Wir haben das neuste Gaming Headset aus dem Hause QPAD, das QH-700, zur Verfügung gestellt bekommen. Da wir bereits gute Produkte von QPAD testen durften, sind unsere Erwartungen entsprechend hoch. Ob das QH-700 diesen Erwartungen gerecht wird, erfahrt ihr in diesem Test.

QPAD wurde als Unternehmen 1992 von Christer Kornback, einer damaligen bekannten Größe in der schwedischen Gaming-Community, in Stockholm gegründet und stellt seit über 25 Jahren Gaming-Hardware und Zubehör her. Bekannt wurde die Firma erstmals, als sie 1997 für die Swedish Quake Championships individuelle Mousepads herstellte. 2019 wurde die Firma von Darfon Electronics übernommen und wird seit dem als Marke weltweit vertrieben. Egal ob Mäuse, Tastaturen oder Headsets – QPAD bietet es an und hält dabei einen hohen Qualitätsstandard. Das Prinzip „von Gamern für Gamer“ spiegelt sich in ihren Produkten wider.

Komfort und Verarbeitung
Trotz Größe relativ leicht

Wie auch bei unseren letzten Headsets aus dem Hause QPAD gestaltet sich das Auspacken bereits als erstes Highlight. Die Box in der das QH-700 mit jeder Menge Schaumstoff ausgepolstert ist, befindet sich in einem eher schlichtem Schwarz gehaltenen Umkarton mit weißer Front. Im Lieferumfang sind eine nützliche Adapter-Kabelverlängerung, ein separat ansteckbares Mikrofon und natürlich die Kopfhörer an sich enthalten. Die Tatsache, dass das Mikrofon so auch abnehmbar ist, macht dieses Headset auch wieder als einfach Paar Kopfhörer nutzbar, ohne, dass das Mikro eventuell im Weg wäre. Das beim Tragen übrigens äußerst angenehme, verhältnismäßig geringe Gewicht kommt daher, dass bei diesem Model hauptsächlich Hartplastik verarbeitet wurde. Das Gesamtgewicht des Headsets beträgt lediglich 339 Gramm, die Belastung für den Kopf fällt so also um einiges Geringer aus. Der Bügel besteht jedoch aus Aluminium, was die Gesamtkonstruktion um eines stabiler macht. Die Ohrmuscheln sind angenehm weich ausgepolstert und mit Kunstleder ausgestattet. Hierbei fiel uns positiv auf, dass unseren Ohren ein wenig mehr Platz gelassen wurde, als beim QH-95. Das ist insbesondere deshalb gut, wenn man das Headset über mehrere Stunden nutzen möchte. In unserem Test hat sich das jedenfalls sehr positiv bemerkbar gemacht.

Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch, dass die Ohrmuscheln in einem 90°-Winkel rotierbar sind. Außerdem besteht die Polsterung des Bügels und der Ohrmuscheln zudem aus sogenanntem „Memoryfoam leather“, das heißt, dass sich die Form der Polsterung hält und auch immer wieder in die ursprüngliche Form zurückkehrt. Der Bügel verfügt über eingezeichnete Größeneinstellungen, was es einfacher macht, beide Seiten symmetrisch einzustellen und damit individuell anzupassen.

Vielleicht etwas unorthodox untergebracht sind der Mute-Button und die Lautstärkeregelung, denn diese befinden sich an der linken Ohrmuschel, direkt unterhalb des Bügels hinter dem Ohr, was alles ein wenig futuristischer wirken lässt. Am Anfang ist das zwar etwas gewöhnungsbedürftig, dafür ist die Bedienung ziemlich intuitiv und was sogar noch besser ist: Um schnell das Headset stumm zu schalten, ist wie sonst keine Fummelei am Kabel mehr nötig. Einfach kurz die Hand ans linke Ohr und den Klickschalter betätigen. Solltet ihr also einmal niesen müssen, müsst ihr nicht erst panisch danach suchen – wer kennt es nicht?


Sound und Klangbild
Guter Raumklang, basslastiger Sound

Das QH-700 verfügt über dynamische 53 mm Treiber. Die Impedanz liegt bei 60 Ohm, was jedoch je nach angeschlossenem System um 15 % variieren kann, womit die Varianz geringer als bei den Vorgängermodellen ist. Der Frequenzbereich reicht von 15 bis 25.000 Hz und der Schallpegel beträgt 98 (±3) Dezibel. Das Kabel hat eine Länge von ca. 1,3 Meter. Das Adapterkabel hat eine Länge von ca. 2 Meter. Hierbei fällt allerdings auf, dass das eigentliche Kabel des Headsets weitaus besser abgeschirmt ist. Denn dieses ist mit Kunststofffasern ummantelt, das Adapterkabel jedoch nicht. Alle Anschlüsse sind zudem vergoldet, worauf die niedrigere Ohm-Varianz zurückzuführen sein könnte.

Bei unserem Test an einer Xbox One im Spiel „Dead by Daylight“ konnten wir genau hören aus welcher Richtung der Killer anrückte und Geräusche waren insgesamt dreidimensional wahrnehmbar. In „PUBG“ konnten wir außerdem genau nachvollziehen aus welcher Richtung ein Schuss zu hören war und konnten auch in etwa die Entfernung einschätzen. Schritte waren natürlich in beiden Spielen gut wahrnehmbar.

Generell haben wir mit dem QH-700 natürlich auch den Klang von Videos und Musik getestet und können hier nur positives Feedback geben. Musik hatte einen angenehmen Bass und der Sound war insgesamt sehr ausgeglichen. Wir haben sogar einen Test mit einem Mobilfunkgerät gemacht und auch hier hat das Headset hervorragend abgeschnitten.


Mikrophon und Verständigung
Guter Klang

Wie auch sein Vorgängermodell bringt das QH-700 ein Kondensatormikrofon mit, welches einen Frequenzbereich von 100 bis 12.000 Hz mit. Über den Grenzschallpegel hat QPAD in diesem Fall allerdings keinerlei Angaben gemacht. Bei unserem Test ergab sich ein glasklares Klangbild. Ein Pfeifton, der sich bei anderen Gaming-Headsets gerne mal einschleicht, blieb hier aus. Auch im Alltagstest in Xbox Live Partys oder in Discord-Voice-Chats gab es keinerlei Beschwerden seitens unserer Zuhörer, wir waren immer klar verständlich.


Fazit
Stabile Performance

Das QH-700 ist mit knapp 100 € noch in der mittleren Preisklasse, bietet für diese jedoch eine erstaunlich hohe Qualität. Das Klangbild ist hervorragend und das Tragegefühl sehr angenehm. In Gegenüberstellung mit dem QH-95 fühlt sich das QH-700 wie eine verbesserte Version für uns an, da alle Mängel beseitigt zu sein scheinen. So traten bei unseren Mikrofontests keinerlei Störgeräusche  auf. Wer ein Gaming-Headset sucht, welches ebenfalls für alle erdenklichen Multimediaanwendungen verwendet werden kann, macht mit dem QH-700 nichts falsch. Laut Herstellerangaben ist das QH-700 ebenfalls mit der PS5 und der Xbox Series X kompatibel. Sowohl an der Xbox One, am PC und sogar am Handy hat dieses Headset gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt. Einzig die Kabellänge könnte etwas großzügiger sein, aber das wäre dann doch wohl eher Meckern auf hohem Niveau. Insgesamt können wir das QH-700 nur empfehlen.