Bild: Speedlink & PE

Ordentlich auf die Ohren – Speedlink Gravity RGB 2.1 Subwoofer System im Test

Ihr seid auf der Suche nach einer preisgünstigen, aber dabei klangstarken, Sound-Lösung für PC und mobile Geräte? Dann könnte das aktive 2.1-Lautsprechersystem Gravity RGB von Speedlink für knapp 120 Euro genau das Richtige sein. Der Nachfolger der Gravity Carbon RGB wirbt unter anderem mit sattem Sound, vielseitige Einsatzmöglichkeiten, Tisch-Fernbedienung sowie sechs Modi für die schicke RGB-Beleuchtung. Wie sich das verbindungsfreudige Klang-System im Alltag schlägt, verraten wir euch in unserem ausführlichen Test.

Ersteindruck & Bedienelemente

Solide Verarbeitung und gefälliges Design

Gleich beim Auspacken werden wir in dicken Lettern mit dem Motto „Enjoy the Sound“ begrüßt. Das wird sich noch herausstellen, aber der optische Ersteindruck fällt bereits positiv aus. Sowohl der massive, gut 3,5 kg schwere, Subwoofer, als auch die beiden schlanken Satelliten-Lautsprecher verfügen über einen wertigen, gut verarbeiteten, Holzkorpus mit Metallgittern zum Schutz der Membranen. Mit den Maßen B x H x T von 26,1 x 25,9 x 26.3 cm für den Subwoofer und handlichen 10,8 x 18,2 x 11,9 cm der Satelliten benötigt das System wenig Platz, besonders, wenn ihr den Subwoofer unter dem Tisch verstaut. Allerdings entgeht euch so unter Umständen ein guter Teil der zuschaltbaren Disco-Beleuchtung, am besten ihr platziert das System prominent in Sichtweite.

Eine gute Erreichbarkeit hat noch einen weiteren wichtigen Grund, denn die meisten Anschlüsse und Bedienelemente befinden sich an dem seitlich angebrachten Panel des Subwoofers. Hier werden bei Inbetriebnahme zuerst über zwei USB-Ports die Satelliten verbunden. Und bitte beachtet: Nur dazu sind die USB-Anschlüsse auch gedacht, eine Verbindung mit einer Musikquelle ist darüber nicht möglich. Des Weiteren sind ein Power-Schalter, zwei Drehregler für die Lautstärke und Bässe, ein Stereo-Cincheingang sowie Bedienelemente für die Auswahl der Eingangsquelle, Eco-Modus für automatisches Standby, wenn eine Stunde kein Signal empfangen wird, und die sechs Beleuchtungs-Modi untergebracht.

Anschluss von PC, TV oder mobilen Geräten

Einfaches BT-Pairing und eine gewöhnungsbedürftige Kabel-Fernbedienung

Habt ihr die Satelliten mit dem Subwoofer verbunden und an den Strom angeschlossen, kann es schon sofort losgehen. Mittels Bluetooth ist ein Smartphone, Tablet oder Notebook mit entsprechender BT-Funktionalität in ein paar Sekunden verbunden. Drückt dazu bei Bedarf den BT-Schalter am Subwoofer, um in den Verbindungsmodus zu wechseln – die Power-LED beginnt zu blinken – und nehmt die Verbindung zu eurem Wunschgerät auf.  In unserem Test haben wir mehrere  gängige Android-Geräte sowie Notebooks problemfrei mit dem Speedlink Gravity RGB gekoppelt.

Verfügt eure bevorzugte Klangquelle nicht über drahtlose Bluetooth-Übertragung, dann steht euch ein Stereo-Cincheingang zur Verfügung, an dem ihr beispielsweise einen TV, CD-Player, die Soundkarte eures PCs oder auch ein Plattenspieler mit Vorverstärker problemlos anschließt. Noch mehr Möglichkeiten bietet euch die mitgelieferte Kabelfernbedienung, die über ein 1,5 Meter langes, fest montiertes, Verbindungskabel den Audio-Eingang belegt, dafür aber weitere Anschlussoptionen bereithält. Wünschenswert wäre sicherlich ein optischer Toslink, der heute Standard ist – Einen HDMI-ARC können wir aufgrund des Preises nicht ins Spiel bringen.

So verfügt die auf den ersten Blick ungewöhnlich anmutende Bedienung über ein ebenfalls fest montiertes Kabel mit 3,5 mm Klinkenstecker, an dem sich zum Beispiel ein PC verbinden lässt sowie zwei Klinkenbuchsen: ein Eingang für eine AUX-Quelle und einen Ausgang für Kopfhörer. Nutzt ihr die Kabel-Fernbedienung, steuert ihr mit dem Drehregler bequem die Lautstärke der Klangquelle. Bei BT-Betrieb hat die Fernbedienung keine Funktion.  Ja, idealerweise wären eine Funk-Fernbedienung und zusätzliche Ein- und Ausgänge am Subwoofer wünschenswert, aber diese Lösung ist sicherlich ein gutes Stück dem niedrigen Preis geschuldet. Der beträgt übrigens rund 120 Euro für die RGB-Variante und knapp 100 Euro für das Gravity-Modell ohne Beleuchtung.

Für die Ohren und die Augen

Satte Bässe, schickes Lichtspektakel

Ein Blick auf die extrem leichten Satelliten hat uns schon einiges befürchten lassen, denn lediglich je ein 3 Zoll (ca. 8 cm) Treiber soll den Mitten- und Hochtonbereich abdecken. Es sieht zwar so aus, als ob ein zusätzlicher Hochtöner verbaut wäre, allerdings handelt es sich dabei nur um eine Attrappe. Im Zusammenspiel mit dem deutlich voluminöserem Subwoofer und den 60 Watt Dauerleistung entwickelt die 2.1 Kombination allerdings ein erstaunlich rundes und im höchsten Maße differenziertes Klangbild.  Egal, ob ihr Musik abspielt, Filme schaut oder den Game-Sound erschallen lasst, die Gravity liefert quer durch alle Klangquellen und Genres, gerade in Anbetracht des aufgerufenen Preises, einen beeindruckenden Sound. Besonders hervorheben möchten wir die knackigen Bässe, die erst dann zu Verzerrungen neigen, wenn ihr den zugehörigen Regler wirklich bis zum Anschlag aufdreht.

Neben seinen klanglichen Qualitäten überzeugt das Lautsprecher-System ebenfalls mit optischen RGB-Reizen. Die ringförmig an den Membranen von Subwoofer sowie Satelliten angebrachten LEDs leuchten entweder im Takt der Musik in 16,7 Millionen Farben oder illuminieren den umliegenden Bereich alternativ mit Beleuchtungseffekten wie Einfarbig, Atmen oder Regenbogen. Benötigt ihr nur den Klang und möchtet beispielsweise bei Filmen nicht abgelenkt werden, lässt sich die Beleuchtung auch vollständig ausschalten.

Fazit

Klasse Klang für kleines Geld

Saubere Verarbeitung, ansprechende Materialien und vor allem ein überraschend differenziertes Klangspektrum, bei dem auf Wunsch die Bässe kräftig betont werden können, ohne Verzerrungen zu riskieren: Das preisgünstige 2.1 Lautsprechersystem leistet sich klanglich keine Schwächen und lässt sich weder von wummernden Beats noch detailfreudigen Mittenbereichen an die Grenzen der Leistungsfähigkeit bringen. Dazu kommt eine völlig problemlose Verbindung mit nahezu jeder erdenklichen Klangquelle über Bluetooth oder Cinch-, respektive Klinkenanschluss. Als echter Hingucker erweist sich die integrierte RGB-Beleuchtung, die das volle Spektrum von 16,7 Millionen Farben nutzt. Haben wir auch was zu meckern? Haben wir, denn die Fernbedienung verursacht einen ordentlichen Kabelsalat auf dem Tisch, wenn diese mit dem Subwoofer sowie weiteren Quellen verbunden wird. Nutzt ihr hauptsächlich Bluetooth, dann belasst das Zubehör einfach im Karton.

... wenn es einen Stecker hat, dann wird es getestet. Spielt aktuell die meiste Zeit Destiny 2 auf PS5 oder Gunhed auf der guten alten PC Engine.