Mit Musik geht der Alltag bekanntermaßen besser von der Hand. Doch nicht jeder kann sich dabei Kopfhörer der gehobenen Mittelklasse leisten. Hier kommt der chinesische Anbieter von Gaming-Peripherie ins Spiel, denn mit den Clamor bietet Ludos Gaming In-Ear-Kopfhörer zum kleinen Preis. Aktuell werden die Ludos Clamor auf amazon.de gleich in 11 verschiedenen Farben zu einem Preis von je 19,90€ angeboten. Wir haben uns für die schlichte Variante in schwarz entschieden und möchten euch nun unsere Erfahrungen übermitteln.

Ludos, auch unter Ludos Gaming bekannt, ist ein chinesischer Anbieter von Gaming-Peripherie, das mit europäischen Wurzel in China als Start-Up-Unternehmen gegründet wurde. Gemeinsam mit den begeisterten Gamern Max und Enrico möchte der Geschäftsführer Erion, der schon seit Jahren in den Bereichen IT, Elektronik und E-Commerce tätig ist, den Markt der Gaming-Geräte revolutionieren. Aktuell bietet Ludos neben den In-Ear-Kopfhörern noch eine Gaming-Mouse und ein Mousepad an. Dabei lässt Ludos die Meinung von Pro Gamern oder besser gesagt die Meinungen von vielen professionellen Gamern aus ganz Europa mit in die Entwicklung ihrer Produkte einfließen und folgt damit ihrer eigenen goldenen Regel: Meinungen und Feedback sind auf dem Weg zur Perfektion essenziell.

Verarbeitung/ Qualität

ein Pfefferminz-Döschen

Die Ludos Clamor In-Ear-Kopfhörer werden derzeit nur über amazon.de angeboten und kommen in einer überraschenden Pfefferminz-Dose zu einem geliefert. Mit diesem netten „Bonbon-Döschen“ umgeht Lodos gekonnt unnötigen Verpackungsmüll, da diese Dose zu jeder Zeit immer wieder für Transportzwecke ihren Gebrauch finden wird. Neben den eigentlichen In-Ear-Kopfhörer legt Ludos noch weitere Silikon-Passstücke, ein aus Mesh gefertigten Transportbeutel, sowie eine Danksagung und Bitte zur Bewertung auf Amazon bei. Ausgestattet sind die Clamor mit den uns bekannten Memory-Foam Ohrpolstern, der seinen Urpsrung vor über 20 Jahren in der NASA fand.

Auf den ersten Blick erwirken die In-Ears einen positiven Eindruck. Sehr geradlinig in der Form, mit dem passenden Firmenlogo an der Außenseite, eine Remote-Controlleinheit samt Lautstärke Plus, Minus und Play-Pause-Button, ein vergoldeter 3,5 mm 4-poliger Klinkestecker sowie ein geriffeltes Kabel. Letzteres verwirrt uns, es handelt sich hierbei um ein Textil ummanteltes Kabel? Dies täuscht aber, denn es wurde der Kunstoffummantelung nur eine Struktur verpasst um die Haptik zu verbessern. Bei unserer Handhabung stellte sich aber nach geraumer Zeit ein fast schon schmieriges Gefühl ein, als hätten wir unsere Hände mit Silikon oder einer Handcreme eingerieben. Hier scheinen sich noch Produktionrückstände am Kabel zu befinden, die wohl zur Schmierung beim Durchlauf zur Prägung anhaften.

Als optisches Highlight können die Ludos Clamor sich nicht in Szene setzen, außer die eigene Wahl fällt auf eine der auffälligeren Farben. Die In-Ears sind eher zweckdienlich und sauber verarbeitet und zudem an einigen Punkten gezielt gegen ein Abknicken des Kabels verstärkt wurden. Die Knöpfe auf der Remote-Control-Einheit lassen sich gut betätigen. Leider hat Ludos diese Bedieneinheit zu nah am rechten Ohr platziert und nicht in Höhe des Brustbeins. Dies liegt wohl an der besser Platzierung für das Mikrofon im Mundwinkelbereich, was zu Lasten einer Bedienung samt Blick geht.


Sound & Klangbild

3-Stufen Sound 

Einmal eingesteckt, liefern uns die Ludos Clamor  einen Frequenzbereich von angegebenen 20 Hertz bis 20.000 Hertz. Angaben zur Art der verbauten Treiber, sowie der verwendeten Impedanz, macht Ludos leider nicht. Dies wäre sehr interessant gewesen, um uns auch eine Nutzung an hochwertigen Audioquellen zu eröffnen. So mussten wir uns durch die verschiedenen Audioquellen kämpfen um eine breite Nutzung zu offenbaren. Im ersten Schritt haben wir die In-Ears an einen handelsüblichen Laptop verwendet, der über standardisierte Soundkarte verfügt. Das Klangbild ist im ersten Moment weder überragend noch ernüchternd. Die Ludos Clamor bieten ein Klangbild, das uns gekonnt Höhen, Mitten und auch Tiefen bietet. Von einem tiefgreifenden Bass würden wir aber nicht sprechen und auch nicht von einem intensiven Klangerlebnis, das, wie der Hersteller angibt, ein Meisterwerk seiner Technik sein soll. Dafür harmonieren die Höhen, Mitten und Tiefen zu wenig, da sie eher wie Stufen zur Geltung kommen. Die Höhen können schnell die Tiefen in den Hintergrund stellen, während dann die Tiefen die Höhen übertönen wollen und die Mitten versuchen eine Balance zu schaffen. Das wirkt alles zu unausgewogen. Okay, wir bewegen uns hier im unteren Preisbereich, doch ein Heilbronner Unternehmen konnte uns in dieser Preisklasse eher überzeugen, die ebenfalls ein Produkt zum gleichen Preis in China produzieren lassen.

Das Klangbild der Ludos Clamor ist aber auf keine Fall schlecht, kann aber auch nicht für einen gewissen überzeugenden Effekt sorgen. Ganz anders sieht es dann aus, wenn wir die In-Ears mit einer hochwertigen Audioquelle verbinden. Hier kommt etwas mehr Potenzial zum Tragen, offenbart aber auch zugleich: Die Ludos Clamor In-Ear-Kopfhörer spielen eher in der Kreisklasse und eignen sich mehr für Youtube und können am Tablet oder einem einfachen Laptop ihre Leistung zeigen, sollten aber beim HD-Sound eher ausgewechselt werden. Mit ihrem 3,5 mm Klinkestecker kann man sich aber auch schnell an einem Gaming Controller, wie dem Dualshock 4, einsetzen. Der Sound ist auf jeden Fall besser, als uns so manches Headset in dieser Preisklasse liefert. Er reicht aber nicht an das Snakebyte Head:Set heran, das auch ein Over-Ear-Headset ist.

So ist es dann auch beim Mikrofon, das hier zweckdienlich seinen Dienst verrichtet. Das eine oder andere Telefonat geht noch in Ordnung, während im PlayStation 4 Chat unsere Stimme lieblos ankommt. Wie wohl alle preisgünstigen Mikrofone, verschluckt es schnell die Zisch-Laute und stellt uns zu sehr in einen leeren Raum – auch als Abwasserkanal bekannt. In dieser Preisklasse ist das aber ganz normal.


Fazit 

ein Produkt ohne hervorzustechen

Mit den Clamor In-Ear-Kopfhörern bietet uns das Start-Up-Unternehmen einen tauglichen Klang, den wir in dieser Preisklasse zum einen erwartet haben. Auf der anderen Seite, wurden wir in dieser Preisklasse aber auch schon mehr verwöhnrt. Das Klangbild ist klar, rein und sauber, sollte aber noch etwas besser harmonisiert werden. Die Verarbeitung hat uns auch soweit überzeugen können, wären da nicht die leicht schmierigen Produktionrückstände am Kabel gewesen. Die Idee den Kopfhörer in eine „Lutschpastillen-Box“ zu packen, finden wir genial. Da brauchen wir das beiliegende „Säckchen“ gar nicht. Der Schritt, den Ludos hier wagt, ist gelungen und es gibt soweit nichts zu meckern für einen chinesischen Anbieter. Jetzt fehlt nur noch der Punkt, der uns sagt: Ludos muss man kaufen, da sie uns eindeutig überzeugt haben. Dafür sticht Ludos leider noch zu wenig heraus. Dazu zählt nicht nur das Produkt auf Amazon anzubieten, sondern auch schön auf der hauseigenen Webseite zu präsentieren, die uns gleichzeitig ihren Support näher bringt. Wir werden Ludos aber im Auge behalten, da hier jedes Feedback essenziell mit in die Entwicklung und Weiterentwicklung einfließt. Für einen Preis von unter 20 erhält man hier einen grundsoliden In-Ear-Kopfhörer, mehr aber auch nicht. Langlebigkeit ist hier auch ein Thema, da es doch negative Erfahrungen in diesem Zusammenhang zu lesen gibt. 

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Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973