Bild: Inin Games

R-Type Dimensions III – Klassischer Hardcore-Shooter kehrt zurück und testet deine Reflexe

Die R-Type-Shoot-‚em-up-Spielereihe begann im Jahre 1987. Viele Versionen des Originals sowie diverse Nachfolger wurden über die Jahrzehnte auf vielen Systemen und Mobil veröffentlicht. Der aktuellste Teil nennt sich R-Type Dimensions III aus dem Hause Inin Games sowie dem Würzburger Studio Kritzelkratz 3000 und ist seit dem 18. Mai 2026 erhältlich. So lasst uns schauen, was uns hier erwartet.

R-Type ist eine klassische Sci-Fi-Arcade-Shooter-Reihe, die Ende der 1980er-Jahre ihren Anfang nahm und bis heute als eines der prägendsten Beispiele für das sogenannte „Shoot ’em up“-Genre gilt. Entwickelt wurde die Serie ursprünglich von Irem, und sie hebt sich besonders durch ihr düsteres, biomechanisches Design sowie einen hohen Schwierigkeitsgrad von vielen anderen Vertretern des Genres ab.
Sie gilt bis heute als stilprägend für viele moderne Shoot-’em-ups, sowohl in Bezug auf Atmosphäre als auch auf Spielmechanik.

Wir haben R-Type Dimensions III auf der PlayStation 5 in der Version 1.000.001 getestet. Das Spiel wurde außerdem auf PC, Xbox, Nintendo Switch veröffentlicht. Nach einem Download von 1,96 Gigabyte der auf unserer PS5 ganze 3,2 Gigabyte in Anspruch nahm, konnte der bleihaltige Ausflug in den Weltraum starten.

Ersteindruck

Inhaltlich hat sich seit dem ersten Teil aus dem Jahre 1987 nichts geändert, das Bydo Empire bedroht wieder mal die menschliche Rasse und unsere Aufgabe ist es natürlich, diesem ein Ende zu setzen. Unser R-90 Ragnarok Raumschiff kann natürlich auch wieder mit dem legendären Force-Zusatzmodul, am Anfang des Spiels in einer von drei Varianten, ausgerüstet werden, welches man am vorderen oder hinteren Teil unseres Raumschiffs befestigen kann und welches mit einem Knopfdruck aber auch immer wieder in Richtung unserer Gegner abgekoppelt werden kann. Dann schießt das Modul auch von selbst, was gerade in Abschnitten, die mit unserem Raumschiff schwer erreichbar sind, sehr von Vorteil ist.

Unsere normale Bordwaffe ist relativ schwach von der Feuerkraft her. Erst wenn man die Feuertaste gedrückt hält, lädt sich unsere Bordwaffe zu einem starken Feuerstoß auf, der kleineren und mittleren Gegnern keine Chance lässt. Aber in der Aufladephase sind wir sozusagen fast wehrlos, daher muss man immer gut abwägen, wann man die Bordwaffe auflädt.
Das Spiel beinhaltet einen 1- oder (lokalen) 2-Spieler-Modus. Spaßige Couch-Koop-Abende sind daher sehr zu empfehlen. Es gibt 2 Schwierigkeitsgrade (Normal/Advanced), wobei wir mit dem normalen Schwierigkeitsgrad schon wirklich zu kämpfen hatten. Aber so war R-Type schon immer, das Spiel verlangt präzise Steuerung, gutes Timing und das Auswendiglernen von Gegner- und Levelmustern. Schon kleine Fehler können schnell zum Verlust eines Lebens führen. Und mit dem Lebensverlust verliert man auch all seine Zusatzwaffen die man sich vorher schwer erkämpft hatte. Hier entscheidet sich dann, wie ausdauernd der Spieler ist, denn R-Type ist, um es mal auf den Punkt zu bringen, bockschwer. Für manchen eine Herausforderung für andere ein K.O.-Kriterium.

Gameplay

Das Gameplay von R-Type ist ein klassisches Side-Scrolling-Shoot-’em-up, bei dem sich der Spieler durch feindlich gestaltete Levels kämpft und dabei ständig Gegnerwellen, Hindernissen und Bossen ausweichen muss.

Ein zentrales Spielelement ist das schon erwähnte „Force“-Modul: ein kugelförmiger Begleiter, der entweder am Raumschiff befestigt oder frei im Raum platziert werden kann. Dadurch lässt er sich sowohl defensiv als Schutzschild als auch offensiv als zusätzliche Waffe einsetzen. Dieses System verleiht dem Gameplay eine taktische Ebene, da die Positionierung der Force entscheidend für den Erfolg ist.
Zusätzlich sammelt man Power-ups, um die Hauptwaffe zu verbessern, darunter auch einen aufladbaren Schuss, der besonders starken Schaden verursacht. Da die Gegner und Level oft Muster haben, spielt auch das Auswendiglernen der Abschnitte eine wichtige Rolle.

Was sich hier noch relativ entspannt liest für einen Shoot-‚em-up-Fan, hat uns in der Praxis schon wirklich an unseren Reaktionen zweifeln lassen. Die Spielgeschwindigkeit ist ultraflüssig und von guter Geschwindigkeit. Nicht zu vergleichen mit den teilweise stotternden Abschnitten einer SNES-Version. Diese Modernisierung setzte aber nun wirklich pixelgenaue Steuerung voraus und eine Reaktionszeit, die manchmal kaum messbar zu sein scheint. Hier werdet ihr so manchen virtuellen Tod erleben, aber so ist und war R-Type schon immer.

Nach alldem müssen wir noch die technischen Verbesserungen ansprechen, denn diese sind einfach super umgesetzt. Und zwar kann man im Spiel zwischen der originalgetreuen Pixelgrafik und einer vollständig neu aufgebauten 3D-Engine wechseln. Dadurch werden dieselben Spielinhalte technisch doppelt umgesetzt – einmal als klassische Sprite-basierte Darstellung und einmal als moderne 3D-Inszenierung mit beleuchteten Modellen, Partikeleffekten und dynamischer Kamera.

Umfang, Grafik und Sound

Die Spielzeit ist genretypisch recht kurz gehalten. Für einen normalen Durchlauf der Kampagne benötigt man ungefähr 1 bis 3 Stunden, je nach Schwierigkeitsgrad und Können. Da das Spiel sehr anspruchsvoll ist, werden viele Spieler beim ersten Versuch deutlich länger brauchen, weil häufige Neustarts und Lernphasen dazugehören.
Ein gewisser Wiederspielwert ist da, alleine schon, um einen besseren Highscore zu erreichen oder die lustigen und natürlich fordernden Couch-Koop-Abende.

Die Grafik ist das auffälligste Merkmal, da das Spiel zwei visuelle Stile gleichzeitig bietet. Einerseits gibt es die originalgetreue Pixelgrafik, die den Retro-Charme der Reihe bewahrt. Andererseits wurde alles in einer modernen 3D-Optik neu umgesetzt, mit detaillierten Modellen, Lichteffekten und Partikeln. Diese technische Dualität erlaubt es, jederzeit zwischen Nostalgie und moderner Präsentation zu wechseln. Besonders die 3D-Version wirkt dynamischer, kann aber durch die vielen Effekte manchmal unübersichtlich werden.

Der Sound wurde ebenfalls überarbeitet und bietet sowohl klassische Musik- und Soundeffekte als auch modern remasterte Versionen. Die typischen Sci-Fi-Sounds der Serie bleiben erhalten, wirken jedoch klarer und kräftiger. Der Soundtrack unterstützt die intensive Atmosphäre der Levels und trägt stark zur Spannung bei, ohne dabei von der Action abzulenken.

Fazit

R-Type Dimensions III ist ein kompromissloser Arcade-Shooter, der nichts beschönigt. Wer klassische Shoot-’em-ups liebt und sich gerne durch knallharte Patterns kämpft, bekommt hier genau das, was die Serie seit Jahrzehnten ausmacht – nur in moderner technischer Verpackung. Und diese Verpackung kann sich sehen lassen, allein der nahtlose Wechsel zwischen Retro- und moderner Optik ist schon eine Klasse für sich. Wir hatten eine schöne Zeit mit diesem Titel und können ihn nur wärmstens empfehlen, vorausgesetzt, ihr habt die Geduld und Ausdauer, Euch diesem doch recht herausfordernden Spiel zu stellen. Neulinge sollten vielleicht erstmal in die Serie reinschnuppern.

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