[ TEST ] Dualshock 4 Back Button Attachment – Sony´s „Elite Controller“

Kurz vor Weihnachten im letzten Jahr, kündigte Sony das Rücktasten-Aufsatzstück für den Dualshock 4 Controller an. Mit diesem Aufsatz möchte Sony nun kompetitiv spielende Nutzer ansprechen, die sich seit Jahren einen „Sony Elite“ Controller gewünscht haben und bisher auf Drittanbieter wie Scuf, Nacon und andere zurückgreifen mussten. Wir haben uns dieses Feature für den Dualshock 4 Controller angeschaut.

In der offiziellen Vorstellungen, im Dezember des vergangenen Jahres, wurde für das Rücktasten-Aufsatzstück ein Preis von 29,99 USD angegeben, der zur Veröffentlichung im Februar uns doch eher 39,99€ Euro aus der Tasche zog. Aufgrund der hohen Nachfrage und einem doch zu geringen Angebot verlangen einige Händler hier utopische Preise, die gar das 3-fache der angegeben UVP übersteigen. Mit dem Back Button Attachment können wir aus dem stink-normalen Dualshock 4 Controller einen E-Sport-Controller zaubern ohne gleich Unsummen auf den Tisch blättern zu müssen. Rechnen wir nun auf der Grundlage der UVP den Preis zusammen, so erhält der PlayStation 4 Gamer für 90 Euro einen „Sony-Elite-Controller“.

Ersteindruck/ Qualität

zierlich & einfach

Sony präsentiert das Rücktasten-Aufsatzstück in einem Karton, der uns im Design die Zugehörigkeit zur PlayStation 4 vermittelt. Im Inneren liegt neben dem Aufsatzstück noch eine 147-seitige Bedienungsanleitung bei, die uns in 25 Sprachen das Feature in seiner Handhabung erklärt. Warum Sony die Bedienungsanleitung zusätzlich in Folie hüllte, ist uns leider schleierhaft. Der Punkt zur klimafreundlichen Verpackung wird hier leider nicht ganz bedacht.

Im Zentrum des Ansatzstücks steht das 35 mm kreisförmige OLED-Display, welches uns die Einstellungsmöglichkeiten visuell offenbart. An diesem sind die zwei Flügel befestigt, die uns die zusätzlichen Rücktasten bieten. Das Rücktasten-Aufsatzstück wird frontseitig an den Dualshock 4 Controller geheftet und bedient sich daher dem mysteriösen Anschluss neben der TRRS-Buchse für das Headset, die wir bisher nur zum Aufladen des Controllers bei speziellen Ladestation kennen. Damit wir auch weiterhin unser 3,5 mm Klinke-Headset direkt am Controller nutzen können, wird der Anschluss einfach durchgeleitet. Die Befestigung am Dualshock 4 Controller ist nicht ganz einfach und sollte nicht mit Gewalt geschehen. Vorsichtig und dennoch mit etwas Kraft, wird das Rücktasten-Aufsatzstück an den Controller geschoben, dass uns dann auch einen bombenfesten Halt garantiert. Ein schnelles Entfernen ist ebenso möglich, sollte aber auch nicht auf die gewaltsame Art geschehen. Letztendlich intigriert sich das Rücktasten-Aufsatzstück nahtlos in das Design des Dualshock-Controllers. Leider ist das Aufsatzstück bisher nur in Schwarz verfügbar und Gamer mit farblichen Controllern könnte das nicht ganz so ins Bild passen. Da Sony nun aber mittlerweile den Dualshock 4 Controller in über 20 verschiedenen Farben anbietet, wäre das wohl zu viel verlangt – Sony kommt schon so kaum der Nachfrage nach.

Das Rücktasten-Aufsatzstück ist sehr zierlich und einfach gehalten und besteht zum größten Teil aus Kunststoff. Metallische Elemente oder Federn konnten wir nicht erkennen und daher kommen die ersten Bedenken zur Langlebigkeit auf: Die beiden Rücktasten scheinen nur aufgeklemmt zu sein und der breite Spalt für die Bewegung könnte im Laufe der Zeit so manchen Dreck verschlingen. Das aber jetzt schon zu prophezeien, wäre zu weit hergeholt.


Ergonomie & Handhabung

Simpel und wohlwollend

Das Rücktasten-Aufsatzstück ist schnell angebracht und so können wir auch gleichen dessen Haptik und Handhabung ausprobieren. Erstaunlicherweise liegt das Ansatzstück am Controller perfekt in der Hand. Die Tasten sind groß genug und lassen sich somit auch schnell und einfach bedienen. Ein Suchen oder Ertasten der rückseitigen Buttons, wie bei so manchen Drittanbieter, ergibt sich nicht. Sehr ergonomisch bringt sich das Rücktasten-Ansatzstück in den Controller ein. Für die Programmierung steht uns ein OLED-Display zur Verfügung, das uns optisch die 3 Profile verdeutlicht. Ein einfacher Klick auf das Display reicht um zwischen den Profilen wechseln zu können. Mit dem Ansatzstück können wir alle Tasten, bis auf die PS-Taste und den Share-Button, umlegen. Das dürfte in erster Linie die Shooter-Spieler ansprechen, da der rechte Daumen nun für weitere Aktionen nicht mehr vom Stick wegbewegt werden muss. Zudem rücken die 4 Steuerkreuz-Tasten nun mehr mit in das Geschehen, die eigentlich in einem Spiel immer vernachlässigt werden. Der einzige Kritikpunkt besteht darin, dass die analogen Schultertasten nur in eine digitale Eingabe umgewandelt werden können. Auch kann der Druckpunkt nicht definiert werden. Dafür punktet Das Rücktasten-Ansatzstück in seiner einfachen Handhabung und Programmierung. Wir benötigen keinen Computer um unsere Profile mit seinen Tasten bestimmen zu können.

Wer nun glaubt, dass diese Option der rückseitigen Tasten nur etwas für Shooter-Games ist, der ist wohl auf dem Holzweg. Gerade in Spielen mit einem breiten Angebot an Eingaben kommen die Tasten einem sehr entgegen. Wir sprechen hier gezielt die Rennspiele an, die im Fall mit den unteren Schultertasten für Gas und Bremse belegt werden. Hier können nun endlich die oberen Schultertasten gezielt mitgenutzt werden, zum Beispiel zum Schalten, Rückspiegel oder Boxenfunk ohne seine Finger vom Gaspedal oder der Bremse nehmen zu müssen. Die Gangschaltung auf das Ansatzstück zu legen, macht so gar richtig Spass und lässt zudem mehr Rennfeeling aufkommen ohne gleich zum Lenkrad greifen zu müssen. Wir wissen ja: Wer in einem Rennspiel manuell schaltet, hat schon mal einen enormen Vorteil, da die automatische Schaltung nie ganz den richtigen Zeitpunkt trifft. Wer viel und gerne Gran Turismo Sport zockt, wird das Teil wohl nicht mehr hergeben wollen. Wechseln wir nach einigen Runden dann in einen Shooter, reicht ein einfacher Klick auf das rückseitige Display um ein anderes Profil auswählen zu können.


Fazit

fast alles richtig gemacht

Mit dem Rücktasten-Aufsatzstück für den Dualshock 4 Controller bringt uns Sony endlich ein langersehntes Feature, welches wir bisher von teuren Drittanbietern in die Finger bekamen. Die Installation ist simpel und einfach und lässt uns ganz ohne Computer verschiedene Profile programmieren. Die Handhabung gefällt uns sehr gut und dürfte daher auch nicht nur die kompetitiven Gamer ansprechen. Das Rücktasten-Ansatzstück wird auch bei jedem Casual-Gamer seinen Gefallen finden, da es sich in jedem Spiel zu Hause fühlt. Einziges Manko ist bisher die hohe Nachfrage bei einem geringen Angebot, die den Preis in utopische Höhe schnellen lässt. Aufgrund der laufenden Produktionsproblematik, verursacht durch den Coronavirus, könnte es auch noch eine Weile dauern bis es genügend Ansatzstücke zu dem angegebenen Preis geben wird. Bis dahin heißt es die Augen offen halten um das Rücktasten-Ansatzstück wenigstens für 40 Euro ergattern zu können. 

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Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973