So kurz vor dem Generationswechsel der Konsolen und mit der Weiterentwicklung des USB-Standards, ist es sicherlich gerade eine schwere Entscheidung, seinen gebotenen Sound aufwerten zu wollen. Zum Einen lohnen sich großartige Investitionen aufgrund einer gewissen Unsicherheit nicht, zum Anderen haben wir doch noch mehr Geräte daheim, die eine Aufwertung des Sounds gebrauchen könnten. Dazu zählen neben den zahlreichen Smartphones, auch die Nintendo Switch. Nachdem wir euch schon den Sharkoon Game DAC Pro S mit USB-A vorgestellt haben, widmen wir uns heute dem Mobile DAC und Mobile DAC PD. Beide bieten uns einen USB-C Anschluss und lassen sich problemlos an der Nintendo Switch sowie am Smartphone nutzen. Mit einem Adapter ist auch eine Nutzung am Laptop oder den Konsolen möglich.

Sharkoon, ein Unternehmen aus der mittelhessischen Kleinstadt Linden, stellt seit mehr als fünfzehn Jahren Produkte rund um den PC her. Aktuell umfasst das Sortiment mehr als 250 Artikel in dreizehn Kategorien – erhältlich in über 40 Ländern weltweit. Von aufwendig designeten Gehäusen, über leistungsstarke Gaming-Peripherie, bis hin zu zuverlässigen externen Speicherlösungen. Sharkoon-Produkte richten sich an enthusiastische Gamer und PC-Anwender, die nicht nur Wert auf beste Performance, benutzerfreundliche Bedienung und „Designed in Germany“ legen, sondern auch auf ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei beschäftigt Sharkoon über 40 Mitarbeiter in zwei unabhängig organisierten Standorten in Deutschland und Taiwan.

Verarbeitung und Technik

klein mit viel Technik drin 

Beide Sharkoon Mobile DAC präsentieren sich relativ schlicht und weisen uns mit dem Hi-Res Logo auf eine qualitätiv hochwertige Audioausgabe hin. Dieses Logo wird von der Japan Audio Society vergeben und garantiert uns einen breiten Frequenzbereich von 40 kHz bei einer Auflösung von mindestens 96 kHz/24 Bit. Nach dem Game DAC Pro S präsentiert uns Sharkoon gleich zwei Soundkarten mit einem USB-C-Anschluss, die in erster Linie für eine Nutzung moderner mobiler Geräte gedacht ist. Mit ihrem TRRS-Anschluss können wir unsere vorhandenen Kopfhörer und Headsets mit einem 3,5 mm Klinkestecker von 16 – 250 Ohm nun ohne Probleme verwenden. Dabei bietet der Mobile DAC PD noch ein kleines Extra: Dank der weiteren USB-C-Buchse können wir im Betrieb weiterhin unser mobiles Gerät aufladen, was sonst nicht möglich ist.

Obwohl es sich hier bei beiden Geräten um eine mobile Soundkarte handelt, treten sie einem unterschiedlich entgegen. So wirkt der Mobile DAC eher wie ein Adapter von USB-C auf Klinke, während der Mobile DAC PD sich wie ein Legobaustein präsentiert. In beiden Fällen wird aber ein minimalistisches Auftreten geboten, um auch weiterhin mobil bleiben zu können. Im Gegensatz zu unserem bereits getesteten Sharkoon Game DAC Pro S bieten uns die zwei neuen Mobile DAC diesmal einen Equalizer, mit dem wir nun auf drei voreingestellte Soundmodi zurückgreifen können. Das ist vor allem bei der Nintendo Switch ein positives Feature, um tiefer und besser in die Spiele eintauchen zu können. Im Mittelpunkt steht aber sicherlich: Wir können unsere hochwertigen Studiokopfhörer mit Klinke nun auch modernen Smartphone und Tablets benutzen, die nicht mehr über einen 3,5 mm TRRS-Anschluss verfügen – auch lassen sich Handys so in älteren Autos mit dem Radio verbinden.

Ein weiteres nettes Feature ist die Darstellung der kHz-Ausgabe mittels der LED´s. So können wir die Klangqualität unserer Quelle ermitteln. Hier sollte aber auch daran gedacht werden, am PC oder Laptop sind in den Einstellungen die entsprechenden Häkchen zu setzen.


Sound & Klang

einfache Klangaufwertung 

Die Handhabung beider Mobile DAC ist sehr einfach: Wir brauchen diese nur auspacken und einfach mit unserem Audiogerät, wie der Nintendo Switch oder dem Smartphone, verbinden. Dann nur noch den Kopfhörer einstecken und fertig. Dank des verbauten DAC-Soundprozessors wird der Klang nicht nur einfach verstärkt, sondern auch aufgewertet. Wer mag, kann zudem auf einen der voreingestellten Soundmodi zurückgreifen, was uns wiederum den Klang etwas personalisieren lässt. So können wir auch die Qualität unserer Audioquelle über die leuchtenden LED´s erkennen. Das ist gerade bei einer der vielen Music-Apps manchmal sehr aufschlussreich.

In unserem Fall nutzen wir das Huawei P30 Pro, welches mit zu den klangstärksten Smartphones auf dem Markt zählt. Technisch ist hier aber eher eine Bluetooth-Verbindung zu empfehlen und mit einem Hi-Res Bluetooth-Kopfhörer können die Sharkoon Game DAC nicht mithalten. Die Mobile DAC bieten sich eher in Verbindung mit älteren Audioausgabegeräten an – wie etwa eine Klinkenverbindung zum Autoradio der älteren Generation, ohne Bluetooth. Die Mobile DAC erfüllen ihren Zweck, den Sound und die Qualität eines Mikrofons am Headset der Nintendo Switch aufzuwerten. So erzielten wir wesentlich bessere Sounderlebnisse bei Headsets, die sich in einer Preisklasse von bis zu 100 Euro bewegten. Da aber beide über den modernen USB-C Anschluss verfügen, ist eine Inbetriebnahme an der PlayStation nur über einen Adapter möglich. Hier empfehlen wir eher den  Sharkoon Game DAC Pro S. Dennoch ist das Klangbild nun intensiver, stärker und lässt sogar Geräusche in den Vordergrund treten, die wir vorher nicht wahrgenommen haben. Die Qualität der Soundaufwertung zeigt sich auch beim Mikrofon. Wenn vorher ein Mikrofon eher einfach und unnatürlich unsere Sprache weitergab, treten wir nun wesentlich natürlich vor und die Sprachqualität ist deutlich klarer. Damit erzielen wir nicht nur einen besseren Sound für unsere Ohren, auch unsere Chat- und Gesprächspartner wissen das zu schätzen. Interessant wird es erst, wenn wir mit dem Handy und einem separaten Mikrofon Aufnahmen tätigen, die nun eine klare Aufwertung erhalten.


Fazit

Interessante Soundaufwertung 

Mit dem Mobile DAC und Mobile DAC PD bringt uns Sharkoon zwei nette Gadgets um unseren Sound von mobilen Geräten mit einem USB-C Anschluss an weiteren Ausgabequellen aufwerten zu können. Gerade Besitzer einer Nintendo Switch sollten den Game DAC ins Auge fassen! Wer noch über ein älteres Autoradio in seinem fahrbaren Untersatz verfügt, kann nun auch moderne Smartphones, die keinen Klinkenanschluss mehr haben, mit dem Radio über einen TRS-Stecker verbinden. Die Mobile DAC bieten, wie der Game DAC, eine kostengünstige Möglichkeit den Sound einer Quelle in der Ausgabe kräftig aufwerten zu können. Zu meckern gab es nichts, doch so richtig sinnvoll an einem USB-C Gerät konnten wir die beiden Mobile DAC nun auch nicht einsetzen. Da empfehlen wir doch eher einen Bluetooth-Kopfhörer. Interessant bleiben aber beide für den mobilen Einsatz an der Nintendo Switch – Auch aufgrund des günstigen Preises. 

Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973