Auf der LG Convention in Frankfurt hat LG Electronics sein OLED-TV-Line-up für 2026 vorgestellt. Im Fokus stehen mehrere technische Neuerungen – darunter die neue Hyper Radiant Color Tech, ein leistungsstärkerer KI-Prozessor sowie das Comeback des ultraflachen Wallpaper-Designs.
Das neue Portfolio umfasst die Serien W6, G6, C6 und B6 und deckt damit sowohl das High-End-Segment als auch den Einstieg in die OLED-Welt ab. Besonders das Flaggschiff soll mit kabelloser Signalübertragung, extrem dünnem Design und starken Gaming-Features neue Maßstäbe setzen.

Wallpaper-TV kehrt zurück: LG OLED W6
Ein Highlight des neuen Line-ups ist der LG OLED evo W6. Das Modell bringt das bekannte Wallpaper-Design zurück, bei dem der Bildschirm nahezu flach an der Wand montiert wird.
Mit einer Tiefe von lediglich 9,9 Millimetern wirkt das Display wie ein Wandbild im Wohnzimmer. Möglich wird dies durch eine überarbeitete interne Architektur und stark miniaturisierte Bauteile.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Zero Connect Box. Sie überträgt Bild- und Tonsignale kabellos an den Fernseher – mit bis zu 4K-Auflösung und 165 Hz. Dadurch benötigt der Bildschirm lediglich ein Stromkabel, während andere Anschlüsse in der externen Box untergebracht sind.
Hyper Radiant Color Tech für höhere Helligkeit
Die neuen Top-Modelle setzen auf eine weiterentwickelte Panel-Technologie. Unter dem Namen Hyper Radiant Color Tech kombiniert LG neue OLED-Panels mit der Brightness-Booster-Ultra-Technologie.
Diese Kombination soll laut Hersteller eine bis zu 3,9-fach höhere Leuchtdichte im Vergleich zu klassischen OLED-Modellen ermöglichen. Gleichzeitig sollen verbesserte Panels mit zertifizierter Reflection-Free-Technologie störende Spiegelungen deutlich reduzieren.
Zum Einsatz kommt die Technologie in den Serien W6 und G6 sowie in ausgewählten Größen der C6-Reihe.
Mehr KI-Leistung mit dem neuen Alpha-Prozessor
Herzstück der neuen Generation ist der LG Alpha 11 AI Processor Gen3. Der Prozessor arbeitet mit einer Dual-AI-Engine und einer deutlich stärkeren Neural Processing Unit.
Die Rechenleistung der NPU soll laut LG rund 5,6-mal höher ausfallen als beim Vorgänger. Dadurch können Bildanalyse, Rauschreduktion und Detailoptimierung parallel erfolgen, statt nacheinander – was zu einem natürlicher wirkenden Bild führen soll.
C6 und B6 erweitern das Portfolio
Neben dem Flaggschiff umfasst das Line-up auch die LG OLED evo C6, die erneut als flexible Allround-Serie positioniert ist. Sie erscheint in mehreren Bildschirmgrößen von 42 bis 83 Zoll und richtet sich an Nutzer, die hochwertige OLED-Technik mit größerer Auswahl an Formaten suchen.
Die LG OLED B6 bildet wiederum den Einstieg in das OLED-Segment von LG und soll die wichtigsten Vorteile der Technologie zu einem niedrigeren Preis zugänglich machen.
Gaming-Fokus mit bis zu 165 Hz
Auch im Gaming-Bereich will LG seine OLED-Fernseher weiter als High-End-Displays positionieren. Die neuen Modelle unterstützen variable Bildwiederholraten von bis zu 165 Hz sowie eine Reaktionszeit von 0,1 Millisekunden.
Zusätzlich sind Technologien wie NVIDIA G-SYNC und AMD FreeSync Premium integriert, die für flüssigeres Gameplay und weniger Tearing sorgen sollen.
webOS 26 setzt stärker auf KI
Softwareseitig kommt die neue Plattform webOS 26 zum Einsatz. Sie integriert mehrere KI-Dienste und ermöglicht personalisierte Inhalte sowie komplexere Sprachinteraktionen.
Neu ist unter anderem eine Voice-ID-Funktion, die verschiedene Nutzer anhand ihrer Stimme erkennt und automatisch personalisierte Inhalte auf dem Startbildschirm anzeigt.
Darüber hinaus integriert LG KI-Dienste wie Google Gemini und Microsoft Copilot, um Fragen zu beantworten oder Inhalte vorzuschlagen.
Über das webOS-Re:New-Programm verspricht LG außerdem Software-Updates für bis zu vier Jahre.







