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Microsoft, Sony oder Nintendo: Wer hat die beste Lösung für die Speichererweiterung?

Eine Spielekonsole bietet neben dem internen Speicher, zum Abspeichern und Installieren von Spielen, auch die Möglichkeit den internen Speicher durch einen externen Speicher sich zu erweitern. Dabei gehen Microsoft, Sony und auch Nintendo ganz unterschiedliche Lösung an. Wir haben die Drei mal miteinander verglichen.

Nintendo

Die Nintendo Switch oder auch Switch Lite verfügen je über einen internen Speicher von 32 GB. Ein Spiel wie Zelda: Breath of the Wild oder  Super Smash Bros. Ultimate benötigen zwischen 13 GB und 16 GB an Speicher, was wiederum den internen Speicher schnell ausreizt. Als Erweiterung für den Speicher können handelsübliche Micro-SD Karten verwendet werden, die es in Speichergrößen von bis zu 1 TB gibt. Die Preise für eine schnelle 512 GB Karte mit Lesegeschwindigkeiten von bis 170 MB/s tendieren um die 100 Euro bis 120 Euro herum. Damit können viele Spiele auf der Nintendo Switch installiert werden. Nintendo lässt viele Micro-SD-Karten zu und beschränkt die Nutzung nicht auf ein lizenziertes Produkt. Der „Einbau“ ist relativ einfach und die Speichererweiterung kann auch schnell ausgetauscht werden. Die Möglichkeit externe Festplatten anschließen zu können, wird nicht geboten.

Microsoft

Die Xbox Series S verfügt intern über einen 512 GB Speicher, während die Xbox Series X mit einem Terabyte daherkommt. Gerade bei der Series S könnte der Speicher schnell ausgehen, wenn man alleine bedenkt, dass ein Call Of Duty schnell mal 200 GB beansprucht. Hinzukommen diverse Updates und Erweiterungen und schon steht man mit demselben Problem wie bei der Nintendo Switch da. Eine Speichererweiterung wird notwendig, um weitere Spiele nutzen zu können. Bei der Xbox Series X sieht es hingegen etwas beruhigender aus, auch wenn letztendlich nur 800 GB an Speicher genutzt werden kann. Als Erweiterung bietet Microsoft die lizenzierte Speichererweiterungskarte von Seagate an. Diese Karte liefert eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 2400 GB/s und ist für rund 200 Euro bis 230 Euro erhältlich und kann problemlos ausgetauscht und auch zu weiteren Xbox Series Konsolen mitgenommen werden. Handwerkliches Geschick ist nicht notwendig, da hier das Prinzip einer Memory-Card zum Tragen kommt. Leider ist das auch die einzige Möglichkeit sich den Speicher zu erweitern, den Drittanbieter gibt es nicht! Es können weitere externe Festplatten über USB betrieben werden. Hier muss aber ebenfalls auf lizenzierte Modelle gesetzt werden und es können nur Last-Gen-Spiele darüber genutzt werden.

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Sony

Die PlayStation 5, egal ob nun Digital-Edition oder das Laufwerks-Modell verfügen über einen internen Speicher von 825 GB von dem rund 650 GB dem Gamer für seine Spiele übrigbleiben. Damit steht man ebenfalls vor dem gleichen Problem wie bei der Xbox Series S und Nintendo Switch – Der Speicher wird schnell aufgebraucht sein. Mit einem aktuellen Firmware-Update können demnächst alle Gamer ihren Speicher über den M.2 Slot erweitern. Für den Einbau wird etwas handwerkliches Geschick gefordert, denn eine M.2 Festplatte wird wie beim PC fest verbaut. Sony erlaubt es den Gamern jede handelsübliche M.2 SSD-Festplatte zu verwenden, die den notwendigen Spezifikationen der PlayStation 5 entspricht. Die Preise für eine handelsübliche M.2 SSD mit Geschwindigkeiten oberhalb der geforderten 5.500 GB/s liegen bei rund 160 Euro bis 180 Euro. Die Marktlage wird die Preise aber in den kommenden Jahren deutlich verringern oder im Verhältnis höhere Geschwindigkeiten liefern. Zusätzlich können über USB weitere Festplatten für PlayStation 4 Spiele genutzt werden.

Fazit

Nintendo bietet mit der SD-Karten-Nutzung wohl die einfachste und schönste Möglichkeit der Speichererweiterung an, auch wenn jene Speicherkarten zu Preisen einer modernen M.2 Festplatte angeboten werden. Auf diese Art greift Sony zurück und ermöglicht mit den M.2 Slot den Gamern eine breite Auswahl und extrem hohe Geschwindigkeiten an, um auch mit einem PC Schritt halten zu können. Hier muss aber der Schraubendreher hervorgeholt werden. Microsoft setzt auf eine lizenzierte Lösung, die zwar extrem einfach und bequem ist, aber preislich einfach im Verhältnis viel zu teuer ist – gerade wenn man mit dem PC und der PlayStation mithalten will.

Setzten wir die Speichererweiterung von Preis und Leistung in das Verhältnis, muss sich Nintendo leider hinten anstellen. Bei der Switch kommt es aber nicht auf Geschwindigkeit an, sondern nur auf Masse. Sony steht mit der M.2 Festplatten Erweiterung deutlich an vorderster Front, denn jene Festplatten liefern heute schon Geschwindigkeiten von über 7.000 GB/s, mehr als das Doppelte zur Xbox Series, und das zum gleichen Preis wie es Microsoft verlangt.

Die beste Speichererweiterung bietet im Grunde keiner an! Die Lösung wäre eine Kombination aller drei Erweiterungen – Kompaktheit, einfach & bequem zu tauschen, hohe Geschwindigkeiten zu einem marktüblichen Preis.

Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973