Spiele Test

[ TEST ] Devil May Cry 5 – Besser als jemals zuvor!

Lange haben wir darauf gewartet, doch endlich ist es da: Devil May Cry 5! Wir haben das neuste Werk aus dem Hause Capcom für euch auf der Xbox One getestet.

Ich habe das Spiel auf der Xbox One S auf einem Full HD Fernseher getestet. Für Audioausgabe stand mir ein plantronics Headset mit Dolby Atmos Headphone App zur Verfügung. Genutzt habe ich aber eher die Boxen meines Fernsehers. 

Ersteindruck
Typisch Devil May Cry – absolut episch!

Devil May Cry 5 beginnt, natürlich stilecht, mit epischen Zwischensequenzen, die mich zwischenzeitlich an Deadpool erinnerten, völlig übertriebener Action und jeder Menge sarkastischen Trashtalk.
Ich fange mit einem einfachen Tutorial an, welches einen guten Einstieg für Neulinge bietet, dass ich als alter Hase jedoch größtenteils wegdrücke. Da jedoch auch ein paar Neuerungen seit Devil May Cry 4 hinzukamen, lasse ich das Tutorial für meinen ersten Durchlauf noch eingeschaltet, um nichts zu verpassen. Die Menüs sind aufgeräumt und übersichtlich und im Pause-Menü wird sogar die Steuerung eingeblendet – ebenfalls super für Neueinsteiger. Denn an die Steuerung muss man sich erst einmal gewöhnen, falls man vorher noch nie einen Devil May Cry gespielt hat. Für die unter euch, die noch am überlegen sind ob sie die vorherigen Teile spielen sollten, bevor sie mit dem 5. anfangen, schon mal ein Tipp: Ich empfehle zwar die vorherigen 4 Teile zu spielen, da sie einfach großartig sind, dennoch könnt ihr die bisherige Story in einem Extra-Menüpunkt jederzeit nachlesen. Mit dem 5. Teil einzusteigen ist also kein Problem.


Gameplay
Dämonen zerhacken mit Smokin‘ Sexy Style!!

Das Kampfsystem ist noch fast das gleiche wie noch vor 18 Jahren, als Capcom mit Devil May Cry das Hack’n Slay-Genre praktisch erfand. Natürlich ist es seit dem um einiges umfangreicher und dynamischer geworden.
Neben Dante, den wir aus den ersten drei Teilen kennen, und Nero, der in Devil May Cry 4 hinzukam, kommt dieses Mal noch V als spielbarer Charakter hinzu. Und alle drei haben verschiedenen Spielweisen. Während man mit Nero auf seinen Devilbreaker zurückgreifen kann, um zum Beispiel Gegner zu greifen und an sich heran zu ziehen, um sie anschließend mit seinem Schwert ‚Red Queen‘ zu vermöbeln und nebenbei noch jede Menge Blei in alles reinzupumpen was sich bewegt, nutzt V zum Schwächen von Gegnern seine Dämonenhelfer Griffon, Shadow und Nightmare, um sie anschließend mit seinem Stock zu töten. Und Dante? Tja, Dante bringt dieses Mal ein ganzes Arsenal an Waffen, Fähigkeiten und Stilen mit, die auf den ersten Blick ziemlich überwältigend sein können, jedoch die Möglichkeiten im Kampfsystem schier endlos gestalten. Zu den Devilbreakern von Nero sei außerdem erwähnt, dass diese von Modell zu Modell komplett anders sind. Anfangs besitzt ihr auch noch nicht alle, wodurch das Gameplay im Verlauf des Spiels immer ausgefallener wird mit Nero. Ob ihr die Gegner schocken wollt mit Overture oder eure Faust als Rakete mit dem Modell Punchline nutzen wollt, auf der ihr sogar reiten könnt, ist dabei komplett euch überlassen, denn ihr könnt euer Devilbreaker Arsenal vor jeder Mission und so gut wie in jeder Mission auswechseln. Das Wechseln von Waffensets gilt auch für Dante und seine Schlag und Schusswaffen, von denen ihr im Laufe des Spiels auch einige verschiedene erhaltet. Heilgegenstände welche eure Lebensenergie wiederherstellen, wie in vorherigen Teilen, gibt es so übrigens diesmal nicht einzukaufen. Dafür gibt es allerdings mehr grüne Orbs in den Leveln, welche euch heilen können und viel leichter erhältliche gelbe Orbs zum Wiederbeleben. Gelbe Orbs können nach wie vor normal erworben werden oder anders verdient werden.
Und nun nochmal zum Kern der Sache: Das Kampfsystem! Es ist einfach nur super. Je stylischer man kämpft, je besser die Wertung. Je besser die Wertung, je mehr Rote Orbs gibt es, womit man wiederum neue Moves freischalten kann und so weiter und so fort. Kurz: Es macht süchtig. Immer wieder findet man neue Kombinationsmöglichkeiten, Schwächen bei Gegnern, neue Strategien und neue Ideen für Ausrüstungssets.

Ich habe für diesen Test die manuelle und die automatische Steuerung ausprobiert und empfehle definitiv die manuelle. Die Automatik kann zwar für spektakuläre Kombinationen sorgen, man hat jedoch keine volle Kontrolle über die Charaktere, was mitunter schon ziemlich nerven kann. Lernt also lieber die Eingaben im manuellen Modus und lernt das Spiel zu kontrollieren. Mit der Zeit werdet ihr somit auch feststellen, dass ihr immer besser und besser werdet. Die Herausforderung steckt hierbei in den verschiedenen Schwierigkeitsgraden.


Grafik/ Sound/ Technik
Super Grafik und Fanservice

Devil May Cry 5 ist allein graphisch gesehen schon ein echter Hingucker. Selbst Passanten im Hintergrund sind hier diesmal genauso aufwendig wie die wichtigen Charaktere gestaltet und animiert. In 4k braucht sich DMC5 nicht hinter Spielen wie Red Dead Remption 2 verstecken. Charaktere und Waffen sind entsprechend aufwendig gestaltet und animiert.

Der Soundtrack ist auch in Devil May Cry 5 einfach wieder super gut zusammengestellt und diesmal auch etwas abwechslungsreicher als in den vorherigen Teilen. Natürlich hat jeder Bossgegner wieder sein eigenes Musikstück, wobei das eine oder andere bei Veteranen der Serie sofort ins Ohr gehen und bekannt sein sollte. Auch bei den Soundeffekten hat Capcom ganze Arbeit geleistet. Mit der Deluxe Edition bekommt ihr übrigens noch Zugriff auf einstellbare Kampf-Musik aus den Vorgängern und spezielle Rang-Ansager. Unter den Stücken in der Deluxe Version ist unter Anderem Neros beliebtes Kampf-Theme aus Devil May Cry 4, mit dem Titel „The time has come“.

Wie bereits erwähnt läuft DMC5 auf der Xbox One in 4K und ist außerdem HDR10-kompatibel.
Zudem gibt es noch eine kleine Besonderheit im Onlinespiel: Wenn ein anderer Spieler zur selben Zeit die gleiche Mission mit einem anderen Charakter absolviert, kann man ihn manchmal als eine Art Geist sehen und beim kämpfen beobachten. Zudem kann man diese Spieler am Ende einer Missionen mit „Stylish“ bewerten, damit diese zusätzliche Gegenstände erhalten. Das selbe gilt natürlich auch anders herum, so habe ich während meines Testes einige stylish Bewertungen erhalten.


Umfang
Sehr großes Movesetting, viele Möglichkeiten und Schwierigkeitsgrade

Devil May Cry 5 bietet bislang 20 Missionen, laut Menü 19 Bosse und sechs Schwierigkeitsgrade: „Mensch“, „Teufeljäger“, „Sohn Spardas“, „Dante muss sterben“, „Himmel oder Hölle“ und „Hölle und Hölle“. Durch jeden Schwierigkeitsgrad werden bestimmte Dinge im Spiel freigeschaltet und die meisten Schwierigkeitsgrade werden auch erst freigeschaltet, wenn ihr die jeweils einfacheren abgeschlossen habt. Jeder einzelne gibt natürlich einen Erfolg, bzw. eine Trophäe – es gibt also viel zu tun!
Davon einmal abgesehen gibt es für jeden Charakter auch eine ganze Menge Moves und Fähigkeiten freizuspielen. Dafür wollen natürlich Rote Kugeln gesammelt werden, die die Währung des Spiels darstellen. Darüber hinaus könnt ihr mit ihnen eure Lebensanzeige und Deviltrigger erhöhen und Extraleben in Form von goldenen Kugeln kaufen, die jedoch immer teurer werden umso weiter ihr kommt. Man merkt schnell, dass das Spiel darauf ausgelegt ist, dass die Story mehr als einmal durchgespielt wird. Desto schwerer es wird, umso anspruchsvoller wird es auch und ihr braucht für einen Durchlauf entsprechend länger. Dazu kommt auch noch, dass jeder Missionsabschluss bewertet wird, wobei „S“ den höchsten Rang darstellt, welchen ambitionierte Spieler immer erreichen wollen werden.

Der Bloody Palace oder auch Blutiger Palast, wird voraussichtlich im Mai wohl als kostenloses Add-On nachgeliefert. Hierbei handelt es sich traditionell um einen Modus, in dem ihr euch ohne Extraversuche durch mehrere Ebenen prügeln müsst, wobei die Schwierigkeitsgrade immer höher werden. Bosskämpfe mit inbegriffen.
Auch ein Koop-Modus soll Gerüchten zu Folge in Arbeit sein.


Fazit
Genau DAS, was Fans seit DMC4 wollten!

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Abschließend lässt sich sagen, dass Devil May Cry 5 nicht mehr und nicht weniger als ein Meisterwerk ist. Manchen ist vielleicht aufgefallen, dass ich das „DmC“-Debakel hier bisher mit keinem Wort erwähnte… Nun sagen wir einfach das dieser „Fehler“ von einem Spiel mit DMC5 mehr als wieder gut gemacht wurde. Wir Fans haben ein gutes altes Devil May Cry erwartet und sehr viel mehr bekommen: Das wahrscheinlich bisher beste Spiel seiner Serie. Capcom hat einfach mehr als das geliefert, was Fans der Serie sich wünschen konnten. Wer sich von dem Hype bisher nicht mitreißen ließ, sollte das schleunigst überdenken! Lange wurden meine persönlichen Erwartungen nicht derart übertroffen!

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