Hardware Test

[ TEST ] SNAKEBYTE Head: Pro – günstiger Pro-Sound

Nachdem wir euch das Snakebyte Head: Set X/S/4 für sehr wenig Geld vorgestellt haben, greifen wir nun zum Prestige-Headset von Snakebyte – das Head: Set Pro. Was es kann und ob es sich lohnt, haben wir für euch getestet. Das Head: Set Pro ist ein USB-Headset und richtet sich in erster Linie an die PC-Gamer, doch der USB-Anschluss ermöglicht auch zum Beispiel einen Betrieb an der PlayStation 4. Das Snakebyte Head: Set Pro ist seit Februar 2019 auf dem Markt und aktuell bei amazon.de für 43,41€ erhältlich.

Mit dem Head: Set pro möchte Snakebyte den Spielern am PC viele beliebte Vorzüge bieten. Dazu gehört unter anderem ein umschlossenes Soundsystem, das euch sogar einen virtuellen 7.1 Sound bietet, ganz ohne extra Software und Treiber, eine einfache Handhabung mit einem ansprechenden leuchtenden Erscheinungsbild und einen angenehmen Tragekomfort.

Snakebyte ist ein 1997 gegründetes Unternehmen mit Niederlassungen in Deutschland, Shenzhen, den USA und Hongkong. Man entwickelt und vertreibt eine breite Auswahl an Marken-Unterhaltungselektronik. Snakebyte ist kein Hard- oder Softwareunternehmen: snakebyte ist ein ECOSYSTEM-Unternehmen, dass dank seiner einzigartigen Positionierung und Expertise bei der Erstellung von Hardware und Software die gesamte Wertschöpfungskette nutzt. Angefangen beim Verkauf von Hardwareplattformen, bis hin zur Ergänzung von Zubehör und der digitalen Verteilung kompatibler Inhalte. Snakebyte ist ein Hybrid zwischen einem traditionellen Hersteller und einem Händler. Snakebyte entwickelt seine eigene Produktpalette, bietet aber auch Dienstleistungen und Vertriebsmöglichkeiten für andere Marken und Lizenzen.

Verarbeitung/ Komfort

nicht ganz perfekt 

Sankebyte präsentiert das Headset in einem knalligen Gelb und tiefen Schwarz. Dies ist auch schon auf dem Karton erkennbar und offenbart durch seine Produktbeschreibung die Vorzüge wie 7.1 Virtual Surround Sound und einem Bass Boost. Einmal ausgepackt, verzichtet Snakebyte auf unnötige Verpackung, was in der heutigen Zeit angebracht ist.

Wie schon angesprochen, zeigt sich das Head: Set Pro ganz in Schwarz, gepaart mit einem knalligen Gelb. So fallen uns sofort Biene Maja oder der Fanblock eines bekannten Bundesliga-Vereins ein. Das Design ist uns in seinem Bild nicht neu, denn wir haben schon einige Headset in der Hand gehabt, die ähnlich aufgetreten sind. Doch wir urteilen nicht vorab und setzen uns das Headset einfach auf die Rübe. Die riesigen ohrumschliessenden Lautsprecher, mit einer weichen Kunstlederpolsterung, stechen deutlich und angenehm hervor. Der Halt wird über das flexible Kopfband gegeben, welches uns etwas zu schlaff erscheint. Hier dürfte etwas mehr Spannung anliegen um auch bei hektischen Bewegungen einen perfekten Sitz garantieren zu können. Dafür ist das Headset sauber und ordentlich verarbeitet worden und darf gerne als Leichtgewicht bezeichnet werden.  Die Außenseite wird von einem schwarzen Lochblech verschlossen, während sich auf der Innenseite das Snakebyte-Logo auf einem knalligen Gelb zeigt. Auf der linken Seite wurde, ebenfalls in Gelb, das USB Kabel mit einer Remote-Control-Einheit fest angebracht. Etwas ungewohnt stark in seiner Dimsension aber prägend für das gesamte Auftreten. Ebenfalls auf der linke Seite, befindet sich das Mikrofon.

Das Head: Set Pro fügt sich im ersten Eindruck sehr gut in die bestehende Produktpalette von Snakebyte ein und passt auch perfekt zur BVB-Serie. Die Verarbeitung ist gut und es schwächelt nur leicht im Komfort. Dies wird aber mit der schönen Ohrpolsterung wieder wett gemacht. Es sitzt leicht und angenehm und auch nach einigen Stunden hält sich die „Schweißbildung“ stark zurück. Bis hier hin, eine gute Wahl für diesen Preis. Doch entscheidend ist sicherlich der Sound…


Sound/ Klangbild

ein Kribbeln am Ohr 

Das Head: Set Pro wird ganz einfach per USB am PC angeschlossen und Windows erkennt dieses automatisch – es folgt eine kleine und kurze Treiberinstallation. Binnen von Sekundenbruchteilen leuchtet das Headset an den Ohrmuscheln und es kann schon losgehen. Eine zusätzliche Software gibt es nicht und wird auch nicht benötigt. Der virtuelle 7.1 Surround wird vom Headset selber generiert.

Unsere Erwartungen sind im ersten Moment etwas gedämpft, schließlich bewegen wir uns hier im kleinen Budget-Bereich und günstig heißt nicht immer, dass es auch einen guten Sound gibt. Doch ähnlich wie beim Head: Set X/S/4 bekommen wir hier mächtig was auf die Ohren. Das Klangbild ist kraftvoll, intensiv und auch sehr klar. Zusätzlich erzeugt der Bass eine Vibration an den Ohren, welcher sich auch an der Remote-Control-Einheit deaktivieren lässt. Zu bedenken gibt uns nur der 7.1 Virtual Sound, der hier automatisch erzeugt wird und sich leider nicht ein- oder ausschalten lässt. So darf diese Angabe gerne unterschlagen werden, denn der Sound passt soweit und Stereo kommt in einer gewissen Weise immer zum Tragen. Wir könnten daraus ein Streitthema machen, vernachlässigen es aber gezielt und bedienen uns lieber den Möglichkeiten der Windows-Audio-Optionen.

an der Remote-Control-Einheit lassen sich die Lautstärke regeln, das Mikrofon stumm schalten und der Bass-Vibration-Effekt aktivieren

Da es sich hier um ein USB-Headset handelt, kann es natürlich auch an der PlayStation 4 genutzt werden. Wir weisen allerdings darauf hin, dass an der PlayStation 4 der Sound zwar ebenfalls gut zur Geltung kommt, aber dieser Bass-Vibrationseffekt nicht spürbar ist. Es ist halt für den PC gemacht und kann optional an der PlayStation 4 genutzt werden. So zeigt sich der Klang an der PlayStation 4 zwar zufriedenstellend, ist aber weniger kraftvoll und bewegt sich mehr im Höhenbereich. Die Schuld dafür darf gerne bei Sony gesucht werden, denn diese geben dem USB weniger die Möglichkeiten zur Entfaltung.


Mikrofon

nichts Neues, aber ausreichend 

Wie bei vielen Headsets in dieser Preisklasse, stellt das Mikrofon ein wenig die Schwachstelle dar. Es funktioniert, kann durch seine Bauart  in verschiedenen Positionen gebracht werden und leuchtet Gelb was aber wohl eher unbedeutend ist. Uns fehlt hier ein Pop-Schutz, das kleine Schaumstoffteil wie beim Head: Set X/S/4, um die Atemgeräusche unterdrücken zu können. Der Klang und damit die Verständigung ist vollkommen ausreichend für Discord & Co. oder in diversen Spiele-Chats. Es ist nichts Neues, aber ausreichend. Für Twitch und Youtube würden wir aber eine andere Alternative vorschlagen, denn ganz so überzeugen konnte es uns nicht. Das heißt jetzt nicht, dass es schlecht ist, es wird halt lediglich unseren Ansprüchen nicht ganz gerecht.  In dieser Preisklasse ist es aber okay, ohne viele weitere Worte darüber zu verlieren.


Fazit

eines von vielen im knalligen Gelb

Für etwas mehr als 40 Euro bietet Snakebyte ein nicht zu verachtendes Headset, dass sich in erster Linie durch sein knalliges Gelb und einer guten Ohrpolsterung in Szene setzen kann. Das Kribbeln beim Bass-Boost sorgt für ein Extra um den kraftvollen Sound am PC erleben zu können. Mit der übersichtlichen Fernbedienung am Kabel lässt es sich in Lautstärke, Stummschaltung und Vibration regeln und bildet damit ein Headset das so ganz okay ist. Der niedrige Preis macht es aber attraktiv für alle die viel Sound für wenig Geld haben wollen. Es ist sicherlich nicht perfekt, setzt aber eigene Noten und daher können wir es allen empfehlen, die sich ganz ohne große Ansprüche ein Headset wünschen. Dafür gibt es dann aber was auf die Rübe. Der Sound ist gut, die Verarbeitung auch und leichte Schwäche gibt es nur im Halt und beim Mikrofon. Mit 5 Jahren Garantie punktet es zusätzlich. In dieser Preisklasse wird sich  kaum etwas Besseres finden lassen. 

 

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