Mein bester Freund hatte sich die erste Playstation gekauft und dazu gab es das Spiel Wipeout – Ein futuristisches Rennspiel mit Antigravitationsgleitern auf verrückten Strecken in dem man sogar Waffen und Schilde gegen seine Kontrahenten einsetzen konnte. Die musikalische Untermalung mit treibenden Beats machte das Spiel zu einer Ikone in der Gamingwelt. Es gab zwar diverse Nachfolger und Neuauflagen aber so wirklich warm wurden die Spieler damit nicht. Und nun kommt PACER – Wir haben uns die Testversion des Spiels angesehen und sagen euch, ob es ein würdiger Wipeout-Nachfolger werden kann.

PACER wird von Indie-Entwickler R8 Games entwickelt, der 2014 im Nord-Osten von England gegründet wurde. Aktuell fokussiert sich das Studio auf PC und Konsolentitel. Das Team besteht aus erfahrenen Entwicklern, die bereits an vielen bekannten Spielen mitgewirkt haben, darunter Borderlands, Crackdown 3, Mass Effect, Wipeout, und Motorstorm. PACER ist Teil des Xsolla Funding Clubs, ein Matchmaking-Service, der Videospielentwickler kostenlosmit Investoren verknüpft. 


Was ist Pacer?

Fühlt sich an wie Wipeout!

Im Jahr 2075 wird die PACER-Weltmeisterschaft zum neuen Höhepunkt der Anti-Schwerkraft Motorsport mit Hochgeschwindigkeitsrennen über die gefährlichsten und herausfordernde Strecken. Unternehmen aus der ganzen Welt treten gegeneinander an in einem Kampf der technischen und fliegerischen Fähigkeiten mit dem Ziel, die Meisterschaft zu gewinnen. 

Die Stecken von PACER sind allesamt ziemlich bunt und bieten viel Abwechslung

Das und nicht viel mehr ist der Hintergrund des ziemlich schnellen Combat-Racers von R8 Games. Aber mehr müssen wir ja eigentlich auch nicht wissen, denn immerhin geht es um ein wirklich kniffliges Rennspiel in dem wir unsere Kontrahenten mit Waffen und Schilden an unseren AntiGrav-Gleitern in Schach halten, währen wir versuchen den ersten Platz im Rennen zu erreichen. Und das ist gar nicht so einfach. Wo bei vielen Rennspielen ein Algorithmus dafür sorgt, dass wir immer ganz gut im Feld mithalten, stellt sich Pacer als wirklich herausfordernd heraus. Schon das erste Rennen fordert uns enorm. Die steilen Kurven, in denen wir wohldosiert driften müssen, die langen Geraden in denen wir möglichst jeden Booster einsammeln müssen – das Alles kommt uns einfach unheimlich bekannt vor. Als hätten wir erst gestern mit unseren Freunden um die besten Zeiten auf der Playstation gekämpft. Pacer fühlt sich schon im Menü an als würden wir einen alten Freund wiedertreffen. Das liegt zum einen am Design des Interfaces, das optisch sehr an Wipeout erinnert und zum anderen daran, dass Musik von Tim Wright aka CoLD SToRAGE, dem Schöpfer des Original-Soundtracks zu hören ist. So ist man direkt auf die krassen Rennen eingestimmt. Mit bis zu 1000 km/h heizen wir mit unseren Gleitern auf den wunderschönen Kursen rund um die Welt und setzen Minen, Raketen und Schilde gegen unsere Gegner ein. Eben genau so wie damals, nur neuer und schöner.


Features in Pacer

Was erwartet uns?

Die Streckenführung ist herausfordernd und muss regelrecht trainiert werden

Wo wir in der Testversion des Spiels bisher nur 4 Strecken zur Auswahl haben, erwarten uns im fertigen Spiel 14 unterschiedliche Strecken mit vertauschten Varianten (Nacht, Gespiegelt, Rückwärts). Dadurch gibt es bis zu acht verschiedenen Varianten für jede Strecke. Außerdem bietet Pacer uns acht Spielmodi, in denen wir entweder ein schnelles Rennen fahren, gegen die Stoppuhr antreten oder das schnellste Rennen absolvieren müssen. In Elimination fliegt immer der letzte in der Runde raus, in Zerstörung müssen wir unser Gegner killen, um das Punktelimit zu erreichen. In Ausdauer und Flowmentum müssen wir es möglichst weit auf der Strecke schaffen. Ein Modus aber stand noch nicht zum Test bereit – ein Battle-Royal-Modus mit dem Namen Storm. Wie dieser genau funktioniert können wir erst im fertigen Spiel sehen. Außerdem wird es einen Kampagnen-Modus geben, indem sich Spieler vom Trainee-Piloten über zehn einzigartige Racing-Teams bis hinauf zum PACER-Weltmeister arbeiten können. Natürlich könnt ihr auch Online gegen bis zu 9 andere Spieler antreten und Punkte sammeln, die man dann für neue Skins und Tuning ausgeben kann. Ja, denn PACER bietet und auch eine umfangreiche Fahrzeuganpassung. Bisher können insgesamt fünf Fahrzeugtypen in der Garage in den Bereichen Aussehen, Performance-Tuning und Waffen komplett angepasst werden. Leider gab uns die Testversion dazu auch noch nicht viel preis, wie weit sich die Fahrzeuge spezifisch anpassen lassen, können wir noch nicht sagen. Im Online-Modus gibt es außerdem eine Rangliste, um sich mit den besten Spielern der Welt zu messen und einen Turnier- bzw. Zuschauer-Modus für Streamer und spaßige Events. All das wird mit lizenzierter Musik von Tim Wright, Dub FX, Ed Harrison und vielen mehr untermalt. Zusätzlich bietet das Spiel Ingame-VOIP an, was bedeutet, dass man sich mit anderen Spielern unterhalten kann. Mit einem Repleay-Modus steht uns ein Video-Tool zur Verfügung, mit dem wir geniale Clips unserer Rennen erstellen und teilen können.

Schöne Explosionen und optische Highlights bekommen wir in PACER geboten

Grafisch ist PACER auch nicht zu verachten. Die Strecken sind wohldurchdacht und schön entworfen und oft in aufwendige Burganlagen, Tempel oder Wälder mit riesigen Parabolantennen eingebettet. Wie es sich für die Zukunft gehört, ist vieles beleuchtet und so strotzen die Strecken vor bunter Lichterpracht. Leider sind wir oft viel zu schnell unterwegs um die schönen Orte zu genießen. Schaut man aber zu genau hin, werden auch in PACER einige Patzer deutlich. Einige Texturen wirken verwaschen und deplatziert, was aber auch an der Testversion liegen kann, die nicht das finale Spiel repräsentiert. Zumindest werden uns vom Entwickler 4K Auflösung und 60 Frames pro Sekunde versprochen. Angesichts der guten Performance auf unserem Test-Setup klingt das auch realistisch. Wir sind gespannt wie das fertige Spiel aussieht und welche imposanten Strecken man noch für uns bereit hält.


Release-Termin verschoben

Wann können wir es spielen?

Eigentlich war ein Release von PACER zum 17. September 2020 geplant, wegen der noch ausstehenden Freigabe auf den Konsolen, verzögert sich dieser Termin aber offensichtlich. Da man das Spiel allen Plattformen gleichzeitig zur Verfügung stellen will, muss auch die PC-Version warten. Wir haben diesbezüglich noch einmal mit der PR-Abteilung Kontakt aufgenommen, um Genaueres zu erfahren. Wenn PACER erscheint, dann erscheint es für PC, Playstation 4 und Xbox One, für die PS4 Pro und die Xbox One X erscheinen sogar noch erweitere Versionen des Spiels. Angepeilt ist aber zumindest eine Veröffentlichung im September 2020. Wir hoffen darauf und sind gespannt.


Preview Fazit

Ein würdiger Nachfolger

PACER fühlt sich von der ersten Sekunde an wie ein richtiges Wipeout. Dazu tragen das Design, das Interface und vor allem die Musikuntermalung bei. Auch wenn das Spiel bisher keine RTX-Grafik bietet, schaut es doch für ein Rennspiel ziemlich gut aus. Einen Pokal gewinnt PACER allerdings nicht für das grafische Design, auch wenn die Optik grundsolide ist. Vielmehr entzückt uns das gesamte Erscheinungsbild des Spiels und die grandiose Steuerung der Gleiter. Mit Sicherheit wird PACER viele Fans der älteren Wipeout-Teile glücklich machen und knüpft damit an eine wunderbare Spielerfahrung an. Brisante Rennen, die an Geschwindigkeit und Herausforderung kaum zu überbieten sind.  Auch wenn man bisher nur 14 Strecken und 5 Gleiter angekündigt hat, so ist doch in Zukunft sicher noch Potenzial nach oben. Vielleicht kommen noch weitere Strecken oder Gleiter hinzu oder bietet der Community die Möglichkeit Inhalte für das Spiel zu gestalten. Wir würden es feiern. Bisher feiern wir PACER aber als durchaus würdigen Nachfolger von Wipeout und wünschen dem Studio mit dem Spiel einen großartigen Erfolg.