[ TEST ] AUTOWERKSTATT SIMULATOR – Basteln, Schrauben, Pleite gehen

PlayWay, Red Dot Games und Ravenscourt haben am 25. Juni 2019 den Autowerkstatt Simulator für die PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht. Wir haben versucht uns als KFZ-Mechaniker durchzusetzen. Ob es uns gelungen ist? Der Autowerkstatt Simulator (18) erschien ursprünglich am 28. Juli 2017 für den PC und am 15. Februar 2019 für die Nintendo Switch.

Wir haben den Autowerkstatt Simulator auf der PlayStation 4 Pro mit einem Panasonic UHD-TV und der Soundbar SoundBlasterX Katana (Test) getestet. Das Spiel verbrauchte zum Testzeitpunkt mit dem Patch 1.04, knapp 10,34GB auf unserer Festplatte.


Ersteindruck
Komplexer geht es gar nicht mehr

Der Autowerkstatt Simulator soll uns die Chance geben, den Traum der eigenen Werkstatt zu verwirklichen. So müssen wir Autos finden, reparieren, lackieren, tunen, Probefahren und dann verkaufen. Im Laufe des Spiels sollen wir auf diese Weise nach und nach unser Werkstatt-Imperium aufzubauen. Keine Mission gleicht der anderen und uns wird im Spiel unser ganzes Schrauberwissen abverlangt. So es 48 verschiedenen Autos, eine Fülle an Werkzeugen und über 1000 Ersatzteile für die Fahrzeuge. Mit einer fast fotorealistischer Grafik, dem Auge fürs Detail und dem steten Bestreben, die Garage zu verbessern, ist das Spiel ein Traum für alle Schrauber und solche, die es werden wollen. Im Auto-Werkstatt-Simulator gibt es sogar Auktionen, um die vierrädrigen Schätze zu finden.

Nachdem wir das Spiel gestartet haben und nach einer langen Wartezeit im schlichten Hauptmenü angekommen sind, stehen uns die Menü-Punkte (Fortsetzen,) „Neues Spiel“, „Profile“, „DLC-Inhalte“, „Autosalon“, „Einstellungen“, „Statistiken“ und „Credits“ zur Auswahl. Beim Menü-Punkt „Neues Spiel“ bzw. „Fortsetzen“ versuchen wir unsere eigene Werkstatt aufzubauen. Unter „Profile“ können wir bis zu 4 Spielstände anlegen und speichern. Bei den Punkt „DLC-Inhalte“ können wir verschiedene Fahrzeug-Packs aus dem Store kaufen. Der „Autosalon“ ist ein Showroom, wo wir alle Fahrzeuge bestaunen können, die im Spiel enthalten sind und mit den „Einstellungen“ können wir einige Änderungen am Spiel, bei der Anzeige und dem Sound vornehmen. Die „Statistiken“ erklären sich schon von selbst und unter „Credits“ können wir sehen, wer am Spiel beteiligt ist.

Ersteindruck von unserem Redakteur Marcel: Schon während des Tutorials war mir klar, dass mir das Game zu komplex ist und ich damit nicht warm werde. Nach dem Tutorial hab ich bereits den Schraubenschlüssel zur Seite gelegt. Das Spiel bietet uns ein Tutorial, wo uns verschiedene Gegenstände wie die Lackierwerkstatt, Werkbank, der PC und so weiter erklärt werden, aber was man als nächstes machen soll leider nicht.


Gameplay
Wer soll dort noch durchsteigen?

Der Autowerkstatt Simulator bietet uns 4 Spiel-Modi: Normaler Modus, Normaler Modus ohne Tutorial, Sandbox Modus und der Experten-Modus. Leider wird uns im Spiel nicht erklärt, was uns die einzelnen Spielmodi bringen. Wir haben uns während des Testens für den normalen Modus entschieden, wo wir im Tutorial die Grundlagen des Spiels erklärt bekommen. Leider wurde uns nur erklärt, wie im Ersteindruck bereits erwähnt, wofür die Lackierwerkstatt, Computer, Hebebühne, Werkbank etc. da sind, nicht aber wie man mit ihnen umgeht und was wir als nächstes im Spiel machen sollen. Auch nach dem Tutorial, in der Kampagne, wird uns nicht erklärt, was wir im oder am Fahrzeug machen sollen. Das Spiel richtet sich somit an die Leute, die bereits in der KFZ-Mechaniker-Materie Erfahrung haben und ist somit für Laien fast unspielbar.


Grafik & Sound
Spielen wir hier auf der Old-Gen?

Der Autowerkstatt Simulator wird auf jeder Konsole (PS4, PS4 Pro, Xbox One und Xbox One X) in 1080p HD wiedergegeben, was wir schade finden. Denn auf der PS4 Pro und Xbox One X hätten wir uns das Spiel lieber in 4K mit HDR gewünscht. Auch die Grafik selbst lässt zu wünschen übrig, denn oft sieht es aus, als ob wir auf der PS3 und Xbox 360 spielen würden. Dafür bietet uns das Spiel eine deutsche Lokalisierung, allerdings wurden die Trophäen und Erfolge nicht übersetzt. Der Soundtrack ist allerdings dafür gut gelungen und bietet uns mit 7 Radio-Sendern im Spiel eine Mischung aus Classic, Drum & Bass, EDM, House, sowie Rock.


Umfang
Viel zu Komplex

Der Autowerkstatt Simulator bietet uns eine fotorealistische Grafik, welche aber eher nach einem PS3-Spiel aussieht. Das Spiel beinhaltet mit 48 verschiedenen Autos eine große Anzahl an Fahrzeugen, die leider ohne Lizenzen daher kommen. Es gibt im Spiel viele Werkzeuge und über 1000 verschiedene Ersatzteile sowie unendlich viele verschiedene Aufgaben, bei denen man als Laie schnell aufgibt. Zudem können Testfahrten mit den Fahrzeugen gemacht werden und es gibt Auto-Auktionen. Das Spiel fällt für uns zu komplex aus, da wir die meisten Teile vom Fahrzeug demontieren können, aber nachher nicht wissen, wie wir sie wieder an das Fahrzeug anbringen sollen und uns zu viele Gerätschaften sowie Fahrzeugteile zur Verfügung stehen. Die Entwickler haben auch an die Trophäen-Erfolg-Hunter gedacht und bieten uns 37 Trophäen inklusive Platin, beziehungsweise 36 Erfolge auf der Xbox One.


Fazit
Schlechter geht’s nicht

Der Autowerkstatt Simulator ist mehr für Gamer auslegt, die sich bereits in der Mechaniker-Materie auskennen und bereits in diesem Beruf arbeiten. Wir als „Neulinge“ blicken bei diesem komplexen Spiel nicht durch und tunen lieber unsere Fahrzeuge in Need for Speed, als sie in diesem Simulator zu reparieren. Auch der fehlende PS4 Pro-/Xbox One X-Support lässt das Spiel auf den Konsolen schlechter aussehen. Liebe Entwickler, gebt euch beim nächsten Ableger etwas mehr Mühe und lasst auch Neulinge wissen, was sie als nächstes im Spiel machen müssen, denn so wie das Spiel aktuell ist, macht es keinen Spaß und frustriert nur.


Der Autowerkstatt Simulator erschien am 25. Juni 2019 für die PlayStation 4 und Xbox One.

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Marcel Reise
25 Jahre | Männlich | aus Geseke | PlayStation, Nintendo Switch & Xbox One Gamer | PSN Trophy-Hunter | Redakteur bei Play-Experience.com
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