Hardware Test

[ TEST ] MAC Audio PrivatEar – mobiles Heimkino-Erlebnis

Bei unserem Besuch auf der High-End Messe im Mai, präsentierte uns MAC Audio ihren PrivatEar Bluetooth Stereo-Nacken-Lautsprecher. Schon allein seine Art machte uns sehr neugierig, so dass wir uns diesen mobilen Lautsprecher mal näher zu Gemüte geführt haben. Der PrivatEar ist wie der Name schon sagt, für einen persönlich bestimmt. Er wird einfach wie ein Nackenkissen auf die Schultern gelegt und per Bluetooth mit einer gewünschten Quelle verbunden. Funktioniert sowas und kann es überzeugen? Der MAC Audio PrivatEar kann seit dem 30. August für 79,-€ auf amazon.de erworben werden.

MAC Audio ist seit 35 Jahren im Car-Hifi Bereich tätig und ihre Passion bildet das Fundament aus Leidenschaft, Herzblut, immensem Wissen und ungebremstem Tatendrang für neue Evolutionsstufen und manchmal auch Revolutionsstufen von Spitzenklang im Auto. Diese Basis überträgt MAC Audio mittlerweile auch in andere Bereiche und Komponenten. Party-Audio mit hochwertigen Kompaktanlagen oder mobile Sound-Gadgets für unterwegs: Laut. Kraftvoll. Dynamisch. Stylisch. – Attribute, die Mac Audio auszeichnen. Heute gehört Mac Audio mit zur Voxx German Holding unter dessen Dach sich weitere Marken wie Heco, Magnat oder Oehlbach befinden.

Verarbeitung/ Qualität 

die Neugier weckt uns 

Mit dem Nackenlautsprecher entpuppte sich bei uns mal wieder die Neugier, die Neugier neue Dinge ausprobieren zu wollen. Ein Lautsprecher der nicht irgendwo seinen Platz findet, sondern einen den wir ganz bequem auf unseren Schultern mit uns tragen. Dabei präsentiert MAC Audio den PrivateEar in einem doch eher knallbunten Karton mit Bildern eines älteren Herren, so dass wir den Eindruck erhalten: wir waren im Sanitätshaus einkaufen. Etwas zum Schlafen und für unsere gesundheitliches Wohlbefinden. MAC Audio möchte hier mehr die ältere Generation ansprechen? Die Jugend von heute würde glatt vorbeilaufen und es für ein Massagekissen halten. Der Eindruck eines musikalischen High-light oder gar eines dynamischen Sound ist, rein von der Verpackung her, leider nicht ersichtlich. Da hilft es auch nicht die technischen Angaben auf der Rückseite anzugeben, denn so freuen sich wohl eher die Rentner die eh schlecht hören.

Ganz aufgeben haben wir aber noch nicht: Beim Öffnen der Verpackung zeigt sich der PrivatEar Bluetooth Stereo-Nacken-Lautsprecher. Eingebettet in weichem Schaumstoff, finden wir neben einer kleinen Bedienungsanleitung in zwei Sprachen, noch das Micro-USB Kabel zum Laden vor. Das war es dann auch schon und mehr brauchen wir auch nicht.

Der PrivatEar wurde komplett in ein flexibles Antireflex-Silikon gehüllt, dessen Oberfläche sich doch sehr angenehm anfüllt. Ein ähnliches Material fanden wir schon bei einigen Bluetooth-Lautsprechern anderer Marken vor. Wie eine zweiköpfige Schlange präsentieren sich die beiden mit Titan beschichteten Lautsprechergitter. Seitlich finden wir noch die Ladebuchse und einen Kartenslot für eine Micro-SD Karte. Für die Bedienung stehen uns eine Play/ Pause Taste, einmal Plus und Minus sowie der Power-Button zur Verfügung. Letztere dient auch zum Pairing mit unseren Bluetooth-Geräten.

Die Handhabung ist fast selbsterklärend. Der PrivatEar wird wie ein Bluetooth-Lautsprecher gekoppelt und dann einfach um den Hals auf unseren Schultern abgelegt. Dabei kommt das geringe Gewicht von nur 255 Gramm uns sehr entgegen. Die Gewichtsverteilung verhält sich dabei sehr durchdacht, denn selbst bei aktiven Bewegungen bleibt der PrivatEar dort wo er hingehört. Joggen waren wir jetzt nicht damit aber auch das dürfte sicherlich kein Problem sein.


Sound & Klangbild 

es zeigt sich ein Wow-Effekt 

Der PrivatEar verfügt über 30 mm Breitbandlautsprecher, die uns satte 2 x 3 Watt Leistung bieten. Dabei liefern uns die Lautsprecher einen Frequenzbereich von 120 Hz bis 18.000 Hz. Mit dem Bluetooth-Profilen A2DP 1.3, AVRCP 1.6, HFP 1.7 sind wir zudem ausreichend ausgestattet worden. Für das audiophile Klangbild soll ein Dynamic Sound sorgen.

So werfen wir die Maschinerie an und koppeln den PrivatEar mit unserem Samsung S8. Die amazon Music App muss als erstes herhalten und es macht sich ein Wow-Effekt breit. Das Klangbild überrascht uns im ersten Moment, denn hier offenbart der Nackenlautsprecher sein ganzes Dasein. Uns bietet sich ein fülliger Klang und so lassen wir den PrivatEar durch die Reihen wandern. Jede Person zeigte sich bei uns sehr erstaunt, über diesen unscheinbaren „Kopfhörer“ auf den Schultern. Mit viel Volumen und Kraft wandert ein Song nach dem anderen in unsere Ohren, so dass wir regelrecht entzückt wurden. Das haben wir nun wirklich nicht erwartet, dass der PrivatEar einen Klang erzeugen kann, wie unsere heimische Musikanlage im Surround Sound. Trotz der offenen Klangquelle erleben wir ein wahres Fest der audiophilen Gefühle. Da ließen wir es uns nicht nehmen, den PrivatEar mit unserem Fernseher zu koppeln, um damit Filme erleben zu können. Gerade hier tritt das Potenzial nochmals deutlich hervor. Ein Effekt macht sich breit als würden wir unsere Heimkinoanlagen in Betrieb genommen haben. Sound und Surround vom Feinsten zieht uns mitten in den Film und lässt uns diesen auf eine neue Art erleben. Schwächen zeigt der PrivatEar in keinster Weise.

Gerade bei einem nächtlichen Film-Marathon kommt uns der PrivatEar sehr entgegen, denn auch ganz ohne Heimkinoanlage stören wir die Nachbar nicht und brauchen auf einen berauschenden Sound nicht verzichten. Hier dieses Erlebnis zu beschreiben ist fast schon schwierig – das muss man selber erleben!


Fazit

ein herausragendes Klangerlebenis 

Mit dem PrivatEar bietet uns MAC Audio einen doch eher unscheinbaren Lautsprecher, der sich optimalerweise nicht nur für den heimischen Gebrauch eignet. Er ist ideal, wenn ein Kopfhörer uns die Umgebungsgeräusche nimmt und der Postbote wieder mal umsonst geklingelt hat. Wir hören noch unsere Umwelt und das bei einem faszinierenden dynamischen Sound, der es locker mit jedem Surround-Sound Kopfhörer/ Headset aufnimmt. Selbst Telefonieren ist kein Problem, während wir mal wieder zwischen Kontakten, Kollegen und E-Mails hin und her kommunizieren müssen. Ideal für einen privaten Kinoabend ohne auf ein Heimkinosound verzichten zu müssen. Für knapp 79,- Euro bietet uns MAC Audio ein wahres audiophiles Feuerwerk. Mit einer ansprechenderen Verpackung und knalligen Farben würde er sicherlich mehr Beachtung finden aber wir lieben ihn und geben ihn nicht mehr her, denn selbst beim Gaming am PC macht er eine mehr als nur gute Figur. 

 

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