Bild: Red Art Games

[ TEST ] SONIC WINGS REUNION – Retro-Shooter kehrt mit Nostalgie-Feuer zurück

Als Fan von Retro-Games und der Shooter der 90er Jahre waren wir mehr als erfreut, dass es einen neuen Teil der Sonic Wings/Aero Fighters Serie geben wird. Ob diese Freude sich bestätigt hat oder doch eher einer Ernüchterung gefolgt ist, erklärt Euch unser Test.

Die Sonic Wings-Reihe – außerhalb Japans besser bekannt als Aero Fighters – ist eine klassische Arcade-Shoot’em-up-Spieleserie, die Anfang der 1990er-Jahre große Popularität erlangte. Entwickelt wurde sie hauptsächlich von Video System, einem japanischen Spieleentwickler, der für seine actionreichen Arcade-Titel bekannt war. Die Serie hat es bisher auf 4 Teile gebracht und präsentiert seit Oktober 2025 mit Reunion den neusten Ableger der Serie.

Wir haben Sonic Wings Reunion auf der PlayStation 5 in der Version 1.0 getestet, das Spiel wurde außerdem auf Nintendo Switch und PC zum Preis von knapp 30 € veröffentlicht. Nach einem schmalen Download von gerade mal 790 Megabyte, der auf der SSD unserer PS5 824 Megabyte benötigte, konnte das Shooter-Abenteuer starten.

Ersteindruck

Wie schon in den 90ern

Nach fast 30 Jahren kommt eine (damals) legendäre Shooter-Serie auf PlayStation und Co zurück. Die Entwickler behalten das klassische vertikale Arcade-Gameplay bei und integrieren moderne Komfortfeatures wie verschiedene Schwierigkeitsgrade, einen Trainingsmodus, lokale Koop-Spieloptionen und anpassbare Soundtracks.

Die Grundidee bleibt simpel: Man wählt einen von mehreren internationalen Piloten und kämpft sich durch acht actiongeladene Levels, die jeweils nur wenige Minuten gehen, in denen die Organisation „Fata Morgana“ mal wieder die Welt bedroht.

Durch die verschiedenen Charaktere, leicht unterschiedliche Enden und den hohen Schwierigkeitsgrad sowie einen lokalen 2-Spieler-Modus entsteht trotzdem ein Wiederspielwert, auch wenn die reine Spielzeit kurz ist.

Gameplay

Ballern bis der Arzt kommt

Auch wenn die Story bei dieser Art von Spiel eher zweit bis drittrangig ist, wollen wir sie Euch trotzdem nicht vorenthalten.
Die Handlung spielt in einer nahen Zukunft (Jahr 20XX), in der Städte auf der ganzen Welt von einer geheimnisvollen Organisation namens „Fata Morgana“ angegriffen werden.
Diese Organisation besitzt Superwaffen und fortschrittliche Technologie, mit der sie militärische Systeme kontrolliert und globale Bedrohungen erzeugt.
Als Antwort darauf steht die internationale Spezialtruppe „Project Blue“, oft als „Ritter des Himmels“ beschrieben, auf, um die Welt vor dieser Bedrohung zu retten.

Zentral für den spielerischen Reiz ist die Auswahl der Piloten. Jeder Charakter bringt ein eigenes Flugzeug mit individuellen Schussarten, Reichweiten und Spezialangriffen mit. Manche setzen auf breite Feuerfronten, andere auf fokussierten Schaden oder defensivere Optionen. Dadurch verändert sich der Spielstil spürbar und lädt zum Experimentieren ein – ein klassisches Motiv der Serie, das auch in Reunion funktioniert.

Das Gameplay folgt der bewährten Formel der Serie: vertikal scrollende Levels, ein Bildschirm voller Gegner, Geschosse und Power-ups. Der Spieler steuert sein Flugzeug in alle Richtungen, feuert permanent und versucht, zwischen dichten Kugelmustern hindurchzunavigieren. Neue Mechaniken oder Genre-Experimente sucht man bewusst vergeblich – Reunion versteht sich klar als traditioneller Arcade-Shooter.

Die Steuerung ist direkt, präzise und verzögerungsfrei. Jede Bewegung fühlt sich kontrolliert an, was angesichts der hohen Geschossdichte essenziell ist. Kleine Korrekturen im Flug sind jederzeit möglich, ohne dass das Schiff träge oder überempfindlich wirkt. Genau hier zeigt sich die Stärke des Spiels: Es verlangt schnelle Reflexe und bestraft Fehler sofort.
Genre-typisch gibt es 4 verschiedene Schwierigkeitsgrade, sollte man während des Spiels abgeschossen werden, was auf jeden Fall sehr oft passieren wird, verliert man seine gesammelten Items erstmal, kann diese aber nach dem Wiedereinstieg auch wieder einsammeln.
Sollte man alle seine Leben (3 pro Spielrunde) verlieren, so kann man mit einem Druck auf die Optionstaste eines der zahllosen Continues einlösen.
Einen Trainingsmodus gibt es auch, hier kann man unter anderem die Zahl der Leben sowie die verschiedenen Level auswählen und Probe spielen.

Umfang, Grafik und Sound

Hier scheiden sich die Geister

Sonic Wings Reunion bleibt bewusst kompakt, so wie es schon die Vorgänger waren. Acht kurze Stages, mehrere spielbare Piloten mit unterschiedlichen Waffen, lokale Koop-Action und ein Trainingsmodus bilden das gesamte Paket. Ein kompletter Durchlauf ist schnell (unter 30 Minuten) abgeschlossen, der Wiederspielwert entsteht vor allem durch Highscores, Charakterwechsel oder den Couch-Coop Modus.

Optisch setzt das Spiel auf einen Retro-modernen 2.5D-Stil. Flugzeuge und Bosse sind klar erkennbar, die Hintergründe funktional, aber wenig spektakulär. Insgesamt wirkt die Präsentation zweckmäßig und nostalgisch, erreicht jedoch kein modernes Niveau und kann in hektischen Momenten an Übersicht verlieren.

Der Sound ist eine der Stärken des Spiels. Mehrere Musikmodi – von klassisch bis neu arrangiert – sorgen für Abwechslung und Nostalgie. Die treibenden Tracks passen gut zum Spieltempo, Soundeffekte bleiben solide, aber unauffällig.

Fazit

Es ist wie nach Hause zu kommen nach sehr langer Zeit

Sonic Wings Reunion ist ein gelungenes Retro-Revival für alle Fans klassischer Arcade-Shooter. Das Spiel bleibt dem vertikalen Shooter-Gameplay der 90er treu, bietet aber moderne Komfortfeatures wie Trainingsmodus, lokale Koop-Optionen und anpassbare Soundtracks. Die kurze Spielzeit wird durch Wiederspielwert dank unterschiedlicher Piloten, Schwierigkeitsgrade und Couch-Coop ausgeglichen. Optisch schlicht, aber funktional, punktet das Spiel vor allem mit präziser Steuerung und einem treibenden Soundtrack. Wer schnelle Reflexe liebt und nostalgische Shooter-Action sucht, findet hier ein kompaktes, aber spaßiges Spielerlebnis, das unserer Meinung nach aber für den aktuellen Preis von 30€ doch sehr am Preis/Leistungsverhältnis zu knabbern hat.




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