Megan Fox im Portrait: Gegen das Schubladen-Denken – ROGUE HUNTER

Spätestens seit „Transformers“ war Megan Fox nicht mehr aus den weltweiten „Most-Beautiful-Listen“ wegzudenken. Ihr Durchbruch war gleichzeitig der Anfang eines, so schien es, vorgefertigten Weges als „Sexbombe in Hollywood“. Doch sie selbst konnte selten was mit dem Rummel um ihr Aussehen anfangen und begann später einen anderen Weg einzuschlagen und gegen ihr Image anzukämpfen.

Wir möchten euch im Zuge des Home-Entertainment-Starts des actiongeladenen Thrillers ROGUE HUNTER die Person Megan Fox näherbringen.

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  • Michael J. Bassett (Regisseur)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 18 Jahren

Die Anfänge, der Durchbruch und die Abrechnung

Ihre ersten Gehversuche als Schauspielerin machte Megan Fox in Serien- und Film-Produktionen wie „Two And A Half Men“, „Bad Boys 2“ oder an der Seite von Mary-Kate und Ashley Olsen in ihrem Filmdebüt „Ferien unter Palmen“. 2007 folgte dann mit „Transformers“ der Film, der sie der breiten Masse zugänglich machte und sie in die Boulevard- und Männermagazine katapultierte. Vorerst blieb sie in der Rolle des sexy Vamps in Filmen wie „Jennifer’s Body – Jungs nach ihrem Geschmack“ oder der Comicverfilmung „Jonah Hex“, doch das sollte sich in den Jahren danach ändern. Vor kurzem kam ein Interview aus dem Jahre 2009 ans Tageslicht als sie zu Gast bei Talkmaster Jimmy Kimmel war. Es ging um die Dreharbeiten von „Bad Boys 2“ und „Transformers“ und vor allem um die Zusammenarbeit mit Regisseur Michael Bay, der von Fox in kein gutes Licht gerückt wurde. „Hollywood ist brutal und frauenfeindlich.“ schrieb sie später in einem Instagram-Beitrag.  Schon als sehr junge Frau habe sie Situationen erlebt, in denen sie sexualisiert und respektlos behandelt wurde. Aus dem Cast für „Transformers 3“ wurde sie aufgrund ihrer Äußerungen gegen Michael Bay gestrichen.

Der Drahtseilakt von der Femme Fatal zur selbstbewussten Frau

Nach ihrem bisexuellen Outing und einigen sexy Fotoshootings in Magazinen wie „GQ“, „FHM“ oder „Maxim“ wurde es ruhiger um Megan Fox. Plötzlich las man in Interviews Äußerungen von ihr wie: „Ich will nicht in eine Schublade gesteckt werden. Ich bin keine männerfressende Femme Fatale. Ich bin genau das Gegenteil, ich bin albern und zurückhaltend“. Sie versuchte, loszukommen von ihrem schon früh abgesteckten Image und bewusst in eine andere Richtung zu steuern. Gut ging es ihr in diesen Zeiten nicht. In einem Interview mit „Entertainment Tonight“ aus dem Jahre 2019 beschrieb sie diesen dunklen Abschnitt ihre Karriere wie folgt: „…ich wollte einfach nichts damit zu tun haben. Ich wollte nicht gesehen werden. Ich wollte kein Foto machen, in keiner Zeitschrift zu sehen sein, keinen roten Teppich runterlaufen müssen. Ich wollte überhaupt nicht in der Öffentlichkeit gesehen werden, wegen der Angst …und absoluten Gewissheit, dass ich verspottet oder angespuckt werden würde…“.

Andere Rollen, turbulente Beziehungen – und Mutter einer Familie

Die Rolle der sexy Lara Croft für den dritten „Tomb Raider“-Film lehnte sie ab, so wird vermutet, um dem ewigen Vergleich mit Schauspiel-Kollegin Angelina Jolie aus dem Weg zu gehen. In ihren Rollen versuchte sie,  ihren Charakteren mehr Tiefe zu geben. Sie spielte die hübsche, jedoch sehr schlagfertige April in den „Teenage Mutant Ninja Turtles“-Filmen, nachdem sie sich mit Michael Bay ausgesprochen hatte und eine Pharmavertreterin in der TV-Serie „New Girl“. 2012 brachte sie ihren ersten Sohn Noah zur Welt. Ein langgehegter Traum ging in Erfüllung und ihre neue Rolle als Mutter erfüllte sie vollkommen. Jedoch folgten schwierige Zeiten mit ihrem mittlerweile Ex-Mann Brian Austin Green, bekannt aus der Serie „Beverly Hills 90210“. Ein stetiges On/Off zollten ihren Tribut. Nach der bestätigten Scheidung 2020 bestätigte sie eine Beziehung mit dem Musiker Machine Gun Kelly.

3 Dinge, die eher nicht über Megan Fox bekannt sind

  • Vom Kaufhaus-Klau bis nach Hollywood: Als Teenager und kurz vor ihren ersten Erfahrungen mit dem Film-Business klaute sie bei Wal-Mart Kosmetik Produkte von Mary-Kate und Ashley Olsen. Sie kam mit einer kleinen Strafe davon: Sie musste Weihnachtsgeschenke einpacken. Später traf sie in ihrem Filmdebüt „Ferien unter Palmen“ persönlich auf die Olsen-Zwillinge. 
  • Marilyn Monroe, das falsche Vorbild: Ganze Bücher-Reihen verschlang sie über den Filmstar. Sogar ein Tattoo mit dem Konterfeit der Hollywood-Ikone zierte ihren Unterarm. Später jedoch wurde ihr klar, wie tragisch Marilyns Karriere verlief und als sie Parallelen zu ihrer eigenen Person und den möglichen Verlauf ihres Lebens sah, distanzierte sie sich von ihrer Begeisterung für Marilyn Monroe. Das Tattoo auf ihrem Arm ließ sie entfernen.
  • Ihre Begeisterung für Comics: Megan Fox ist seit ihrer Kindheit großer Fan von Comics und sammelte zusammen mit ihrer Schwester Unmengen seltener Ausgaben. Später fing sie sogar selbst an, eigene Geschichten zu zeichnen. In einem Interview mit Jimmy Kimmel zählte sie die Comic-Reihen zu „Witchblade“, „Fathom“ und „Gen 13“ zu ihren Favoriten. Auch die „Teenage Mutant Ninja Turtles“ liebte sie sehr und schloss später den Kreis durch ihr Mitwirken als „April“ in den erfolgreichen Kinofilmen von Michael Bay. 

In ROGUE HUNTER schlüpft sie in die Rolle der toughen Söldner-Anführerin Samantha. Der Action-Thriller zeigt neben spektakulären Actionszenen und rasanten Schusswechseln auch Tiefe und macht mit kritischem Blick aufmerksam auf den illegalen Tierhandel weltweit. Ein von der Regisseurin M.J. Bassett gewünschter Nebeneffekt des Films, der zu den „neuen“ Seiten von Megan Fox passt.