyte großen Download. Die Software ist auch in englischer Sprache gehalten und erscheint uns auf den ersten Blick etwas aufgeräumter als die der Konkurrenz, was aber auch an den diversen Reitern auf der linken Seite der Software scheinen mag, in denen wir die verschieden Programmierungen der Tasten, der Beleuchtung und auch der USB Signalfrequenz einstellen können. Auch hier ist die englische Sprache keine große Hürde und man findet sich recht schnell zurecht. Von den Funktionen, so kann man sagen, ist die Software der beiden Mäuse identisch.

Aber natürlich wollen wir auch die technische Seite der Reaper 600 beleuchten und sind hier auch sehr zufrieden, alle Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt. Die Maus ist sauber verarbeitet, das Mausrad ist nicht so grob gerastert wie das der Kudos, was aber der Benutzung keinen Minuspunkt einbringt. Auch hier haben alle Rechtshänder kein Problem die Tasten gut zu erreichen, im Gegensatz zur Kudos ruht der Daumen im Ruhezustand auf einem gummierten, etwas rauen, aber nicht unangenehmen Untergrund.

Auch die zweite Runde konnte die uRage Reaper 600 für sich gewinnen, wenn auch nur mit einem kleinen Vorsprung


Fazit
Ein knapper Sieg nach Punkten

Diese beiden Mäuse zu testen war zeitweise ein Kopf-an-Kopf-Rennen, den Sieg konnte am Ende die uRage Reaper 600 für sich verbuchen aufgrund der etwas aktuelleren Werte wie höhere DPI und nützlicher 8. Taste. Wer das nicht unbedingt braucht, ist aber auch mit der Trust Gaming GXT 900 Kudos RGB bestens ausgerüstet. Am Ende entscheidet doch der persönliche Geschmack über den Kauf, denn im Praxistest sind beide Mäuse bestens für den Gaming-Bereich ausgerüstet, nur dass uns die Reaper 600, und das liegt auch daran, dass sie das etwas aktuellere Modell ist und diverse technische Neuerungen beinhaltet, ein wenig besser gefiel.
Wir empfehlen auf jeden Fall beide Mäuse und schaut man sich den Preisunterschied an, so darf man ohne große Diskussion die Trust Gaming GXT 900 Kudos RGB zum Preis/Leistungssieger in diesem Test küren.