Hardware Test

[ TEST ] ADATA XPG Emix H20 – ein Gaming Headset unter vielen weiteren

… und hier ist es, das zweite Headset aus dem Hause ADATA. Nach der Infarex M20 Maus, dürften wir nun das Emix H20 Gaming Headset testen. Was es so drauf hat wird Euch unser Review aufzeigen.

Adata, ein in PC-Kreisen nicht gerade unbekannter Name, gegründet 2001, mauserte sich als taiwanesisches Unternehmen im Jahre 2007, zum drittgrößten Arbeitsspeicherhersteller der Welt. Aber die Welt dreht sich weiter und Adata natürlich auch, und so wurde auch in die Gaming Branche investiert und man brachte zusätzlich diverse Peripherie Geräte auf den Markt.


Ersteindruck / Komfort

Das erwartet uns

Auch bei dem Emix H20 Headset bleibt Adata seiner Linie treu und liefert es in einem Pappkarton ohne extra Plastikinlays oder sonstigem Schnick-Schnack – gut für die Umwelt. Außer dem Headset erwartet uns in dem Karton noch eine Kurzanleitung in 15 verschiedenen Sprachen, auch da bleibt Adata seiner Linie treu. Die deutsche Kurzanleitung macht ihrem Namen alle Ehre und nimmt auch nur eine Seite ein. Von der Konstruktion her ist das Headset einfach gehalten und bringt gerade mal 305g auf die Waage. Ein einzelner, gepolsteter Bügel verbindet die beiden drehbaren und natürlich auch gepolsterten Ohrmuscheln, die meine Ohren komplett umschließen. Dabei entsteht kein unangenehmer Druck was längere Spielzeit ohne Schmerzen zulässt.

Per USB angeschlossen, ist das Headset in wenigen Sekunden einsatzbereit und ein 2,2m langes Kabel lässt mir dabei viel Spielraum. Als optisches Schmankerl erwartet mich, wie auch bei der M20 Maus, eine RGB Beleuchtung, die 7 verschiedene Farben beinhaltet, welche nacheinander „abgespielt“ werden. Hier gibt es den ersten Kritikpunkt: es gibt keine extra Software für den PC zum Einstellen der RGB Beleuchtung oder Sound. Aber immerhin können wir die Beleuchtung an einem Schalter ein und ausstellen.

50-mm-Fidelity-Treiber in den Ohrmuscheln und ein je nach Programm zuschaltbarer virtueller 7.1 Surround Sound, lässt mich in den Spielen ein das Klangbild erleben. Das anpassbare Mikrofon und der Regler mit seinen beleuchteten Symbolen, in dem wir die angesprochene RGB-Beleuchtung ein oder ausschalten, das Mikrofon muten oder die Lautstärke verändern, schließen das Gesamtbild ab.

Die Materialauswahl und das Erscheinungsbild sind eher unspektakulär, grundsolide ohne in der breiten Masse auffallen zu wollen. In dieser Preisklasse von unter 50 wird es wohl kaum in den Vordergrund rücken können.


Kopfhörer – Sound

gar nicht mal schlecht aber…

So setze ich mir mal das Headset auf und testen erstmal den Sound bevor wir auf das Sorgenkind zu sprechen kommen. Als Spiel zum Testen der Soundqualität hab ich mir  Metro Exodus (PC Version) ausgesucht. Immerhin hat Deep Silver beim Sound ein wenig Referenz schaffen können. Das Klangbild ist gut und die Höhen, der Bass samt Mitten wurden gut und kraftvoll übertragen. Die im Spiel zuschaltbare 7.1. Soundoption habe ich natürlich auch probiert und auch hier kann man eigentlich nicht meckern. Ich war sozusagen mittendrin und konnten die diversen Soundquellen gut erkennen . Aber über ein Headset spielt man ja nicht nur Games, sondern hört auch mal Musik damit und so habe ich auch Musik an meinem Rechner abgespielt. Hier offenbaren sich dann die Schwächen. Das XPG Emix H20 ist kein Kopfhörer und Studioqualität eher ein Fremdwort. So ist erkennbar: ADATA ist kein Klang-Spezialist. Das gesamte Klangbild ist rein auf das Gaming ausgelegt und mit einem starken Bass untermalt worden. Für einen audiophilen anspruchsvollen Gamer bietet das XPG Emix H20 viel zu wenig. Es fehlt an dem Wow-Effekt, an den einen Moment der mich überzeugt. Ich spüre ein wenig, dass Adata aus einem anderen Sektor kommt und gerade mit diesem Headset viel Lehrgeld bezahlt. Vielleicht sollte Adata doch eher im Speicherbereich ihr Potenzial weiter ausspielen und nicht versuchen alle Bereiche abzudecken. Der Markt an Headsets ist viel zu umkämpft und da heißt es: mit Qualität macht man sich einen Namen, nicht mit dem Angebot.

Getestet habe ich das Headset am PC und an der Playstation 4 und so tauchte dann noch ein riesen Problem auf. Während ich am PC die Remote-Control-Einheit noch für die Lautstärke und Stummschaltung nutzen konnte, versagte diese komplett an der PlayStation 4. Okay, Adata macht keine Angaben, dass es auch an der PlayStation 4 nutzbar ist, aber eine simple Regelung sollte doch kein Hindernis für ein USB-Headset darstellen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern geht mal gar nicht durch bei mir.


Mikrofon – Verständigung

das war wohl nix

Aber ein Headset wäre ja kein Headset, wenn ich mich darüber nicht auch mit anderen Spielern verständigen kann und da eröffnet das Emix H20 Gaming Headset leider seine Schwächen. Ich kam bei meinen Mitspieler sehr bass- und tiefenlastig an. Meine Stimme klang nicht natürlich, eher so als wären wir nach einer durchzechten Nacht gerade vom Bett aus an den PC oder die Konsole gegangen und würden uns dort mit noch belegter Stimme melden. Da konnte ich noch so viel in den Einstellungen vom Discord, Teamspeak & Co. die Regler hin und her schieben.
Hier liegt nun natürlich der ultimative Schwachpunkt des mit einer kugelförmigen Richtcharakteristik (omnidirektionalen) ausgestatteten Mikrofons und schlägt sich somit sehr negativ auf das Testergebnis nieder. Vielleicht gerade noch ausreichend um in Chats kurze Unterhaltungen tätigen zu können, aber in einem Stream vergrauelt ihr damit eure Zuschauer und vom Kommentieren bei Videos würde ich lieber gleich ganz abraten.


Fazit

eindeutig zu wenig für heute

Das XPG Emix H20 Gaming Headset hat mich, als ich noch so für mich alleine getestet hatte, schon überrascht. Für ein Headset in dieser Preisklasse bringt es einen sauberen und guten Klang, egal ob Höhen oder Tiefen ohne sie empor heben zu können. Auch der Tragekomfort kann sich sehen lassen und war auch nach längeren Sessions in Ordnung. Über die, meiner Meinung nach überflüssige RGB Beleuchtung lege ich den Mantel des Schweigens. Gefehlt hat mir die Software für den Sound und die Regelung der RGB-Beleuchtung. Das Mikrofon schießt es dann aber ab. Die Qualität erinnert an ein Telefonat aus Sibirien. In dieser Preisklasse muss sich das Adata XPG Emix H20 Headset leider sehr weit hinten anstellen und wird hierzulande auch niemanden interessieren. Schade. Vielleicht arbeitet Adata mit dieser Kritik und legt mir eines Tages etwas überzeugenderes auf den Tisch. 

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