Bild: Taotronics & PE

Saubere Luft nicht nur für uns – TaoTronics Luftreiniger TT-AP003 im Test

Es liegen schwere Monate hinter uns, in denen viele zum Home-Office wechseln mussten oder andere Einschränkungen hingenommen wurden. Dabei stand zu jederzeit die Gesundheit des Einzelnen im Vordergrund und Luftreiniger schienen sich mehr und mehr zu etablierten. Da die ganze Phase auch an uns nicht vorbeigegangen ist, haben wir uns den Luftreiniger TT-AP003 von TaoTronics angeschaut. Aber bei uns stand das Gerät unter einem anderen Aspekt im Focus. Warum und was wir von dem Gerät in Erfahrung bringen konnten, wollen wir euch hier berichten.

Gesamtansicht ist schlicht und neutral

Die Sommermonate neigen sich nun dem Ende zu und das Lüften der eigenen Räumlichkeiten rückt wieder in den Hintergrund, denn dabei geht viel Wärme und Energie verloren. Gerade in einer Großstadt gestaltet sich das Lüften schwer, denn Lärm und Luftverschmutzung sind nur eines der Übel. Darum geht uns eigentlich nicht! Wir sind von einem Aspekt regelrecht genervt, den jeder Gamer am PC oder einer Spielekonsole kennt – Die Rede ist vom Staub, der sich zu gerne an der Spielekonsole festsetzt und auch unser schönes PC-Innenleben trübt. Da können wir saugen und putzen, fast täglich Staubwischen, um eine Reinigung und extra Filter für unsere liebsten Stücke der Freizeitbeschäftigung kommen wir nicht herum.

Ersteindruck & Installation

Ganz einfach aufstellen

Der TaoTronics Luftreiniger ist ein 360 mm x 200 mm x 555 mm großer „Kasten“, der eigentlich nur ausgepackt und in die Steckdose gesteckt werden muss. Ohne irgendwelchen Schnickschnack ist er sofort einsatzbereit. Wir müssen nur die schützende Folie vom Filter entfernen. Auf der Oberseite finden wir die Bedienelemente vor, die uns die Ventilatorstärke, den Auto-Modus, eine Kindersicherung, ein Schlaf-Modus und neben einem Timer auch den Powerknopf bieten. Mehr braucht es auch nicht, denn im Grunde läuft er im Auto-Modus am besten. Zentral angeordnet und gut erkenntlich, befindet sich ein Display, welches uns unsere Eingaben nochmal bestätigt. Dazu lässt sich anhand einer farblichen LED auch der „Reinheitsgrad“ der Luft erkennen und das alles nochmal mit Angaben in Mikrogramm je Kubikmeter. Jene Angaben beziehen sich auf die Schwebestoffe in der Luft und so kann die Messung auch mit einem Feinstaubmessgerät in Bezug genommen werden.

Immer alles im Blick

Funktion & Wirkung

Ohne Labormessung schwer

An der Front befindet sich das Lufteinlassgitter und dahinter ein waschbarer Vorfilter und 3-stufiger H13 HEPA-Filter (wird im medizinischen Bereich und Flugzeugen eingesetzt). So bilden insgesamt 5 Schichten eine optimale Luftreinigung, um mindestens 99,97 % aller Partikel bis zu einer Größe von 0,3 Mikrometern einzufangen. Mit einer geringen Lautstärke von unter 32 dB kann das Gerät auch nachts in Schlafräumen seinen Einsatz finden – Bei uns stand er über Wochen im Office, um unsere PCs und Konsole in erster Instanz vor diesem fiesen elektrostatischen Staub zu schützen.

Der Filterwechsel nach 3-6 Monaten gestaltet sich sehr einfach.

Das Prinzip und die Arbeitsweise sind somit leicht und funktionell. Die Luft wird angesaugt, durch den Filter gejagt und nach oben wieder ausgeblasen. Gerade in den vergangenen Sommermonaten etablierte sich der Luftreiniger, da auch hier Pollen aus der Luft gefiltert wurden.

Dank eines Griffes auf der Rückseite, ist er auch flexibel einsetzbar

Sind wir aber mal ehrlich: Ganz ohne Labormessungen müssen auch wir den Angaben des Herstellers vertrauen und können keine Angaben zu dessen Reinigungswirkungsgrad machen. Der TaoTronics TT-AP003 schafft 384 Kubikmeter Luftaustausch in der Stunde und erreicht damit einen 5-fachen Luftdurchfluss bei einem 30 Quadratmeter großen Raum. Das darf gerne als ordentlich bezeichnet werden. Bedenken wir alleine, dass wir durch unsere Bewegungen und Arbeiten im Raum viel Staub aufwirbeln, sind wir so weit sehr zufrieden, denn innerhalb von 8 Stunden in einem Büro wird nie so oft gelüftet, dass die Schwebeteilchen abnehmen. Mit dem Luftreiniger atmen wir jetzt nicht besser, aber Allergiker täten es schon spüren. In unserem Fall der PC, der nun deutlich weniger Staub an der Oberfläche offenbart.

Fazit

Ob man es wirklich braucht…

… hängt in der ersten Linie vom Einsatzort ab. Dabei kann es sehr nett sein, wird aber nicht unbedingt vonnöten sein. In einem Büro, wo gleich mehrere Computer samt Personal werkeln, ist ein Einsatz wohl eher zu empfehlen. Genauso wie in Warteräumen beim Arzt oder in Empfangsräumen, denn der Filter fängt auch Schwebeteilchen in Form von Aerosolen ein, die ja gerade heutzutage die bösen Viren transportieren. Bei all dem kann der Luftreiniger aber immer noch für Gamer interessant sein, denn so sparen wir uns das lästige Staubentfernen von PC und Konsole – Es ist zu mindestens deutlich weniger als wir es ohne kennen. Das 200 Euro teure Gerät haben wir dann an eine öffentlich bedürftige Gemeinschaft gespendet, dort kann es dann richtig werkeln und sich nicht nur zur Schau stellen. Ob sie sich aber einen Ersatzfilter leisten können, ist eine andere Frage, da ein Filter mit rund 50 Euro zu Buche schlägt.

Erhältlich ist das Gerät nur auf der hauseigenen Webseite, eine Listung bei amazon.de konnten wir nicht ausmachen.

Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973