[ TEST ] FALLOUT 4

Bethesda bringt euch ein weiteres Fallout. Mit dem 4. Titel kann man zum ersten Mal auch auf die Power der Next Gen Konsole zurückgreifen. Was das Spiel nun so bringt, wir haben es unter die Lupe genommen.

Mit Fallout 4 erhaltet ihr ein Rollenspiel mit Ego-Shooter Charakter. Ihr werdet in eine düstere Zukunftsvision geführt, die durch die Fortschritte der Entwicklung der Atombombe in den 40iger Jahren ihren Lauf nimmt.

Ihr lebt mit der Technologie im 22. Jahrhundert. Atomare Energie treibt so alles an was einem im Leben umgibt. Mit der Prägung der Angst um die atomare Vernichtung werdet ihr durch ein Unternehmen namens Vault-Tec in die Irre geführt.

Fallout 4 nimmt 41,67 GB auf eurer Festplatte ein. Probleme haben wir bei der Downloadversion festgestellt, diese lädt anfänglich nur 4,5 GB herunter und installiert sich dann mit Zugriff auf das Playstation Network. Daher kann eine Installation bis zu 6 Stunden dauern. Ein einlegen und losspielen war nicht möglich.

Aufgrund des großen Umfangs, sehen wir von einer direkten Bewertung ab. Ein ausführlichen Test zu liefern ohne beim Spiel ein nahendes Ende der Geschichte erkennen zu können, ist für uns nicht möglich und könnte noch bis Weihnachten dauern.

Menü/ Startbildschirm

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Das Spiel beginnt im Style der 50iger Jahre mit einem interessanten Intro, ganz im alten schwarz-weiß Film-Look. Krieg, Krieg bleibt immer gleich (War, war never changes).“

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Danach landet ihr im Hauptmenü. Alles wichtige ist ersichtlich und es ergeben sich keine Fragen. Die Farbe des monochromen Erscheinens kann dabei geändert werden, wäre statt grün euch ein Blau lieber ? Auch erhaltet ihr die Möglichkeit die Steuerung zu personalisieren.

Auch wenn das Menü im ersten Moment etwas altbacken wirkt, erzielt man hier den passenden Effekt, die Anfänge der Computer von einst. (9/10 Punkte)

Gameplay

Das Spiel kommt in komplett deutscher Sprachausgabe daher, sowohl Audio als auch Texte. So könnt ihr euch die Ansicht der Spielweise heraussuchen und zwischen der Ego- und 3. Person wählen.

So legen wir los und haben anfänglich auch keine Probleme ins Spiel zu kommen. Die Steuerung geht dabei auch einsteigerfreundlich von der Hand. Erst im späteren Verlauf muss man die Möglichkeiten der Handhabung etwas studieren, das geht aber nach und nach besser. Ein hilfreiches Tutorial im Spielverlauf hätte es uns leichter gemacht. Es wird so gut wie nichts erklärt. Man ist da etwas auf sich selber angewiesen.

Im Spiel selber habt ihr durch den Pip-Boy euer Menü  mit dabei und könnt auf alles zurückgreifen. Positiv anzumerken, man kann zu jeder Zeit das Spiel abspeichern.  Hier kommt aber der Rollenspiel-Charakter zum Tragen. Es ist manchmal zu viel und zu komplex und ohne Hilfe ist man mehr als Trödelmarkt-Händler unterwegs, als seiner eigentlichen Bestimmung zu folgen.

Grafik

Die Grafik hat uns direkt jetzt nicht vom Hocker gerissen, was aber nicht bedeutet sie ist schlecht oder gar hässlich. Sie bildet ihr eigenes Ambiente und passt perfekt zu der Story. Es ist eher ein Rollenspiel, satt ein Hochglanz-Egoshooter. Die in der Presse bekannt gewordenen Frameeinbrüche haben wir nicht verspüren können. Es lief alles soweit glatt.

Sound

Hier punktet Fallout 4. Der Soundtrack, der sanft im Hintergrund sich bewegt, passt immer. Auch die Sprachausgabe ist sehr harmonisch. In den Kämpfen kommt alles kräftig rüber. Man wird immer in die Situation gezogen. Was will man mehr ?

Das Gameplay ist sehr rolllenspiellastig aber auch als Ego-Shooter Fans mehr als nur machbar. Eine perfekte Mischung für ein neues Erlebnis. (8/ 10 Punkte)

Umfang/ Spielangebot/ Langzeitmotivation

Eine riesige Spielewelt, ein Charakter den man sich selber erstellen kann, eine Story die mal was anderes bietet als Helden im Mittelalter oder schießwütige Cowboys die dem Ruf der Freiheit folgen. In Fallout 4 wird viel Zeit benötigt um nicht nur alles zu entdecken, sondern auch alles was geboten wird erleben zu können.

Zum Teil düster gehalten, mit der Herausforderung immer als Sieger in den „Boss-Kämpfen“ hervorzugehen. Ideal für Freunde von Spielen wie Dying Light oder The Witcher 3 . Entdecken, entwickeln, aufbauen… ein Ende ist für uns nicht ersichtlich. Man spricht hier von mehr als 200 Stunden ? 

Wir könnten noch mehr hier schreiben, das würde aber eher als Spoiler gesehen werden können. Ungeahnte Möglichkeiten… und daher lange Momente die einen fesseln. (10/ 10 Punkte)


FAZIT:

Mit Fallout 4 macht man nicht viel falsch. Hier wird einem mal etwas geboten, das einen nicht nur für lange Zeit bindet, sondern auch einem die Möglichkeit gibt sich nach Herzenslust austoben zu können. Ein Rollenspiel mit einer Knarre in der Hand in der Ego-Perspektive und vielen Entwicklungsmöglichkeiten. Was will das Herz eines Spielers mehr ? Man darf es ruhig sagen, kaufen und erleben. Hier bekommt was für sein Geld.


Fallout 4 erhaltet ihr bei amazon.de in einer schicken Steelbook-Edition für unter 60 Euro. Das Spiel ist in Deutschland ungeschnitten und mit einer USK 18 Freigabe versehen.

Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973