Sony hat mit Quick Spectral Super Resolution (QSSR) eine eigene KI-Upscaling-Stufe für die Standard-PS5 angekündigt und am 1. Oktober 2026 direkt als Patch in zwei Spielen ausgeliefert. Das teilte Sony auf dem PlayStation.Blog mit.
Ein Ableger von PSSR für die Basis-Konsole
Bislang war KI-Upscaling der PS5 Pro vorbehalten, deren PSSR (PlayStation Spectral Super Resolution) auf eigener Machine-Learning-Hardware läuft. Die Basis-PS5 besitzt diesen Chip nicht, weshalb die Rechendemand von PSSR dort bisher nicht umsetzbar war. QSSR entsteht aus Project Amethyst, Sonys Grafik-Kooperation mit AMD, und setzt auf eine gestraffte neuronale Netzwerkarchitektur plus eine handoptimierte Implementierung, die die Leistung der Standard-Konsole ausreizt.
„Während PSSR auf der PS5 Pro der Goldstandard bleibt, bringt QSSR einige bemerkenswerte Verbesserungen bei Bilddetails und Bildstabilität auf der PS5.“, schreibt Daniel Craig, Principal Engineer im Graphics-R&D-Team von Sony Interactive Entertainment.
Die ersten Spiele sind Marvel’s Wolverine und Ghost of Yōtei
Marvel’s Wolverine von Insomniac Games und Ghost of Yōtei von Sucker Punch sind die ersten Titel mit QSSR. Beide Spiele erhielten am 1. Oktober 2026 einen Patch, der das Upscaling als zusätzliche Grafikoption auf der Standard-PS5 freischaltet. Sony zeigt die Unterschiede in offiziellen Vergleichsvideos, etwa für Ghost of Yōtei.
Mike Fitzgerald, Head of Technology bei Insomniac, sagt, QSSR bringe mehr Klarheit und Stabilität auf Pixelebene in die Straßen von Madripoor und Shinjuku. Jasmin Patry, Lead Rendering Engineer bei Sucker Punch, ergänzt, die temporale Stabilität sei auf der Basis-PS5 so noch nicht möglich gewesen.
Was QSSR leistet, bewerten unabhängige Tester zurückhaltender als Sony. Ein erster Praxistest kommt zu dem Schluss, dass der Qualitätsgewinn in Marvel’s Wolverine teils hervorragend ausfällt, in Ghost of Yōtei dagegen kleiner bleibt, weil das Spiel auf der Basis-PS5 ohnehin schon sauber aussieht. Sony selbst nennt keine Leistungszahlen, keine Auflösungsziele und keine Framerate-Werte.
Offen für alle Studios
Sony kündigt an, QSSR künftig allen PlayStation-Entwicklern zur Verfügung zu stellen. Erste Einordnungen von Testern zeigen: Das Modell ist deutlich leichtgewichtiger als PSSR und hält Details etwas schlechter fest, soll aber deutlich präziser arbeiten als das bisher übliche temporale Upscaling auf der Basis-Konsole. Ein praktischer Vorteil für Spieler der Standard-PS5: Sie bekommen einen Teil des PS5-Pro-Bildeindrucks, ohne rund 900 US-Dollar für die Pro-Konsole auszugeben, einen Preis, der in den USA gilt. Wann weitere Titel und Studios nachziehen, hat Sony nicht genannt.




