Netflix hat ein weiteres wichtiges Update zur geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) bekanntgegeben. Wie das Unternehmen am 17. Februar 2026 mitteilte, hat WBD seine endgültige Proxy-Erklärung eingereicht und die Einberufung einer Sonderversammlung für den 20. März 2026 angesetzt.
Auf dieser Versammlung sollen die Aktionäre über die von Netflix empfohlene Transaktion abstimmen, bei der Netflix Warner Bros. übernehmen würde – inklusive Film- und TV-Studios sowie HBO und HBO Max.
Netflix spricht von „überlegenem Deal“ für WBD-Aktionäre

Netflix betont in seiner Stellungnahme, dass die Vereinbarung einen klaren Mehrwert und eine hohe Planungssicherheit für die Anteilseigner von WBD biete. Gleichzeitig stellt das Unternehmen klar: Der Netflix-Deal sei derzeit die einzige unterschriebene und vom WBD-Board unterstützte Vereinbarung.
WBD habe zudem erneut empfohlen, dass Aktionäre für die Netflix-Transaktion stimmen sollen.
Fokus auf Wachstum statt Konsolidierung
Netflix sieht die Übernahme als Chance, den Zuschauern weltweit mehr Auswahl und besseren Zugang zu hochwertigen Filmen und Serien zu bieten – sowohl im Streaming als auch im Kino.
Das Unternehmen betont außerdem, dass die Transaktion auf Wachstum und neue Produktionsinvestitionen ausgelegt sei und langfristig Arbeitsplätze schaffen solle, statt Stellenabbau zu fördern.
Regulatorische Genehmigung als zentraler Punkt
Netflix zeigt sich zuversichtlich, dass die Übernahme einen vergleichsweise klaren Weg durch die regulatorischen Prüfungen habe. Beide Unternehmen hätten bereits ihre Hart-Scott-Rodino-Unterlagen eingereicht und stünden im Austausch mit Behörden weltweit, darunter:
- US Department of Justice (DOJ)
- Europäische Kommission
- UK Competition and Markets Authority (CMA)
- US-Bundesstaaten und Generalstaatsanwälte
Netflix spricht von einer „weitgehend vertikalen Fusion“ komplementärer Assets, die regulatorisch weniger problematisch sei.
Kritik an Paramount Skydance (PSKY)
In der Erklärung äußert Netflix deutliche Kritik an einem konkurrierenden Angebot von Paramount Skydance (PSKY). Netflix warnt davor, dass PSKY die regulatorischen Risiken herunterspiele und ein deutlich komplizierterer Prüfprozess drohe.
Besonders problematisch seien laut Netflix die erheblichen Überschneidungen, da PSKY durch eine Fusion mehrere große Hollywood- und TV-Strukturen vereinen würde, darunter:
- große Filmstudios
- wichtige Verleihkanäle
- TV-Studios
- News-Netzwerke
- Sportdistribution
Finanzierung und Jobrisiken im Mittelpunkt der Warnung
Netflix argumentiert zudem, dass PSKYs Finanzierungspläne erhebliche Risiken für die Branche bergen könnten. Das konkurrierende Angebot würde mit rund 84 Milliarden US-Dollar Schulden verbunden sein und könne nur durch massive Kosteneinsparungen umgesetzt werden.
Netflix warnt, dass dies zwangsläufig zu tiefgreifenden Stellenstreichungen führen könnte, was die Unterhaltungsindustrie nachhaltig schädigen würde.
Aktionärsabstimmung am 20. März entscheidend
Netflix ruft WBD-Aktionäre dazu auf, bei der Sonderversammlung am 20. März für die Übernahme zu stimmen. Das Unternehmen sieht darin den sichersten Weg zu Wachstum, Stabilität und langfristigem Wert für die Entertainment-Branche.
Ausblick
Mit der angesetzten Abstimmung rückt die mögliche Fusion zwischen Netflix und Warner Bros. Discovery in eine entscheidende Phase. Sollte die Transaktion genehmigt werden, würde ein neuer Entertainment-Gigant entstehen, der Streaming, Kino und TV-Produktion unter einem Dach vereint.







