Netflix und Warner Bros. Discovery (WBD) haben ihre bestehende Übernahmevereinbarung angepasst: Die geplante Akquisition von Warner Bros. durch Netflix wird künftig als reine Bartransaktion umgesetzt. Das gaben beide Unternehmen am heutigen Dienstag, den 20. Januar 2026 bekannt. Mit dem Schritt wollen die Partner die Struktur des Deals vereinfachen, mehr Sicherheit für WBD-Aktionäre schaffen und den Zeitplan für die notwendige Aktionärsabstimmung verkürzen.
Kaufpreis bleibt unverändert

Am finanziellen Kern der Transaktion ändert sich nichts. Netflix bewertet Warner Bros. Discovery weiterhin mit 27,75 US-Dollar pro Aktie. Zusätzlich sollen WBD-Aktionäre vom geplanten Spin-off von Discovery Global profitieren, dessen Aktien sie im Zuge der Abspaltung erhalten. Finanziert wird die Übernahme durch eine Kombination aus vorhandenen Barmitteln, bestehenden Kreditlinien und zugesagten Finanzierungen.
Vorteile der neuen Struktur
Die Umstellung auf ein All-Cash-Modell bringt laut den Unternehmen mehrere Vorteile mit sich:
- Höhere Planungssicherheit: Der Barpreis eliminiert Marktschwankungen und sorgt für Klarheit über den Wert der Gegenleistung.
- Schnellere Aktionärsabstimmung: Warner Bros. Discovery rechnet nun mit einer Abstimmung der Aktionäre bereits im April 2026.
- Vereinfachter Ablauf: Die neue Struktur reduziert Komplexität und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines reibungslosen Abschlusses.
Zur Unterstützung des beschleunigten Zeitplans hat WBD bereits eine vorläufige Proxy-Erklärung bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.
Strategische Bedeutung für beide Unternehmen
David Zaslav, CEO von Warner Bros. Discovery, sieht in der Anpassung einen wichtigen Schritt hin zur Zusammenführung zweier großer Storytelling-Marken. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos betonte, dass der Deal sowohl für Aktionär:innen als auch für Kreative und Konsument:innen Vorteile bringe und den Zugang zu hochwertigem Film- und Seriencontent weltweit erweitere.
Auch Netflix-Co-CEO Greg Peters hob hervor, dass die Bartransaktion die finanzielle Stärke von Netflix unterstreiche und gleichzeitig Raum für weitere Investitionen in Originalinhalte und Produktionskapazitäten lasse.
Abspaltung von Discovery Global bleibt Teil des Plans
Unverändert bleibt die geplante Aufspaltung von Warner Bros. Discovery in zwei eigenständige börsennotierte Unternehmen: Warner Bros. und Discovery Global. Diese Trennung soll innerhalb von sechs bis neun Monaten abgeschlossen werden und ist Voraussetzung für den Abschluss der Netflix-Übernahme.
Nächste Schritte und Zeitplan
Die geänderte Vereinbarung wurde von den Verwaltungsräten beider Unternehmen einstimmig genehmigt. Der Abschluss der Transaktion steht weiterhin unter dem Vorbehalt:
- der Abspaltung von Discovery Global
- der Zustimmung der WBD-Aktionäre
- regulatorischer Freigaben in den USA und Europa
Netflix und WBD rechnen weiterhin mit einem Abschluss innerhalb von 12 bis 18 Monaten nach Unterzeichnung des ursprünglichen Fusionsvertrags.
Mit der Umstellung auf eine reine Barzahlung setzen beide Konzerne ein klares Signal: Der Zusammenschluss soll schneller, transparenter und mit möglichst wenig Unsicherheiten umgesetzt werden.







