Bild: Adata & PE

Test: Adata XPG Mars 980 Blade – Gen5-SSD mit Turbo-Boost

Mit der XPG Mars 980 Blade präsentiert Adata eine PCIe-5.0-SSD, die nicht nur durch beeindruckende Datenraten, sondern auch durch ein innovatives Kühldesign überzeugen will. In unserem Test prüfen wir, ob die High-End-SSD mit ihren versprochenen 14.000 MB/s beim Lesen und 12.000 MB/s beim Schreiben in der Praxis hält, was die Spezifikationen versprechen – und ob sich der Kauf für Enthusiasten lohnt.

Technische Daten im Überblick

  • Schnittstelle: PCIe 5.0 x4 (NVMe 2.0)
  • Formfaktor: M.2 2280
  • Kapazitäten: 1 TB, 2 TB (getestet: 2 TB)
  • Controller: Phison E26
  • NAND: 3D-TLC-NAND von Micron
  • Lesegeschwindigkeit: bis zu 14.000 MB/s
  • Schreibgeschwindigkeit: bis zu 12.000 MB/s
  • TBW (2 TB): 1.400 TB
  • MTBF: 1.600.000 Stunden
  • Kühllösung: Ultradünner Aluminiumkühler + Nanocarbon-Beschichtung

Erster Eindruck und Einbau

Die Mars 980 Blade wirkt trotz ihrer ultradünnen Bauweise sehr hochwertig verarbeitet. Mit nur 3,3 mm Höhe passt sie auch unter groß dimensionierte Grafikkarten – ein klarer Vorteil gegenüber wuchtigen Kühlkörpern anderer Gen5-SSDs. Das elegante Design mit schwarzer Nanocarbon-Beschichtung unterstreicht den Premium-Anspruch. Der Einbau in ein Mainboard mit M.2-Kühlkörper ist unkompliziert – alternativ lässt sich die SSD auch solo nutzen, da Adata eigenen Aussagen zufolge auf eine passive Kühlleistung setzt.

Leistung im Test: Benchmarks und Praxis

Synthetic Benchmarks

Im CrystalDiskMark erreicht die XPG Mars 980 Blade übertrifft die versprochenen Werte:

Damit positioniert sich die SSD im Spitzenfeld aktueller Gen5-Laufwerke und schlägt viele Konkurrenten.

Alltagstauglichkeit

In realitätsnahen Tests wie dem Kopieren großer Dateien oder dem Laden komplexer Spiele (z. B. „Cyberpunk 2077“ mit RTX-Texturpaketen) überzeugt die Mars 980 Blade durch extrem kurze Ladezeiten und stabile Schreibraten, selbst unter Dauerlast. Besonders bei der Arbeit mit 4K-Video-Workflows zeigt sich das Potenzial: Der Export riesiger Projektdateien gelingt im Vergleich zu Gen4-SSDs bis zu 30 % schneller.

Temperaturentwicklung und Kühlung

Trotz der enormen Leistung bleibt die Temperaturentwicklung erstaunlich moderat. Im Dauerlasttest (60 Minuten I/O-Load) erreicht die SSD maximal 70 °C – ein sehr guter Wert für eine Gen5-SSD ohne aktiven Lüfter. Die Kombination aus Nanocarbon-Beschichtung und Aluminium scheint gut zu funktionieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte dennoch auf einen M.2-Kühler setzen – vor allem in schlecht belüfteten Gehäusen.

Software und Features

Adata liefert mit der SSD-Toolbox eine übersichtliche Software zur Überwachung von Temperatur, verbleibender Lebensdauer und zur Durchführung von Firmware-Updates. Auch S.M.A.R.T.-Werte werden unterstützt. TRIM, LDPC-Fehlerkorrektur und ein dynamischer SLC-Cache gehören ebenfalls zum Funktionsumfang. Eine AES-256-Verschlüsselung fehlt jedoch – ein kleiner Wermutstropfen für sicherheitsbewusste Nutzer.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Mit rund 210€ (Stand Juli 2025) für das 2-TB-Modell liegt die Mars 980 Blade im oberen Preissegment. Angesichts der Performance und der hochwertigen Kühlung ist der Preis aber gerechtfertigt – vor allem für Power-User und Content Creators, die das volle Potenzial von PCIe 5.0 ausschöpfen wollen.

Fazit

Adata gelingt mit der XPG Mars 980 Blade ein beeindruckender Einstand in die Gen5-Oberklasse. Die Kombination aus brachialer Geschwindigkeit, durchdachtem Kühldesign und solidem Softwarepaket macht die SSD zu einer der derzeit besten Optionen im High-End-Segment. Wer einen zukunftssicheren Speicher für Workstations, Gaming-PCs oder kreative Großprojekte sucht, findet hier ein rundes Gesamtpaket – sofern das Budget stimmt.

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Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig.