Hardware Test

[ TEST ] Logitech MX518 – Die Legende lebt!

Logitech ist seit Jahrzehnten einer der bekanntesten Hersteller in Sachen Computer-Peripherie. Auch im Gaming-Bereich ist die Marke natürlich kaum weg zu denken. Nun wird man offensichtlich nostalgisch und hat die Bitten der Fans nach einer Neuauflage der wohl beliebtesten Logitech-Maus erhört. Wir haben die neue Version der berühmten MX518 für euch getestet und mit ihrem Vorgänger verglichen.

Logitech wurde 1981 vom Schweizer Daniel Borel und einigen Kollegen auf einem Bauernhof im schweizerischen Apples gegründet. Das Unternehmen  stellte im gleichen Jahr mit der P4 die erste Serienmaus vor. Bereits 1985 erschien die LogiMouse C7, die Strom direkt aus der RS-232-Schnittstelle bezog und keine externe Stromquelle mehr benötigte. Die mit ihr eingeführte Drei-Tasten-Funktion wurde ein Standard in der Branche. Damit hat Logitech die Entwicklung der Computer-Peripherie maßgeblich beeinflusst und ist nicht zuletzt einer der führenden Hersteller in diesem Bereich.


Etwas zur Geschichte dieser Legende

Wie war das damals eigentlich?

Die erste MX518 ist seit 2005 die beliebteste Maus von Logitech

Im Jahre des Herrn 2005 war es, als Resident Evil 4, Battlefield 2 und die Xbox 360 das Licht der Videospiele-Welt erblickten. Einem Produkt aber, wollen wir uns heute ganz besonders widmen. Ebenfalls im Jahr 2005 erschien eine Gaming-Maus, die bis heute bei vielen Spielern sehr beliebt ist. Ihre überarbeitete Version wird nicht ohne Grund zu Mondpreisen von bis zu 180 Euro auf einschlägigen Plattformen gehandelt. Die Rede ist von der MX518 – Eine Maus die bis heute die Entwicklung von Hardware im Gaming-Bereich prägt. Schon damals konnte dieser kleine Nager die Spieler überzeugen. Mit drei wählbaren und programmierbaren Empfindlichkeitsmodi zwischen 400 und 1800 DPI, acht Tasten, von denen ebenfalls zwei programmierbar waren und einem Sensor der eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von 5,8 Megapixeln pro Sekunde lieferte.

Außerdem war das Design und die ergonomische Form herausragend und bis dato kaum so zu sehen. Damit war die erste MX518 schon eine klare Kampfansage an den damaligem Primus, die Razer Diamondback. Die MX518 ist aufgrund ihrer sehr guten Verarbeitung und dem ergonomischen Design, auch heute noch, eine der beliebtesten Mäuse die Logitech jemals auf den Markt brachte. Eine Legende also.

Vergleicht man beide Mäuse miteinander, fallen natürlich einige Unterschiede auf


Ausstattung und Design

Komm, mach neu!

Optisch blieb Logitech dem ursprünglichen Design weitestgehend treu.

Kommen wir aber nun zum eigentlichen Thema – Zur neuen MX518. Die macht ihren älteren Geschwistern nämlich wahrlich alle Ehre. Hier hat Logitech einen Sinn für Nostalgie und ein Ohr für die Wünsche der Community bewiesen. Natürlich ist die neue MX518 nicht einfach nur eine Neuauflage einer alten Maus. Sie ist vielmehr die Verbindung eines wunderbaren und handlichen Designs mit hochwertiger Verarbeitung und aktueller Technik. Es wäre schließlich keine gute Idee, die Erfahrungen die man im Hause Logitech über die vielen Jahre gesammelt hat, nicht auch bei einem bewährten Produkt anzuwenden.  In der Verpackung steckt schon einmal deutlich weniger als noch 2005. Wo wir früher jede Menge Kunststoff  und Treiber-CD’s fanden, gibt es heute einen schlichten Karton aus Pappe. Und das ist auch völlig ausreichend. Kaum ausgepackt, fällt uns das sehr ansprechende Farbdesign auf. Es nennt sich „Nightfall“, was uns wirklich sehr passend erscheint. Grau glitzernd erinnert die Oberfläche  etwas an das alte Farbkonzept, jedoch fehlen hier die markanten holografisch wirkenden Dellen der alten Maus. Stattdessen geht das Grau in ein schwarzes Finish über, was sehr edel wirkt. Auch das alte Logitech-Logo ist einem neuen markanten „G“ gewichen. An den Seiten der Maus hat sich auch etwas getan. Die alte, sehr weiche und schmutzanfällige Softtouch-Oberfläche ist einem leicht aufgerauten Kunststoff gewichen, der aber dennoch sehr griffig und hochwertig wirkt. Den Tasten fehlen leider die bekannten orangefarbenen Markierungen, allerdings sind sie allesamt an den richtigen Stellen positioniert. Sie fühlen sich aber im Vergleich mit der alten Maus deutlich präziser in ihren Druckpunkten  und der Rückmeldung  an. So haben die oben liegenden Wahltasten der alten MX518 einen weicheren Druckpunkt als die der neuen Maus. Lediglich das Mausrad gefällt uns bei der alten Ausführung besser.  Scrollt man mit der neuen MX, so fühlt man ein deutliches Schleifen, wobei aber das fühlbare Einrasten stärker ausfällt. Allgemein vermittelt die Neuauflage der MX518 ein wunderbares und gewohntes Handgefühl. Sie passt durch die ergonomische Form sehr gut in die Hand, fast so als hätten wir nie eine andere Maus benutzt. Das 2,10 Meter lange Kabel, hat einen kleineren Durchmesser und kommt bei der neuen MX518 deutlich schlanker daher. Ebenso hat auch die neue MX518 scheinbar etwas an Gewicht verloren.


Technik und Software

Topmodern und ohne Schnörkel

Altes Design trifft moderne Technik

An der Technik der MX518 hat sich natürlich auch einiges getan. Drin steckt der neue Hero 16K Sensor, den Logitech als neuste Innovation im Gaming-Bereich bewirbt. Er ist der genaueste Sensor, den Logitech bisher verbaut hat, erreicht eine Bildwiederholrate von bis zu  17.000 Bildern in der Sekunde und damit mehr als 400 IPS über die gesamte Bandbreite von 100 – 16.000 DPI. Ohne jegliche Glättung, Filterung oder Beschleunigung. Damit will Logitech wieder einmal Maßstäbe setzen. Der Mikroprozessor mit seinen 32 Bit ARM sorgt für, ebenfalls einstellbare, Signalraten von 125 bis 1000Hz. Außerdem verfügt die MX518 nun über einen integrierten Speicher, wie wir es bereits von den meisten Gaming-Mäusen gewohnt sind. Damit können wir bis zu fünf Profile für die Programmierung der insgesamt acht Tasten anlegen und in der Maus speichern. Falls wir mal eine LAN-Party besuchen oder es uns zur Teilnahme an einem Turnier zieht. Die gespeicherten Einstellungen funktionieren dann auf jedem PC, ohne zusätzliche Software.

Wo die alte MX518 uns nur 3 verschiedene DPI Einstellungen bot, haben wir jetzt die freie Wahl aus fünf von uns gewählten Einstellungen. Wer möchte, darf hier in 50er Schritten zwischen 100 und 16.000 DPI anlegen. Wie schon erwähnt, sind in der herunterladbaren Logitech Gaming Software oder im G-HUB alle Tasten und Einstellungen programmier- und in der Maus speicherbar. Die Software ist einfach zu bedienen und bietet einen überschaubaren Umfang. Hier ist alles übersichtlich und ohne Umwege einstellbar. Laut Logitech erreichen die Haupttasten bis zu 50 Millionen Klicks und die Gleitpads an der Unterseite eine Reichweite von 250 Kilometern.  Einzig die Fans von RGB-Beleuchtung gehen bei der MX518 leer aus.

Ergonomisch, schick und technisch auf dem neusten Stand – Logitech MX518


Fazit 

Der legendärste Handschmeichler mit moderner Technik

Mit der Neuauflage der legendären MX518 trifft Logitech ins Herz eines jeden Gamers. Zumindest wenn man nicht zur allerjüngsten Generation gehört. Aber auch für diese hat man hier eine Maus gebaut, die aktueller nicht sein kann. So hat Logitech der neuen MX518 ein hervorragendes Technik-Upgrade verschafft und mit der Beibehaltung der Ergonomie und Ausstattung den richtigen Weg gewählt.

Damit ist die neue MX518 für Neukunden, als auch für Liebhaber der klassischen Maus eine absolute Empfehlung. Abgesehen von der fehlenden RGB-Beleuchtung, bietet die MX518 alles was das Gamerherz begehrt.  Bei einem Preis von 59,99 Euro, ist die MX518 ein absoluter Preis-Leistungs-Tipp. Wie wir feststellen mussten, ist die Maus bereits vergriffen aber nachbestellbar. Dies spricht deutlich für den großen Erfolg und für die Bezeichnung einer Legende.

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