Hardware Test

[ TEST ] Philips 499P9H – Mit 49 Zoll der beste SuperWide-LCD-Monitor?

Was ist besser als zwei Monitore zu nutzen? Genau! Einen, der so groß ist wie zwei. Wir haben den Philips 499P9H 49“ SuperWide LCD-Monitor für euch getestet und verraten euch, warum er so toll ist.

Royal Philips (kurz Philips genannt) ist ein Hersteller von Gesundheitstechnologie und Haushaltsgeräten mit Sitz in Amsterdam. Einst tätig im Bereich der Unterhaltungselektronik, Halbleiter- und Lichttechnik, hat sich das Unternehmen inzwischen auf die Bereiche Personal Health mit Haushaltskleingeräten (beispielsweise Kaffeemaschinen, Wasserkochern und elektrischen Zahnbürsten) und Health Systems, dem professionellen medizintechnischen Bereich (insbesondere der Radiologie) konzentriert. Im Bereich der Unterhaltungselektronik (Audio, TV) besteht heute eine Lizenzvereinbarung zur Nutzung der Marke durch das chinesische Unternehmen TPV Technology. Quelle:Wikipedia


Ausstattung und Verarbeitung
Alles drin, alles dran.

Auch wenn wir uns an dieser Stelle meist darüber beschweren, dass Monitore oft mit VIEL zu VIEL Styroporverpackung daherkommen, muss man hier Eines erwähnen: Ein so großer Curved-Monitor will gut verpackt sein, damit er auch sicher verstaut ist und beim Transport nichts kaputt geht. Einzig über anderes Verpackungsmaterial als Styropor könnte man sich langsam mal Gedanken machen.

Es ist alles an Zubehör dabei, was man braucht. / Philips 499P9H

Es ist alles an Zubehör dabei, was man braucht. / Philips 499P9H

Enthalten ist so ziemlich alles, was man an Kabeln für die vorhandenen Anschlüsse braucht. Je ein Kabel für den Display-Port 1.4, HDMI 2.0b (2 Anschlüsse am Monitor vorhanden), USB-C-C, USBC-A, USB-A-B für den integrierten USB-Hub und die Webcam und natürlich Strom. Die Kurzanleitung und der Quick-Start-Guide helfen bei der ersten Inbetriebnahme und wer etwas mehr Hilfe benötigt, findet auf der beiliegenden CD ein Handbuch und Treiber (sofern benötigt). Wer kein optisches Laufwerk mehr besitzt, findet alles aber auch als Download auf Philips‘ Internetseite.

Schon auf den ersten Blick fällt die hochwertige Verarbeitung auf. Der massive Standfuß ist aus Vollmetall und sorgt für einen sicheren Stand. Der Rahmen und die Verarbeitung des Monitors selbst wirken trotz Kunststoff äußerst solide und hochwertig. Was uns allerdings ein wenig fehlt, ist eine richtige Kabelführung oder -halterung am Fuß. Zwar kann man die Kabel durch den breiten Spalt in der Mitte ganz gut zusammenführen, aber wirklich schön und aufgeräumt sieht das leider nicht aus.


Aufbau, Installation & Funktionen
Schweres Gerät, leichte Handhabung.

Mit stattlichen 21 Kilo ist der 499p9h (eingepackt) kein Leichtgewicht. Vom Ein-Mann-Transport raten wir daher schon mal ab. Es sei den ihr habt eine Sackkarre oder ähnliches zur Hand. Zu zweit gestaltet sich der Transport und auch das Auspacken schon sehr viel einfacher. Im aufgebauten Zustand misst der Monitor 119,4 x 56,8 x 30,3 cm (B x H x T) und bringt stattliche 15,30 kg auf die Wage. Ihr solltet also ordentlich Platz auf eurem Schreibtisch haben, um das Monstrum vernünftig aufstellen zu können.

Der Monitor muss am Standfuß verschraubt werden. / Philips 499P9H

Der Monitor muss am Standfuß verschraubt werden. / Philips 499P9H

Aufgrund der Größe und des Gewichtes empfehlen wir euch beim Aufbau, speziell bei der Befestigung des Fußes, jemanden zur Hilfe zu holen. Da der Fuß nicht per Klick-Mechanismus am Monitor befestigt wird, sondern verschraubt werden muss, kann eine zweite Person dabei helfen, dass die Schrauben nicht verkanten und nichts beschädigt wird. Solltet ihr das Gerät doch alleine aufbauen, empfiehlt sich das Befestigen des Fußes während der Monitor selbst noch im Karton liegt. Achtet hierbei aber darauf, dass ihr den Fuß stützt, damit nicht das komplette Gewicht auf dem im Karton liegenden Monitor lastet, da es sonst zu Beschädigungen kommen könnte.

Wir raten DRINGEND davon ab, den Monitor mit der Krümmung nach Unten auf eine Flache Oberfläche zu legen um den Fuß zu befestigen. Die dabei entstehende Spannung auf dem Display würde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu Schäden führen.

Die Vielzahl an vorhandenen Anschlüssen lässt keinerlei Wünsche offen. Egal ob Desktop-PC, Laptop, Konsole, Mac-Book (via USB-C 3.1 Gen 2) oder auch Mobile-Geräte (sofern diese über eine Virtual-Desktop-Funktion verfügen) können an den Philips 499P9H angeschlossen werden. Da der Monitor auch als Docking-Station genutzt werden kann, ist auch ein RJ45-Anschluss für 10/100/1000 Mbit/s vorhanden. Der USB-Hub ermöglicht natürlich auch das Anschließen von Maus und Tastatur direkt am Monitor. Sehr praktisch für jeden, der zum Beispiel sein Mac-Book am Monitor nutzen will, ohne zusätzliche Kabel rumfliegen zu haben. Ein und Audio-Ausgang (3,5mm Klinke) ist ebenfalls vorhanden.

Doch damit noch nicht genug. Der Eingebaute KVM-Switch sorgt dafür, dass Geräte wie Maus, Tastatur und natürlich auch der Netzwerkanschluss automatisch zur jeweiligen Signalquelle umgeschaltet werden. Betreibt ihr also mehr als einen PC oder Notebook per USB C- oder USB A-Uplink mit dem Monitor, müsst ihr keine Kabel umstecken.

Der 499P9H verfügt über mehr als nur die notwendigen Anschlüsse. / Quelle: Philips-Produktseite

Der 499P9H verfügt über mehr als nur die notwendigen Anschlüsse. / Quelle: Philips-Produktseite

Die Bedienung des Philips 499P9H erfolgt über Multifunktionstasten an der rechten Rahmenunterseite. Neben dem Soft-Power-Off-Schalter sind vier weitere Tasten vorhanden, die zum manuellen Einstellungen des Monitors über das OSD  (On-Screen-Display) gedacht sind. Hier könnt ihr zum Beispiel die Farbmodi, Signaleingänge oder der auch USB- und KVM-Switch-Einstellungen ändern. Auch den LowBlue-Mode könnt ihr hier einstellen. Dieser dient dazu, die Blau-Anteile des Bildes zu reduzieren. Zwar bietet Windows 10 auch Betriebssystemseitig eine solche Option, wer jedoch ein anderes OS nutzt, das eine solche Option vielleicht nicht bietet, kann dadurch direkt am Monitor dafür sorgen, dass weniger blaues Licht abgestrahlt wird.
Einige der Menüpunkte hätte man aus unserer Sicht auch zu einem einzelnen Punkt zusammenführen können. Das hätte der Übersicht im sehr umfangreichen OSD auf jeden Fall gut getan.

Warum ist blaues Licht „schlecht“?
Blaues Licht kann zu einer Verringerung der Melatonin-Ausschüttung führen. Melatonin ist für unsere Schlaf und unsere „innere Uhr“ enorm wichtig. Bei empfindlichen Menschen kann es zu Schlafstörungen führen und negativen Einfluss auf den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus haben.

Ein wenig enttäuscht sind wir von der eingebauten 2 Megapixel FHD-Webcam. Diese lässt sich zwar schön unsichtbar verstauen, ist dadurch aber leider auch auf ihre feste Position beschränkt. Sie lässt sich weder schwenken, noch neigen oder in der Höhe einstellen. Auch die Qualität hält sich in überschaubaren Grenzen. Bild und Ton reichen maximal für ein wenig Skype (oder vergleichbare Videochats) oder um sich via Windows 10 Hello am Rechner anzumelden. Für alles darüber hinaus empfehlen wir eine separate Kamera.


Altagscheck
Noch mehr Bild geht nicht.

Beim Test von unterschiedlichstem HDR-Material liefert der Philips 499P9H durchweg knackige Farben und satte Kontraste. Unsere Testvideos aus verschiedensten Quellen (z.B. YouTube & 4K Media) waren durch die Bank weg eine Augenweide, egal ob mit den vollen 5.120 x 1.440 Pixeln auf 49“ oder zwei  27“-Monitoren mit jeweils 3.840 x 2.160 Pixeln. Es sieht fantastisch aus. Der Monitor liefert dabei bis zu 70Hz, was aber vollkommen ausreicht, um bei Games ein flüssiges und weiches Bild zu erzeugen.

Im Seitenverhältnis 32:9 stehen folgende Auflösungen zur Verfügung:

  • 5.120 x 1.440 Pixel (Dual QHD)
  • 3.840 x 1.080 Pixel (Dual FHD)

Wer den Monitor lieber in zwei 27“-Screens in jeweils 16:9 teilen will, kann folgende Auflösungen nutzen:

  • 3.840 x 2.160 Pixel (UHD)
  • 2.560 x 1.440 Pixel (QHD)
  • 1.920 x 1.080 Pixel (FHD)

Besonders beim Spielen hat uns der Monitor überzeugt. Wer einmal ein Fußballspiel auf in 32:9 gespielt hat, der will nie wieder anders zocken. Ihr habt praktisch das komplette Feld im Blick. Das kann ein enormer Vorteil für die Übersicht auf dem Spielfeld sein. Aber auch Spiele wie World of Warcraft oder First Person Shooter machen auf dem Gerät nochmal einen gewaltigen Sprung in Sachen Feeling.

Wer einmal so Fußball gespielt hat, will nie wieder was anderes. / eFootball PES2020 @ Philips 499P9H

Wer einmal so Fußball gespielt hat, will nie wieder was anderes. / eFootball PES2020 @ Philips 499P9H

Kaum erwähnenswert sind die verbauten Lautsprecher. Zwei mal 5 Watt liefern zwar Ton, aber klanglich zieht man damit natürlich keinen Hering vom Teller. Hier empfehlen wir zu externen Lautsprechern oder Kopfhörern/Headset.

Wer neben den Angaben im Test noch die technische Details zum Philips 499P9H erfahren will, der kann HIER alles weitere finden.


Fazit
Prädikat: BOAH EY!!

Wer auf der Suche nach einem echten Schlachtschiff für seinen Schreibtisch ist, der könnte mit dem Philips 499P9H genau das richtige finden. Ob nun die vollen 49“ (effektiv 48,8“) oder zwei 27“ -Screens – völlig egal – der Monitor macht in beiden Nutzungsvarianten eine Top Figur. Dank HDR400-Zertifizierung bekommt man wunderschön satte Farben, knackige Kontraste und ein Bilderlebnis, das Seinesgleichen sucht. Egal ob ihr zocken wollt, Filme guckt, oder Videos und Bilder bearbeitet. Der Philips 499P9H ist ein Allrounder, der für so ziemlich alles und jeden geeignet ist.

 

 

 

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.