[ TEST ] DeepCool CASTLE 240EX – Liquid Cooling für die CPU & CF120-PLUS-Gehäuselüfter

Anfang des Jahres stellten wir euch in einem Review das gut durchdachte CL500 PC-Gehäuse von DeepCool vor, welches mit seinem überzeugenden Airflow-System gute Dienste leistet und sich auch ideal zum Ausbau eignet. Nach nur kurzer Zeit wollen wir alle Vorzüge des CL500 Gehäuses nutzen und rüsten unser System mit weiteren Komponenten im Bereich der CPU-Kühlung aus. So haben wir für euch das CASTLE 240EX – Liquid-Cooling-System für die CPU und die CF120-PLUS-Gehäuselüfter, welche im 3er Pack kommen, getestet. Aktuell ist die Wasserkühlung für rund 120 Euro und die drei Lüfter für 55 Euro bei amazon.de erhältlich. Alles zusammen für unter 180 Euro!

Wer sich heutzutage einen PC aufbauen will, der benötigt natürlich ein entsprechendes Gehäuse, welches den Grundstein für ein solches Vorhaben bildet. Zahlreiche PC-Gehäuse sind von Haus aus mit einem rückseitigen Lüfter ausgestattet – So auch unser DeepCool CL 500 Gehäuse – Daher benötigen wir für den idealen Airflow noch Lüfter, die frische Luft und Kühlung in unser Gehäuse transportieren. Die Aufgabe des rückseitigen Lüfters besteht darin, dass die verbrauchte warme Luft abtransportiert wird. Das reicht alleine so natürlich nicht aus!

CF120-PLUS-Gehäuselüfter

Der CF120-PLUS-Gehäuselüfter besteht aus drei 120 mm Fan-Lüftern, die sich in einer farblich passenden Karton präsentieren. Neben den drei Lüftern legt DeepCool sämtliches Montagematerial mit bei, sodass der Einbau gleich beginnen kann. Es liegt sogar „Zeug“ mit dabei, falls bei einem das Motherboard nicht für eine RGB-Steuerung ausgelegt ist. Alle anderen dürfen sich über eine Kompatibilität zu ASUS, Razer, Gigabyte, MSI und ASRock freuen.

Da wir mit den drei Lüftern für Frischluft sorgen wollen, müssen sich diese auch in die entsprechende Richtung drehen. Hier haben wir zwar keine bestimmte Kennzeichnung der Drehrichtung erkennen können, doch mit dem ersten Einbau es mit einem „Zigarettenpapier“ ausprobiert. Dank dem beiliegenden Zubehör wie Kabel, Schrauben und PMW-Hub ist der Einbau kein Hexenwerk – Etwas Fachkenntnis sollte man aber mitbringen, damit nachher auch alles richtig „pustet“ und leuchtet. Die Verarbeitung kann sich mehr als nur sehen lassen. Alles wirkt sehr hochwertig und selbst das Lager läuft ruhig und stabil.

Die drei CF120 Plus Gehäuselüfter liefern genügend Airflow, denn ein Lüfter alleine schafft 52.5 CFM – Das entspricht 89,25 cbm/ in der Stunde. So schaffen die 3 Lüfter zusammen 267,75 cbm/ in der Stunde. Diese enorme Luftmenge entspricht einem 100 qm Raum, bei 2,50 Meter Deckenhöhe, und darf gerne als zufriedenstellend bezeichnet werden, denn unser PC-Gehäuse wird in der Stunde rund 4.868-mal mit Frischluft versorgt. Damit diese Werte auch erreicht werden, können wir die CF120 Plus Lüfter an die 1800 Umdrehungen in der Minute sausen lassen – Da kommt kaum eine Waschmaschine hinterher, nur dass wir hier mit einer maximalen Lautstärke bei Höchstlast von ≤28.8 dB(A) belästigt werden. Davon träumen Gamer an der PlayStation 4 nur!

Mit der Synchronisierung der Lüfter mit unserem Motherboard können wir die RGB-Beleuchtung direkt ansteuern und alles in unseren Farben erstrahlen lassen. Alles lässt sich wunderbar in unserem MSI Dragon-Center adressieren und anpassen.

Gamer Storm CASTLE 240EX – Liquid Cooling

Wer heute sein „bestes Stück“ voll auslasten und vor einer Überhitzung schützen will, greift zu einer Wasserkühlung. In unserem Fall verbauten wir einen AMD Ryzen 7 der 3. Generation und da kam für uns ein Luftkühler nicht infrage. Mit dem Gamer Storm, eine Marke von DeepCool, Castle 240EX setzten wir unser ganzes Vertrauen auf die moderne Technologie, die CPU kühl halten zu können. Die CASTLE 240EX Wasserkühlung ist mit der patentierten Anti-Leak Technology ausgestattet. Diese Technologie reguliert automatisch den Druckaufbau im System und trägt so dazu bei, das Austreten von Flüssigkeit zu verhindern und die Betriebssicherheit bedeutend zu verbessern. Angst vor einem Wasserschaden brauchen wir nicht zu haben!

Geliefert wird die Wasserkühlung in einer nicht vormontierten Variante, denn sie kann gleichermaßen für Chips aus dem Hause Intel und AMD verwendet werden. Hierzu liegt reichlich Montagezubehör bei, welches entsprechend zum Einsatz kommt. Die Montage ist so gut wie selbsterklärend, auch wenn die beiden Wasserschläuche mit ihrer Steifigkeit den Einbau erschweren, denn an den beiden 120 mm Lüfter wird mit Pfeilen die Laufrichtung und Luftzirkulation angegeben. Leider bieten die Lüfter keine RGB-Beleuchtung, aber der Kühlsockel für die CPU wirkt umso intensiver mit seinem RGB-Kleid. Hier können wir sogar unser eigenes Logo einbringen.

Die Leistung der Pumpe beträgt satte 2550 Umdrehungen in der Minute, während der Luftfluss der beiden Radiatoren 64.4 CFM möglich macht und das bei bis zu 1800 Umdrehungen. In unserem DeepCool CL500 Gehäuse erzielen wird zudem einen weiteren positiven Effekt, da die beiden Lüfter auch die innere warme und damit verbrauchte Luft nach Außen transportieren. So schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und unterstützen zusätzlich den rückseitigen Lüfter, welcher die Luft hinausbefördert. Gleichzeitig können wir die durchdachten Vorzüge des DeepCool-Gehäuses voll ausnutzen, die RGB-Beleuchtung ist kompatibel zu ASUS, Razer, Gigabyte, MSI und ASRock.

Temperatur-Test

Viele Computer im Gaming-Bereich laufen mit einer Luftkühlung am Prozessor und ungenügender Be- und Entlüftung. So haben wir es bei unserem preisbewussten PC gemerkt, der nicht über eine durchdachte und perfekte Belüftung verfügt. Hier steht alleine die CPU-Belüftung quer zum Airflow, während eine obere Belüftung gänzlich vermisst wird. Die CPU-Temperatur erreichte schnell 50 Grad und das im eigentlichen Ruhezustand, während bei Höchstleistung 70 Grad keine Seltenheit darstellten. Da können die Lüfter blasen wie sie wollen, es erfolgte keine erwünschte Kühlung.

Das sieht bei unserem DeepCool-Sytem ganz anders aus, denn wie wir schon in unserem Test zum Gehäuse angemerkt haben, ist hier alles von Profis durchdacht worden. Im sogenannten Ruhemodus oder auch Stillstand erzielen wir fast „frostige“ Temperaturen, während im Gaming-Modus Werte erreicht werden, die andere System im Ruhemodus haben.

Im Home-Office-Betrieb lassen wir den PC über das MSI Dragon-Center ruhig laufen. Die Lüfter stehen auf „Silence“ und der Gaming-Modus ist ausgeschaltet. Für diese Anwendungen reicht die leichte Kost und lässt uns ungestört arbeiten. Die CPU-Temperatur hält sich unter 40 Grad, während die Lüfter mit einer Leistung von nur 20 Prozent Auslastung ihre Kreise drehen.

Home-Office-Betrieb

Anders sieht es natürlich aus, wenn wir ein Spiel zocken wollen. Hierzu wollen wir die volle Performance nutzen und drehen entsprechend auf: Performance-Modus und Gaming Modus eingeschaltet. Während unser preisbewusster PC hier fast zum Glühen kommt und Temperaturen von 80 Grad erreicht, bleibt mit der Wasserkühlung alles unter 60 Grad, auch wenn der Lüfter bei 100 Prozent Leistung etwas hörbarer wird.

Gaming-Modus

Fazit

Eine goldrichtige Entscheidung!

Nachdem DeepCool uns mit ihrem Gehäuse überzeugen konnten, bauten wir es mit weiteren Lüftern und einer Wasserkühlung aus, die dem Effekt der perfekten Kühlung mehr als nur gerecht werden. Unsere Vorstellungen wurden hierbei sogar noch übertroffen, denn mit derartigen „coolen“ Werten haben wir nicht gerechnet. Die Temperaturen liegen weit unter denen eines „Normalen Computers“ und da können wir auch ohne Bedenken einfach mal Übertakten. Alles ist mehr als nur zweckdienlich durchdacht, denn auch die Verarbeitung darf gerne als hochwertig bezeichnet werden. Wer jetzt oder in naher Zukunft seinem PC etwas mehr Luft und Liebe gönnen will, dem empfehlen wir einen Blick auf DeepCool und Gamer Storm zu werfen, denn die Kühlung ist absolut herausragend.

Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973