Auf der CES 2026 hat Razer eine Vielzahl neuer Konzepte, Produkte und Plattformen vorgestellt, die gemeinsam den Aufbau eines ganzheitlichen KI-Gaming-Ökosystems markieren. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf klassischer Gaming-Hardware, sondern zunehmend auf künstlicher Intelligenz, Wearables, Entwicklerlösungen und multisensorischen Erlebnissen.
Mit seiner bislang ambitioniertesten Messepräsenz zeigt Razer, wie KI künftig das Spielen, Arbeiten und Erleben digitaler Inhalte verändern soll – vom Schreibtisch über das Wohnzimmer bis hin zur mobilen Entwicklung leistungsfähiger KI-Anwendungen.

Project AVA wird zum KI-Companion für den Alltag
Project AVA entwickelt sich von einem reinen E-Sport-KI-Coach zu einem vollwertigen KI-Companion für den Schreibtisch. Das System verfügt über ein 5,5-Zoll-Display mit animiertem Avatar, eine adaptive KI-Persönlichkeit sowie einen sogenannten PC Vision Mode, der Bildschirm- und Kontextinformationen analysieren kann.
Damit geht Project AVA über Gaming hinaus und soll Nutzer auch bei Produktivität, Organisation und alltäglichen Aufgaben unterstützen. In den USA ist das System bereits zur Reservierung verfügbar.
Project Motoko zeigt Razers Vision für tragbare KI
Mit Project Motoko gibt Razer einen Ausblick auf ein KI-natives Wearable der nächsten Generation. Das kabellose Headset-Konzept setzt auf eine mobile KI-Plattform und kombiniert zwei First-Person-Kameras mit intelligentem Audio-Feedback sowie Mikrofonen für Nah- und Fernfelderkennung.
Ziel ist eine erweiterte visuelle und akustische Wahrnehmung, die sowohl im Gaming als auch im Alltag eingesetzt werden kann. Gleichzeitig sollen die erfassten Perspektivdaten zur Weiterentwicklung von KI-Modellen und Robotik-Anwendungen beitragen.
Razer stellt KI-Entwicklungsplattform für lokale Workflows vor
Ein zentraler Bestandteil der CES-Präsentation ist das neue Razer AI Developer Ecosystem. Es richtet sich an Entwickler und Forscher, die KI-Anwendungen lokal und ohne Cloud-Abhängigkeit entwickeln möchten.
Die Razer Forge AI Developer Workstation ist als Hochleistungsplattform für Training, Inferenz und Simulation ausgelegt. Sie unterstützt mehrere professionelle GPUs, leistungsstarke CPUs und hohe Speicherbandbreiten und lässt sich vom klassischen Tower bis hin zu Rack-Systemen skalieren.
Ergänzt wird die Hardware durch das Open-Source Razer AIKit, das lokale KI-Workflows optimiert und das Ausführen sowie Feinjustieren großer Sprachmodelle mit geringer Latenz ermöglicht. Die Plattform ist frei zugänglich und kann von der Community erweitert werden.
Partnerschaft mit Tenstorrent für mobile KI-Leistung
In Zusammenarbeit mit Tenstorrent kündigt Razer zudem einen kompakten KI-Beschleuniger an, der über Thunderbolt 5 an kompatible Systeme angebunden wird. Die Lösung richtet sich an Entwickler, die leistungsfähige KI-Rechenleistung mobil einsetzen möchten.
Das modulare Design erlaubt den Zusammenschluss mehrerer Einheiten für skalierbare Experimente und unterstützt generative KI, Bildverarbeitung sowie anspruchsvolle KI- und Machine-Learning-Workloads.
Gaming-Hardware für Wohnzimmer und Immersion
Auch im klassischen Gaming-Segment zeigt Razer neue Produkte. Der Wolverine V3 Bluetooth wurde gemeinsam mit LG entwickelt und ist für Cloud-Gaming auf Smart-TVs optimiert. Der kabellose Controller kombiniert extrem niedrige Latenz mit integrierter TV-Steuerung und richtet sich an Couch-Gamer, die Wert auf kompetitive Performance legen.
Mit Project Madison stellt Razer zudem ein Konzept für einen multisensorischen Gaming-Stuhl vor. Haptisches Feedback, räumlicher Klang und dynamische Beleuchtung sollen Spiele physisch erlebbar machen. Ergänzt wird das Portfolio durch den Iskur V2 NewGen, der auf verbesserte Ergonomie, Kühlung und Langzeitkomfort ausgelegt ist.
KI als zentraler Baustein der Gaming-Zukunft
Mit seinem Auftritt auf der CES 2026 macht Razer deutlich, dass künstliche Intelligenz künftig eine zentrale Rolle im Gaming-Ökosystem spielen soll. Von KI-Companions über Wearables bis hin zu Entwicklerplattformen verfolgt das Unternehmen eine Strategie, die weit über klassische Peripherie hinausgeht und Gaming, Produktivität und KI-Entwicklung enger miteinander verzahnt.






