Spiele Test

[ TEST ] ATTACK OF THE EARTHLINGS – alles für die Brutmutter

Klimakrise, Rohstoffknappheit, die Erde ist am Ende. Diese Szenarien werden oft für die nahe Zukunft thematisiert, wenn sich nichts ändert. Doch was macht die Menschheit wenn es soweit ist? Sie zieht Ressourcen plündernd durch das Weltall und beutet andere Planeten aus, zumindest wenn es nach ‚Attack of the Earthlings‘ geht. Ob dies alles ohne Gegenwehr von statten geht, erfahrt ihr in unserem Test.

Getestet wurde die Playstation 4 Version. Diese lag in Version 1.02 vor und betrug 4,09 GB


Ersteindruck
Alles für die Königin

Das Hauptmenü empfängt uns mit einer epischen aber doch seichten Hintergrundmusik. Nach der Auswahl ein neues Spiel zu starten, werden wir gefragt, ob wir das Tutorial spielen wollen. Da wir noch nichts über Attack of the Earthlings wissen, machen wir dies natürlich. Bevor unsere Einführung in das Spiel startet, bekommen wir ein kurzes Intro zu sehen. Eine ausserirdische Spezies, welche stark an Gottesanbeterinnen erinnert, muss mit anschauen wie Menschen mit einem Riesen Raumschiff auf ihrem Planeten landen. Nach diesem Intermezzo wird uns aber die Steuerung erklärt, sowie die Fähigkeiten der Einheiten aufgezeigt. Das Tutorial erklärt soweit alles sehr gut, jedoch merkt man bei der Steuerung das Attack of the Earthlings ursprünglich für PC entwickelt wurde, denn diese kann zum Teil kompliziert und nicht ausgereift wirken. Die Bedienung der Kamera und Einheitenbefehle sind jedoch so umgesetzt, dass der Spielspass nicht auf der Strecke bleibt.


Gameplay
Fressen oder gefressen werden

Das Tutorial abgeschlossen, begeben wir uns in das erste Level. Unsere Aufgabe ist einfach, die Bohrarbeiten von den Menschen zu sabotieren und die Mitarbeiter töten. Jede Handlung will wohl überlegt sein, denn wenn unsere Königin stirbt, mit welcher wir das Level starten, heißt das Game Over. Wir haben aber immer genug Zeit uns unseren nächsten Schritt zu überlegen, weil bei Attack of the Earthlings handelt es sich um ein rundenbasiertes Strategiespiel. So sind wir nun da mit unserer Alien Dame, mit ihr bahnen wir uns unseren Weg durch den Bohrturm von Galactoil, dem bösen Konzern, welcher hinter dem Ressourcen-Raub auf unserem Planeten steht. Wir töten Mitarbeiter, die wir anschließend noch auffressen können. Dies bringt uns Punkte, mit denen wir neue Einheiten spawnen lassen können, am Anfang nur einfache, später andere Einheiten, mit anderen Fähigkeiten. In jeder Runde haben wir eine begrenzte Anzahl an Aktionspunkten zur Verfügung, wie es bei rundenbasierten Spielen üblich ist. Soweit so gut, doch einfach ist es nicht voranzukommen. Sollten wir entdeckt werden, oder machen wir zu laute Geräusche beim Töten von Menschen, sind Wachen auf den Plan gerufen. Ist dies der Fall, sind wir gezwungen zu Handeln, denn die Widersacher haben. Schusswaffen, unsere Insektoiden können dem nicht viel entgegensetzen. Nachdem wir das erste Level trotz ein paar Schwierigkeiten geschafft haben, werden wir mit Fähigkeits-Punkten belohnt. Diese Punkte können wir für die vier weiteren Einheiten Typen ausgeben, oder besondere Eignungen hiermit erlernen. Dies ähnelt ein wenig einem Skill Baum, wie wir es aus RPG Spielen bereits kennen. Sollten wir uns wiedererwartend „verskilled“ haben und kommen mit unserer aktuellen Auswahl nicht weiter, können wir die Skills jederzeit neu umverteilen zum herumzuexperimentieren. Langeweile kommt auf jeden Fall nicht so schnell auf, bedingt durch den Schwierigkeitsgrad und andererseits durch die vielen Anspielungen und Dialoge, die nur so von Schwarzen Humor triefen.


Grafik/Sound
Schönes Raumschiff habt ihr

Die isometrische Third-Person-Grafik wird im Comic Stil dargestellt, zum Setting und dem Spieltyp absolut passend. Lediglich die Animationen beim Angreifen von Gegnern waren manchmal leicht verlangsamt, diesbezüglich kamen sie nicht so schick daher. Es lässt sich aber verschmerzen, da die anderen Bewegungen sehr stimmig und schön anzusehen sind. Abgerundet wird alles von einem super Soundtrack von Mikolai Stroinski, welcher schon die Musik für Witcher 3 produzierte. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist, der Aufseher, welcher in Zwischensequenzen auftaucht, wurde mit englischer Sprachausgabe versehen. Durch die Sprachausgabe wird das Spiel aufgelockert und wirkt lebendiger.

 


Umfang
Schade, alle Menschen Tod?

Der Fähigkeitenbaum und die daraus resultierenden Spielstile bringen Abwechslung in das Spiel, welches die Spielzeit verlängern kann. Grundsätzlich braucht man ca. 8 Stunden zum Durchspielen der Hauptstory. Das erlangen einer Platinum Trophäe kann dann schon gut 13 Stunden in Anspruch nehmen, wenn nicht noch länger. Die Aufgaben haben es allgemein in sich. Soweit vom Umfang vollkommen ausreichend, ein DLC wäre jedoch wünschenswert, da „Attack of the Earthlings“ wirklich Spass macht und noch einiges an Potenzial bietet.


Fazit
Mit Spaß den Planeten verteidigen

Wir finden in „Attack of the Earthlings“ Spiel, was einen mitreißt. Durch seine komplexe, aber durchachte Art weiß es zu überzeugen. Die Spielzeit könnte länger sein, wie bereits zuvor erwähnt. Jedoch ist dies nicht negativ zu sehen, denn für den Preis ist der gebotene Umfang vollkommen ausreichend. Lediglich die manchmal nicht ganz ausgereifte Menüführung und Steuerung fallen manchmal negativ auf. So gesehen ein Grundsolider Titel, der in keiner Sammlung fehlen darf, sofern man auf schwarzen Humor und Strategie steht.

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