Hardware Test

[ TEST ] Thrustmaster T-GT Lenkrad

Pünktlich zum langersehnten Gran Turismo Sport brachte Thrustmaster in Zusammenarbeit mit Polyphony Digital und Sony ein PlayStation 4 lizenziertes GT Sport Lenkrad heraus. Wir haben das T-GT Lenkrad für euch ausführlich getestet.

Schon in der Vergangenheit konnten wir euch verschiedene Lenkräder von Thrustmaster in einem Test vorstellen. Mit dem neuen T-GT Lenkrad und der passenden Lizenz für GT Sport bringt der US-amerikanische Hersteller ein neues Flaggschiff auf den Markt, welches zudem eine PlayStation 4 Lizenz erhalten hat.

Thrustmaster darf gerne als Pionier in der Branche bezeichnet werden, denn seit 1992 hat sich der Hersteller darauf spezialisiert Joysticks und Lenkräder für den Gaming-Markt anzubieten. Dabei wurde das Unternehmen 1999 von  einem der Guillemot-Brüder gekauft und gehört somit in den großen Topf rund um die Geschichte von Ubisoft. 

Auf einem GT Sport Event im Sommer 2016 wurde das Lenkrad erstmals enthüllt und einer geschlossenen Öffentlichkeit gezeigt. Seit dem gab es viele Spekulationen rund um das neue T-GT Lenkrad. Erst auf der diejährigen E3 in Los Angeles wurde das Lenkrad  offiziell vorgestellt und die speziellen Extras preisgegeben. Dazu gehörte auch der Preis, der sich mit 799 Euro im oberen Segment angesiedelt hat.

dann packen wir mal aus…

Das T-GT Lenkrad präsentiert sich sehr hochwertig und kann sich deutlich von seinen Schwestern wie dem T-300 abheben.  Anmutig wie ein Mercedes SLS Lenkrad mit optischen Reizen aus Aluminium und den 4 ins Auge stechenden Drehknöpfen wird einem hier schon deutlich, es ist eigentlich kein Spielzeug mehr. Das T-GT Lenkrad spricht eher die Motorsportbegeisterung aus und bietet mehr als der Gamer bisher gewohnt war an der PlayStation 4.

Verarbeitung/ Komfort

Handlich, sportlich mit Leder überzogen liegt alleine das Lenkrad schon mal sehr gut in der Hand. Der Durchmesser beträgt 28 cm und betont damit nochmals die Sportlichkeit. Der Ring des Lenkrad ist weder zu dünn noch zu dick gewählt und sorgt somit für eine optimale Griffigkeit. Gegenüber den bekannten Thrustmaster Lenkrädern ist dieser dicker und gefällt uns besser, da hier mehr Qualität zum Vorschein kommt.

Blick direkt auf das Lenkrad

Durch die PlayStation 4 Lizenzierung findet wir auch schnell alle bekannten Tasten des Controllers auf dem Lenkrad wieder. Alle wurde sehr übersichtlich angeordnet und Fragen dürften kaum aufkommen. Nur die L3 und R3 Tasten wurden an der Base angebracht sowie die Wahl der Modis.

Wahlschalter zwischen dem GT Modus und anderen

Abgerundet wird das Design durch das zentrale und dominante Gran Turismo Logo. Die Verarbeitung macht bei allem einen guten und hochwertigen Eindruck, auch wenn zugleich viele Tasten und Schalter noch aus Plastik gefertigt wurden.

Selbstverständlich zieht sich diese Verarbeitung auch bei der Pedalerie weiter durch. Gebürstetes Aluminium mit Hochglanz-Metallen und allen 3 Pedalen für Gas, Bremse und Kupplung.  Die Pedalerie verfügt auch über ein enormes Standgewicht um am Boden auch eine Griffigkeit vorweisen zu können.

Nahaufnahme der Pedale

Auffallend ist das Netzteil für das Lenkrad und die schwere Wheel-Base. Während die Base über neue optische Eigenschaften einem gleich auffällt, umso fragwürdiger das optische Erscheinungsbild des Netzteils. Wie eine urgeschichtliche Schnecke ist dieses geformt und soll dadurch eine optimale Kühlung bieten und damit einen gleichmäßigen Stromfluss ohne Schwankungen.

Netzteil um optimale Bereitschaft zu bieten

Die Wheel-Base selber stellt auch eine Neuheit im Hause Thrustmaster dar. Vorbei die Zeiten von Zahnrad- und Riemenantrieben. Thrustmaster verwendet hier einen Servoantrieb für eine bessere und direktere Rückmeldung des Force-Feedbacks und das bekamen wir schon auf der Gamescom 2017 in Köln zu spüren. Auch kann ohne Probleme der bekannte Thrustmaster Shifter angeschlossen werden. Nur eine Handbremse fehlt noch, aber was nicht ist kann ja noch werden. Hat Thrustmaster da schon was auf Lager ?

Das T-GT bildet im gesamten Erscheinungsbild ein würdiges Lenkrad für GT Sport, die Auswahl der Materialen, die sauberen Ränder, die Standfestigkeit und Befestigung können uns überzeugen. Einzig und alleine die bekannte Radnabe zum Wechseln des Lenkrades könnte mit der Zeit einige Fragen aufwerfen, wenn der Gamer häufig andere Lenkräder im Einsatz hat.

5 von 5 Sterne

Handling/ Kompatibilität

Das Thrustmaster T-GT Lenkrad ist in erster Linie für das Spiel Gran Turismo Sport geschaffen. Die Wheel-Base verfügt über einen 40 Watt leistungsstarken T-40VE Motor und speziell in Gran Turismo Sport, und nur in Gran Turismo Sport, kommt das exklusiven T-DFB System zum Tragen.  Dieses T-DFB hat natürlich seine Auswirkungen im Spiel GT Sport, welches wir euch in einem Video veranschaulichen:

Natürlich verfügt das T-GT Lenkrad auch über einen entsprechenden Support im Spiel Gran Turismo Sport. Dieses findet ihr in den Einstellungen beim Spiel und braucht nichts weiter zu tätigen als dieses dann auch auszuwählen.

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Auffallend hier, die 4 runden Drehknöpfe sind fix und können nicht belegt werden. Ihre Funktion finden sich erst im Spiel wieder. Diese Drehknöpfe übernehmen die Auswahl des MFD (Multi-Funktions-Display), damit könnt ihr Traktionskontrolle, Bremsbalance, Radar… direkt verändern. Leider finden diese Drehknöpfe auch nur ihre Funktion in GT Sport wieder. In allen anderen Rennspielen wie Project Cars 2 oder F 12017 bleiben diese einfach nur tot und können nicht einmal separat belegt werden.

Das Fahrgefühl mit dem T-GT wird erst im Vergleich mit anderen Rennspielen sehr deutlich, in Rennspielen welche ohne GT Modus (T-DFB) auskommen müssen.

Das Handling ist in allen Rennspielen mehr als nur optimal und das Force Feedback sorgt für ein ausreizendes Fahrgefühl. Aber in GT Sport vermittelt das T-GT ein noch besseres und lebendigeres Fahrgefühl um auch die letzten Tausendstel herausholen zu können.  Die Pedalerie spricht sauber an, könnte aber etwas mehr Druck vertragen. Hier kann auch mal ordentlich in die Eisen getreten werden.

Leider wird es bis auf GT Sport in keinem weiteren Rennspiel mit einem 100-prozentigen Support unterstützt. In vielen Spielen muss daher auf den T-300 oder T-500 Support von Thrustmaster zurückgegriffen werden. Hier müssen sowohl Thrustmaster als auch die Entwicklerstudios aufeinander zugehen um einen flächendeckenden Support liefern zu können. Auch sollte Sony und Polyphony Digital diesen exklusiven T-DFB Modus nicht zu lange für sich beanspruchen und ihn auch anderen Rennspiel-Entwicklern zur Verfügung stellen, denn GT Sport hat alleine schon im ersten Monat viele Gamer verloren, weil es nicht ihren Vorstellungen im Umfang entsprach.

4 von 5 Sterne


FAZIT

Mit dem T-GT Lenkrad liefert Thrustmaster einmal mehr eine überzeugende Pionierarbeit ab. Der neue Effekt in GT-Sport ist mehr als nur überzeugend und hebt enorm die Reize und den Spass. Leider schöpft das T-GT sein Potenzial nur in  GT Sport aus und verspielt somit das Interesse an der riesigen Gamer-Community rund um Project Cars, Formel 1 und anderen Rennspielen. Dennoch ist das T-GT Lenkrad zurecht das neue Flaggschiff von Thrustmaster und eines der besten Lenkräder auf den Markt. Da darf man nur hoffen das der Support erweitert wird und der Preis etwas nach unten geht um es mehr Gamern zugänglich zu machen. 

5 von 5 Sterne


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