Bild: be quiet! & PE

SILENT LOOP 2 240 mm – Wasserkühlung von be quiet! im Test

Wenn sich Gamer heute einen neuen PC zusammenbauen möchten, steht irgendwann eine wichtige Frage im Raum: Soll es ein gewöhnlicher Kühler für den Prozessor sein oder ein moderneres wassergekühltes System? Mit dem SILENT LOOP 2 haben wir uns ein modernes, wassergekühltes All-in-One-Gerät angesehen. Wie sich die AiO-Wasserkühlung im Test schlägt, erfahrt ihr hier bei uns.

Be quiet! werben bei diesem AiO-Wasserkühler damit, dass er das Vorgängermodell übertreffe. Beim Vorgängermodell soll es dazugekommen sein, dass 1 % der Geräte kleine Makel aufwiesen und nicht dem Namen von be quiet! entsprachen. Dem sei entsprechend entgegengewirkt worden.

Ersteindruck und Montage

Ein ziemlicher Brecher

Geliefert wird der Silent Loop 2 in einem markentypischen, schwarzen Karton, der mit seinem Gewicht erahnen lässt, dass hier hochwertige, aber auch schwerere Materialien verarbeitet wurden. Außen ist ein Bild des Wasserkühlers, sowie einige der Spezifikationen zu sehen. Direkt nach dem Öffnen sehen wir das gute Stück auch schon, fein säuberlich versaut. Neben der Kühleinheit werden zwei Silent Wings 3 Lüfter, Backplates und Abstandsbolzen für Intel- und AMD-Prozessoren, sowie ein 100 ml-Fläschchen mit einem Gemisch aus Wasser und Propylenglycol für den Kühlkreislauf mitgeliefert.

Kompatibel ist der Silent Loop 2 mit den Sockeln 1200 / 2066 / 1150 / 1151 / 1155 von Intel und AM4 / AM3(+) von AMD. Hierfür solltet ihr die Anleitung eures Mainboards prüfen, um sicherzugehen für welchen Sockel ihr die zusätzlichen Teile benötigt, damit ihr den Silent Loop 2 einbauen könnt. Mit etwas handwerklichen Geschick könnt ihr den Einbau sehr schnell vornehmen. Selbst Wärmeleitpaste hat be quiet! hier beigelegt. Diese reicht laut Angaben sogar für bis zu zwei Anwendungen aus.


Anschließend muss man nur noch die beiden Silent Wings 3 120 mm Lüfter am Radiator (Kühleinheit) befestigen, den Radiator im Gehäuse anbringen, die Energieversorgung anschließen und das wars. Für die Inbetriebnahme ist es nicht nötig die Wasserkühlung zu befüllen. be quiet! gibt hier an, dass ein Nachfüllen der Wasserkühlung erst nach zwei Jahren gebraucht notwendig ist. Eine Synchronisation der ARGB-Beleuchtung mit dem Gehäuse ist für das Mainboard ebenfalls möglich. Hierfür muss lediglich der mitgelieferte Stecker mit dem Mainboard verbunden werden. Die Beleuchtung des Kühlers kann mit einer Nadel, welche ebenfalls im Lieferumfang auf der letzten Seite der Betriebsanleitung angebracht und enthalten ist, am Pumpengehäuse eingeschaltet werden. Falls man die Beleuchtung nicht mit dem Mainboard synchronisieren kann oder möchte, hat be quiet! sogar noch eine kleine Fernbedienung beigelegt, um die Beleuchtung nach dem eigenen Geschmack zu konfigurieren. Die Beleuchtung des Pumpengehäuses ist übrigens sehr dezent gehalten, macht optisch aber trotzdem noch einiges her.

Spezifikationen & Leistung

Sehr gute Kühlung ohne großen Lärm

Bei der Kühlung handelt es sich um eine Lüfter-Radiator-Kühlung mit zwei 120 mm Lüftern aus der Hauseigegen Silent Wings-Reihe von be quiet!, welche einfach in die meisten Gehäuse eingebaut werden kann. Der Radiator selbst besteht aus schwarz lackierten Aluminium, ist mit Lüftern 272 x 120 x 52 mm groß und wiegt 1046 Gramm. Verbunden ist der Radiator über textilummantelte Schläuche mit dem Pumpengehäuse. Die Pumpe selbst schafft laut be quiet! eine Maximaldrehzahl von 2800 U/min und kann zwischen 9 und 12 Volt geregelt werden. Die Pumpe selbst wurde von be quiet! eingedämmt, um Vibrationen zu vermeiden. Gummielemente sind im Übrigen aus den gleichen Gründen ebenfalls am Radiator angebracht. Der Kühlerboden besteht aus vernickeltem Kupfer und hat deshalb optisch eher etwas von Edelstahl.

Die Pumpe ist mit einem 6-Pol-Motor ausgestattet, um eine hohe Kühlperformance zu gewährleisten und setzt zudem auf ein Drei-Kammern-System um Lärm zu reduzieren. Denn auch damit wird der Silent Loop 2 seinem Markennamen gerecht: Er ist bei Betrieb einfach kaum zu hören. Lediglich 43 dB(A) soll der Kühler laut sein, was bei uns, dank des Gehäuses von be quiet! sogar noch zusätzlich gedämpft wurde.

Ebenfalls ein Highlight ist die, bereits erwähnte, Nachfüllbarkeit des Kühlkreislaufes. Das sogt für eine sehr viel größere Lebensdauer, jedoch gestaltet sich das Auffüllen selbst gegebenenfalls als etwas umständlich, da der Radiator hierfür ausgebaut werden muss. Dafür muss erwähnt werden, dass die meisten Wasserkühlsysteme nicht über eine derartige Möglichkeit verfügen. In manchen Fällen muss die Hardware dann sogar beim Hersteller eingeschickt werden, was be quiet! hiermit einfach umgangen ist.

Fazit

Gutes Wasserkühlsystem

Der Silent Loop 2 von be quiet! hat uns durch eine hohe Kühlleistung, kombiniert mit der Hersteller-typischen, kaum wahrnehmbaren Betriebslautstärke und der zusätzlichen Belüftungsmöglichkeit im Gehäuse überzeugt. Die dezente Beleuchtung könnte für viele ebenfalls ein Kaufgrund sein, da be quiet! hier eindeutig darauf verzichtet, die umliegende Umgebung auszuleuchten, jedoch optisch dennoch nicht ins Hintertreffen gerät. Preismäßig liegt der Silent Loop 2 mit ca. 120 Euro zwar im mittleren Segment für Wasserkühlsysteme, jedoch erhält man dafür den derzeitig wohl besten Kompromiss aus Kühlleistung und Betriebslautstärke.

Top-Angebot
be quiet! Silent Loop 2 240 mm
17 Bewertungen
be quiet! Silent Loop 2 240 mm
  • Gedämmte und regulierbare Pumpe mit 6-Pol-Motor für sehr leisen und extrem performanten Betrieb
  • Leistungsstarkes 3-Kammer-Design reduziert signifikant Verwirbelungen und Lärm
  • Silent Wings 3 PWM high-speed Lüfter für sehr hohe Kühlleistung und nahezu flüsterleisem Betrieb