Hardware Test

[ TEST ] DOCKIN D Cube – Bluetooth Lautsprecher im Doppel-Pack

Mit kleinen kompakten Bluetooth-Lautsprechern lassen sich allerhand Geräte verbinden, um seine Musik auf einfachste Weise erleben zu können. Nachdem wir uns schon einige Lautsprecher angeschaut haben, widmen wir uns nun den Dockin D Cube im Doppel-Pack. Bietet sich uns hier ein guter Stereoklang?  Der Dockin D Cube ist seit Anfang des Jahres erhältlich und auch im Doppelpack verfügbar. Im weiteren Angebot von Dockin finden sich der D Fine und D Mate. Der Dockin D Cube ist einzeln für 99,95€ und im Stereo-Set für 179,95€ erhältlich.

Die Marke Dockin gehört zur bekannten Ströer Products GmbH und dürfte vielen von Tube One Network oder Lioncast geläufig sein. Ströer gehört mit zu den größten Medienunternehmen in Deutschland. Mit Dockin möchte Ströer den Audio-Markt mit einer neuen und jungen Marke beleben. Ziel ist es, Grenzen zu sprengen, neue Weichen zu stellen und die Horizonte des Sounds zu erweitern. Dockin steckt viel Herzblut in ihre Audiokonzepte. Dabei steht Dockin für erstklassige Verarbeitung und ein bestechenden Sound.

Ausstattung

das kann sich schon mal sehen lassen

Der Dockin D Cube ist in erster Linie ein Bluetooth-Lautsprecher, um damit Musik von zahlreichen Geräten erleben zu können. Mit dem D Cube Stereo-Set eröffnet Dockin den Hauch einer kleinen Stereo-Anlage, ohne großen Aufwand. Ausgestattet mit einem Akku für eine Laufzeit von rund 12 Stunden, dürfte er auch genügend Laufzeit bieten und ermöglicht dank der aptX Lizenz einen Musikgenuss in CD-Qualität. Mit dem IP55-Standard ist der D Cube zudem vor Staub und Spritzwasser geschützt. Mit der Stereo-Link Funktion lassen sich zwei D Cube gleichzeitig betreiben und heben das Musikerlebnis auf die Stufe einer alternativen Stereo-Anlage. Mit zwei Soundmodis kann der Sound zwischen „Balanced“ und „Bass Boost“ dem eigenen Geschmack angepasst werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit weitere Geräte per Klinke wiedergeben zu können. Eine Freisprechfunktion für Handys besitzt der D Cube leider nicht. Auch kann der D Cube nicht direkt per USB am PC betrieben werden. Er wird leider nicht erkannt. Hier findet nur ein Laden des Akkus statt. Im Gesamten ist die Ausstattung in Ordnung aber leider viel zu wenig im Verhältnis zu anderen Bluetooth-Lautsprechern.


Optik, Handhabung, Bedienung

mehr was für zu Hause 

Der Dockin D Cube zeigt sich ansprechend mit seinem zeitlosen schwarzen Design. So betragen die Dimensionen 175 x 100 x 103 mm bei einem Gewicht von rund 1100 Gramm. Der Dockin ist daher eher was für zu Hause und weniger für den mobilen Einsatz gedacht. Auf der Oberseite finden sich alle Bedienelemente wieder, während sich auf der Rückseite, etwas versteckt, der USB-C Anschluss und eine 3,5 mm Klinkenbuchse wiederfindet.

Die Verarbeitung kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Das schwarz gelochte Blech auf Vorder- und Rückseite schützen nicht nur die Treiber, sondern geben dem D Cube auch seinen Charakter. Ganz unauffällig, für die heutigen Bluetooth-Lautsprecher, lässt sich der D Cube einzeln oder als Paar platzieren. Seine kleinen Abmessungen erschlagen einen kaum und lassen den Hauch einer klassischen Stereo-Anlage aufkommen. Damit beide Lautsprecher gleichzeitig betrieben werden können, muss der Stereo-Link aktiviert werden. Hierzu muss nur ein D Cube per Bluetooth mit einer Quelle verbunden werden. Leider gibt Dockin keine genaue Handhabung in der Bedienungsanleitung dazu an. Dockin spricht von einem einmaligen Doppelklick des On/ Off Buttons. Leider wird verschwiegen, dass diese Ausführung auf beiden BT-Lautsprechern erfolgen muss.  So haben wir etwas mehr probieren, statt studieren, müssen bis wir beide Lautsprecher mit einem Samsung S8 in Betrieb nehmen konnten. Hier sollte beachtet werden, dass nur ein Stereo-Effekt erzielt wird und kein wahres Stereo geboten wird.

die Bedienung ist zwar klar aber in den Funktionen doppelt belegt

In einem weiteren Punkt widmeten wir uns der Bedienung. Der Dockin bietet sich auf der Oberseite eine Lautstärkeregelung, Play/ Pause sowie ein nächster Titel und vorheriger Titel. Dies ist aber sehr unscheinbar definiert worden. Wer hier sich nicht die Bedienungsanleitung zur Brust nimmt, wird schnell Frust erfahren. Warum? Dockin legt die Skip-Funktion zur Titelauswahl auf die Lautstärkeknöpfe. So drücken wir anhaltend den Plusbutton für mehr Lautstärke und es tut sich einfach nichts, bis wir unverhofft bei einem weiteren Titel landen. Wer hier gerne etwas mehr Lautstärke will, muss tippeln statt halten. Aber selbst dann konnten wir keine Erhöhung der Lautstärke bemerken. Das haben wir dann lieber mit dem Handy selber getätigt, ebenso wie die Titelauswahl. Letztendlich schaltete sich sogar die amazon music App auf unserem Handy einfach aus. Von einem festgestellten Delay in der Bedienung wollen wir gar nicht erst reden. Die Bedienung zeichnet sich im gesamten Bild dann zwar durchdacht aber als unfreundlich für den Nutzer heraus

Es sind uns noch weitere Dinge aufgefallen: Auf der Webseite und der Verpackung spricht Dockin von einer Akkulaufzeitleistung von 12 Stunden, während in der Bedienungsanleitung nur von 10 Stunden die Rede ist. Was hier nun der Wahrheit entspricht, lässt sich wohl nur selber herausfinden.


Klangbild

zwei wie Pech und Schwefel

Beim D Cube hat Dockin ein 2-Wege System verbaut, dass von einem passiven Bassradiator auf der Rückseite unterstützt wird. Das sorgt für einen satten und sauberen Klang. Sowohl die Höhen, als auch die Mitten vermitteln ein gutes und sauberes Klangbild. Mit dem passiven Bassradiator kommt sogar etwas Discostimmung auf und lässt es ordentlich rumsen. Im Inneren sorgt ein 25 Watt RMS Verstärker samt Frequenzweiche für eine ordentlich Lautstärke. Obgleich wir diese Leistung von 25 Watt etwas bezweifeln, denn der Rockster Go von Teufel liefert nur 4 Watt und ist deutlich lauter in seiner Erscheinung. Selbst wenn wir gleich zwei D Cube im Stereo-Set betreiben, der kleine Teufel zeigt sich da sportlicher und intensiver. Das macht die Dockin D Cube´s jetzt nicht schlecht, zeigt aber, dass man sich nicht auf die Angaben des Herstellers verlassen sollte und es lieber selber ausprobiert.

Ein D Cube alleine kann sicherlich im ersten Moment für einen guten Klang sorgen, muss sich aber weit hinter den zahlreichen Bluetooth-Lautsprechern anstellen. Wenn wir aber gleich zwei D Cube im Stereo-Link in Betrieb nehmen, ist das wie Pech und Schwefel mit Bud Spencer und Terrence Hill.  Hier kommt ein wahres Sounderlebnis auf. Da bietet die amazon Music App ein gar audiophiles Erlebnis. So koppelten wir den D Cube auch mit einem Samsung Smart TV und Filme eröffnen uns ein wenig die Tür zum Heimkino. Sicherlich ist hier der Klang entscheidend, denn per Fernbedienung vom Fernseher wollte sich die Lautstärke nicht regeln lassen. Aber immerhin besser als dieser blecherne Klang vieler moderner Smart-TVs.

Natürlich können die Dockin D Cubes auch mit einem modernen AV-Receiver gekoppelt werden, um diese als separate Rücklautsprecher in Aktion treten zu lassen. Hierfür gibt es aber keine Garantie, dass diese auch ohne Probleme erkannt werden. Sicherlich können die BT-Lautsprecher dann einen echten Stereoklang erzeugen, aber das in Betrieb nehmen ist dann doch etwas zu umständlich.


Fazit

guter Klang aber nicht Bedienerfreundlich

Mit dem D Cube bringt Dockin ein klangvollen Bluetooth-Lautsprecher, der aber alleine nicht zur Geltung kommt. Er ist nicht für den mobilen Einsatz gedacht, sondern eher was für einen flexiblen Einsatz in den heimischen vier Wänden. Der Auftritt als Paar lässt den D Cube da eher empor heben und kann mit dem Stereo-Effekt schon mehr als nur überzeugen. Wäre da nicht der hohe Preis für das Paar von rund 180 Euro. Für diesen Preis gibt es nicht nur bessere Bluetooth-Lautsprecher, sondern auch zahlreiche Alternativen wie Soundbars oder gar ganze Micro-Hifi-Anlagen. Auch wenn das Klangbild mehr als nur gut ist, so richtig überzeugen konnte uns das Stereo-Set des Dockin D Cube dann doch nicht. Die umständliche Bedienung, die fehlenden Optionen wie eine Freisprecheinrichtung oder die USB-Verbindung mit dem PC lassen uns diesen Speaker dann ganz schnell wieder vergessen. Schade, da Dockin hier Potenzial zeigt, es aber nicht wirklich dem Nutzer zur Verfügung stellt. 

 

 

 

 

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