JBL, ein US-amerikanischer Hersteller von Audiosystemen und -zubehör und eher bekannt für seine Heimkino-Lautsprecher und Bluetooth-Kopfhörer, steigt mit der Quantum-Reihe nun auch in den Gaming-Bereich ein. Die Gaming-Headset-Serie wurde auf der CES 2020 vorgestellt und umfasst gleich sechs Headsets – Vom Einstieg bis hin zum Profi. Wir haben uns das JBL Quantum 600 Wireless-Headset auf die Rübe gesetzt und an verschiedenen Geräten ausprobiert.
Durch die Covid-19-Pandemie ist Quantum-Reihe leider sehr spät auf den Markt gekommen, aber immer noch pünktlich zum Start der neuen Konsolen-Generation. Das Quantum 600 ist ein Wireless-Headset, dass in erster Instanz für den PC optimiert wurde, aber auch an weiteren Geräten wie der PlayStation, Xbox, Nintendo Switch und auch am Mac genutzt werden kann. Aktuell ist das Headset zu einer UVP von 149,00 Euro erhältlich – Die Preise bei amazon.de pendeln sich auch in diesem Bereich ein.
Komfort & Verarbeitung
auf den Gamer zugeschnitten


Die beiden von Leder geprägten Ohrmuscheln umschließen unsere Ohren komplett und dürften auch Gamer mit großen „Löffeln“ gerecht werden, denn auch der Kopfbügel wurde mit einem Lederbett ausgestattet, um den Tragekomfort für mehrere Stunden so bequem wie nur möglich zu gestalten. Sehr auffällig entpuppen sich im Design die beiden Kabel, die eine Verbindung zwischen den beiden Ohrmuscheln gestalten. Sämtliche Bedienelemente wurde auf der linken Seite angebracht, für eine schnelle und einfache Handhabung. Fernab wurde der Power-Knopf alleine an der rechten Ohrmuschel platziert und stört somit im Eifer des Gefechts nicht die Stummschaltung oder Lautstärkeregelung. Hier kann auch der Sprachchat reguliert werden. Einzig und alleine das Mikrofon, in seinem Design, wirkt etwas zu zart und erweckt einen zu einfachen Eindruck. Schalten wir es stumm, informiert uns eine kleine rote LED über dessen Status.
Technische Daten, Bedienung
recht ordentlich
JBL spendierte dem Quantum 600 zwei 50 mm Dynamikmembranen, die uns einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz liefern und das bei 32 Ohm. Das Mikrofon ist unidirektional und bietet einen Frequenzbereich von 100 Hz bis 10 kHz. Damit bewegt sich JBL bei diesem Headset im allgemein bekannten Bereich der Gaming-Headsets.

Software
Wie schon angesprochen, bietet JBL für die Quantum-Reihe auch eine Software, als Quantum-Surround-Engine bekannt. Diese kann über die hauseigene Webseite HIER heruntergeladen werden. Der Download umfasst nur 90 MB und muss im Anschluss noch entpackt werden. Auf der Festplatte werden anschließend 191 MB belegt. Die Engine versorgt uns im ersten Moment auch mit einer neuen Firmware für das Headset, als auch für den zugehörigen Dongle – Alles läuft automatisch ab.
Die Software erinnert uns ein wenig an die alten Tage im Basic, ist aber sehr übersichtlich aufgebaut. Hier können wir allerhand Einstellungen vornehmen, die auch selbsterklärend sind. Wir empfehlen die RGB-Beleuchtung auf OFF zu stellen, was eine höhere Akkulaufzeit ermöglicht, denn 14 Stunden sind schon etwas wenig für ein Wireless-Headset. Neben dem 10-Band-Equalizer können wir hier den DTS-Sound und den Quantum 7.1 Surround auswählen. So haben wir in der Software auch erkannt, dass ein einfach nach Oben klappen des Mikrofons dieses stumm schaltet. Für den optimalen Sound am PC stellt JBL eine kurze Anleitung in Form eines Videos bereit.
Sound & Klangbild
überraschend gute Dynamik
Da es sich bei dem Quantum 600 um ein für den PC konzipiertes Headset handelt, haben wir es in erster Instanz auch mit der Software getestet. Hier wurden wir zugleich ins Staunen versetzt, da das Headset zeigt, JBL hat seine ganze Erfahrung aus dem audiophilen Bereich hineingesteckt. Der Klang wird in allen Bereichen mit Dynamik geprägt und kann zugleich klare Höhe und intensive Tiefen bieten, welche von den Mitten unterstützt werden. Je nach personalisierter Einstellung erhalten wir ein für den E-Sport gemachtes Headset oder ein pures Bass-Monster, dass jedes Adventure immersiver wirken lässt. Hier darf gerne am Equalizer gedreht werden, wie es einem beliebt – Das JBL Quantum 600 wird jedem Gamer gerecht und kann sogar mit dem „Raumsound“ für eine klangvolle Umgebung sorgen. Am PC sorgt der DTS-Sound für mehr Kraft und lässt sogar so manchen Kopfhörer links liegen.
Natürlich haben wir das Headset auch an die PlayStation 4 und PlayStation 5 gestöpselt und es wurde ohne Probleme erkannt. Hier punktet ebenfalls der Sound, der aber im Verhältnis zum PC, etwas schwächer auf der Brust wirkt. Das ist aber zu verschmerzen, denn der Sound bleibt auch hier überzeugend. Gerade an der PlayStation 5 brauchen wir auch keinen Surround mehr, denn der 3D-Sound in einem Spiel wie Astro-PlayRoom haut einem sprichwörtlich von den Socken. Hier herrscht Dynamik und Volumen und das kann das JBL Quantum locker bieten.
Das Mikrofon, das augenscheinlich etwas zu zart und einfach wirkt, liefert für ein Headset in dieser Preisklasse einen überraschend gute Sprachqualität ab. Es sollte aber erwähnt werden, dass es rein auf die Sprache ausgelegt wurde und nicht mit einem Studiomikrofon mithalten kann. Das ist aber weder Sinn noch Auslegung bei diesem Headset.
Fazit
dynamischer kabelloser Allrounder

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